Welcome to Barmbek ist ein aus einer Bürgerinitiative hervorgegangener gemeinnütziger Verein, der sich für die Integration von Geflüchteten speziell in Barmbek, darüber hinaus im Bezirk Nord und auch in ganz Hamburg einsetzt. Gemeinsam mit einem Kooperationspartner werden Deutsch-, PC- und Englischkurse sowie Nachhilfeunterricht angeboten. Unterstützt wird auch die Suche nach Wohnungen sowie Arbeits- und Ausbildungsplätzen, daneben gibt es professionelle Sozialberatung.
Der Verein erhält Mittel aus dem Quartiersfonds des Bezirks und ist im Übrigen auf Spenden angewiesen.
Im Verein arbeiten viele Ehrenamtliche. Einige der jüngeren Kurs-Leiter, viele davon selbst mit Migrationshintergrund, sind allerdings zur Sicherung des eigenen Lebensunterhalts auf eine finanzielle Vergütung angewiesen, die ihnen der Verein mit 14 Euro pro Stunde gewährt.
Der Verein beantragt diese Vergütungen für einen Zeitraum von 18 Monaten für jeweils 60 Stunden im Monat. Von den Kosten in Höhe von 15.120 Euro will er 2.120 Euro aus weiteren Zuwendungen finanzieren und beantragt 13.000 Euro beim HSP. Das HSP hat den Träger bisher zweimal gefördert, zuletzt 2024.
In der Regel führen wir unsere Angebote ohne Aufwandsentschädigung durch. Ein erfolgreicher und nachhaltiger Förderunterricht erfordert jedoch Kontinuität, ein hohes Maß an Verbindlichkeit und die Bereitschaft zu einer gewissen Verantwortungsübernahme, zwar nicht für den Erfolg, so doch für das Unterstützungsangebot. Im Gegensatz zu unseren Kursen und Projekten, die gleich von mehreren Ehrenamtlichen durchgeführt werden, ist bei der Nachhilfe auch nicht leicht eine Vertretung möglich, die den Ehrenamtlichen eine gewisse Flexibilität erlauben würde.
Deshalb führen vor allem Studierende (überwiegend selbst migrantischer Herkunft oder mit Fluchterfahrung) den Unterricht durch. Sie sind zur Sicherung ihres Lebensunterhalts auf Aufwandsentschädigungen angewiesen. Hinzu kamen Dank einer Initiative für die Engagement-Förderung jüngst Oberstufen-Schüler:innen einer benachbarten Stadtteilschule, ebenfalls mit Migrationshintergrund. Es erschiene unfair, ihnen keine Aufwandsentschädigung zu bezahlen. Auch sie bringen Sprach- und kulturelle Kenntnisse mit und werden außerdem für das bürgerschaftliche Engagement motiviert. Aktuell sind in dem Projekt noch rund sieben Ehrenamtliche ohne Aufwandsentschädigung tätig.
Gefördert werden aktuell hauptsächlich Schüler:innen aus Familien mit Migrations-/Fluchterfahrung und einige wenige Azubis. Hinzu kommen Menschen mit speziellen Bedarfen aufgrund einer Behinderung. So früher ein junger Mann mit einer Körperbehinderung und aktuell zwei blinde junge Menschen aus dem Iran und der Ukraine, die Deutschunterricht erhalten.