Der ASB Landesverband Hamburg ist eine Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation, die Menschen in unterschiedlichen sozialen Lebenslagen unterstützt. Neben Rettungsdienst und Pflege entwickelt der Verband gezielt Angebote zur Stärkung sozialer Teilhabe und gesundheitlicher Chancengleichheit. Finanziert wird er über Leistungsentgelte, Mitgliederbeiträge und Spenden.
Die Förderung wird beantragt für folgendes Projekt:
In Hamburg bestehen erhebliche Zugangsbarrieren zur Hebammenversorgung. Frauen in Armut, in prekären Lebenslagen, Schutzsuchende und Frauen mit Sprachbarrieren wissen häufig nicht, dass ihnen eine Hebammenbetreuung zusteht, oder finden den Weg in das Unterstützungssystem nicht. Nach dem Vorbild Nordrhein-Westfalens, wo bereits drei Hebammenmobile unterwegs sind, soll auch in Hamburg ein entsprechendes Fahrzeug angeschafft und als Behandlungs- und Beratungsraum ausgestattet werden. Als aufsuchende Hilfe wird es mit einer Hebamme und einer zweiten ehrenamtlichen Person regelmäßig Standorte in sozial benachteiligten Stadtteilen anfahren. Über Frauenarztpraxen, Elternschulen, Verweisberatungsstellen und Unterkünfte werden Frauen auf das Angebot aufmerksam gemacht. Bei Sprachproblemen unterstützen ehrenamtliche Dolmetschende. Ziel ist es, Risiken für Mutter und Kind frühzeitig zu erkennen und gleichzeitig durch reduzierte Folgekosten das Gesundheitssystem zu entlasten.
Förderantrag:
Die Anschaffung und Ausstattung des Hebammenmobils kosten insgesamt 142.021 Euro. Der ASB Hamburg bringt aus eigenen Mitteln und mit Unterstützung weiterer Zuwendungsgeber 119.700 Euro auf. Beim Hamburger Spendenparlament wird der Restbetrag von 22.321 Euro beantragt. Das Hebammenmobil schafft eine dauerhafte aufsuchende Struktur für Frauen, die das bestehende Versorgungssystem bisher kaum erreicht.
Big Point – Begleitung bildungsbenachteiligter Jugendlicher im Übergang von Schule und Beruf
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