Der Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein ist einer der beiden Hamburger Kirchenkreise. Er finanziert sich hauptsächlich aus Kirchensteuern, staatlichen Zuwendungen und zum kleineren Teil aus Spenden.
In enger Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis West sowie der Landesdiakonie besteht der Arbeitskreis zur Flüchtlingsarbeit, welcher das Projekt koordiniert. In Hamburg leben schätzungsweise 6.000 bis 22.000 Menschen ohne gültigen Aufenthaltstitel. Diese arbeiten u.a. in der Gastronomie, der Pflege und anderen Bereichen der Schattenwirtschaft. Ihr Leben und das ihrer Familienangehörigen findet aufgrund ihres unsicheren Aufenthaltsstatus im Verborgenen statt. Menschen ohne Papiere sind deshalb besonders häufig von Arbeitsausbeutung und anderen Menschenrechtsverletzungen betroffen. Bereits bestehende migrantische Communities sind wichtige Anknüpfungspunkte für Menschen ohne Papiere. Das Projekt zielt darauf ab, die in diesen Communities bereits stattfindende Unterstützung für Menschen ohne Papiere zu stärken und zu professionalisieren. Im Mittelpunkt stehen der Schutz vor Arbeitsausbeutung und Menschenrecht-verletzungen sowie der erleichterte Zugang zu grundlegenden Rechten, etwa in den Bereichen Arbeit, Gesundheit und Bildung. Konkret sollen wöchentlich Workshops in den verschiedenen Communities angeboten werden. Über dieses Angebot werden geschätzt 600 bis 800 Menschen erreicht. Zusätzlich wird mit bis zu 150 juristischen Einzelberatungen gerechnet.
Die Kosten des Projekts belaufen sich für zwölf Monate (Start April 2026) auf ca. 81.000 Euro, davon rd. 54.700 Euro für Personalkosten, 16.900 Euro für Honorarkosten für Sprachvermittlung und juristische Beratung sowie 9.400 Euro für Sachkosten Beim HSP wird eine Förderung von 70.000 Euro beantragt. Der Rest wird aus Eigenmitteln getragen.
Der Träger wurde schon mehrfach für unterschiedliche Projekte vom HSP unterstützt.