Mit dem Projekt „Landeplatz“ vermittelt der Träger über einen Wohnungsführerschein und eine einjährige Begleitung durch Ehrenamtliche seit 2023 jährlich ca. 200 Menschen, überwiegend Geflüchtete, aus öffentlicher Unterbringung in eigenen Wohnraum. Im Juli 2025 wurde das Projekt „Startbahn“ begonnen, eine Weiterentwicklung des erfolgreichen Projekts Landeplatz. Wer mit Hilfe des Landeplatzes eine feste Wohnung gefunden hat, hat Vertrauen in den Träger und traut sich selbst die Aufnahme einer Berufstätigkeit zu. Damit verknüpft TO HUUS die Vermittlung von Wohnraum mit dem nächsten Schritt, der Integration in den Arbeitsmarkt. Durch eine enge Kooperation mit Wirtschaftsunternehmen, anderen Bildungsträgern und der Agentur für Arbeit sollen Geflüchtete in Praktika, Job- und Ausbildungsangebote vermittelt werden. Für die Zugewanderten wird ein „Jobführerschein“ angeboten, um sie über die Gepflogenheiten auf dem Arbeitsmarkt zu informieren und so nachhaltig ihre berufliche Integration zu unterstützen. Zusätzlich werden ehrenamtliche Joblots*innen ein Jahr lang ihren Weg zum beruflichen Erfolg begleiten.
TO HUUS finanziert sich für das Projekt Landeplatz durch bezirkliche Zuwendungen und hat für 2024 eine Förderung von 60.000 Euro vom HSP erhalten. Für das neue Projekt Startbahn erhielt der Träger im März 2025 eine Anschubfinanzierung von 70.000 Euro für die Stelle der Projektleitung in der einjährigen Entwicklungs- und Pilotphase, die im Juli 2025 begonnen hat. Die vorgesehenen 6 Module für den Jobführer¬schein konnten in Kooperation mit Firmen aus unterschiedlichen Branchen (Lebensmittelproduktion Gesundheitswesen, Tiefbau, Recycling, Reinigung…) inzwischen erstellt werden. Die bisherigen Kontakte zu Wirtschaftsunternehmen und dem Jobcenter waren sehr positiv und zeigen großes Interesse an dem Vorhaben. Dennoch werden die erwarteten Einnahmen durch Jobvermittlungsprämien, Qualifizierungs-gutscheine der Agentur für Arbeit und öffentliche Fördergelder in der Anlaufphase noch nicht die benötigte Höhe erreichen. Um dem Projekt einen gelingenden Start zu ermöglichen, wird eine weitere Förderung bis Ende 2027 in Höhe von 87.150 Euro beantragt.