Ragazza e.V. bietet Überlebenshilfe für Frauen an, die Drogen konsumieren und/oder der Sexarbeit nachgehen. Zu diesem Zweck betreibt der Verein eine niedrigschwellige Kontakt- und Anlaufstelle in Sankt Georg mit einem integrierten Gesundheits- und Konsumraum. Außerdem ist der Verein Träger des Projekts ragazza-Kontakt, das aufsuchende Arbeit an den unterschiedlichen Arbeitsplätzen der Frauen leistet, darunter in der Hamburger Apartmentszene, in Bordellen, Massagesalons, Bars und Clubs, und dort gesundheitliche und soziale Beratung anbietet.
Die Förderung wird beantragt für folgendes Projekt:
Die aufsuchende Gesundheits- und Beratungsarbeit (Streetwork und Apartmentbesuche) wurde bis Ende 2025 vollständig durch Ragazza e.V. selbst finanziert. Aufgrund zurückgehender Spendeneinnahmen kann der Verein diese Eigenfinanzierung nicht fortsetzen. Mit der beantragten Förderung soll die aufsuchende Arbeit für acht Monate wieder im gleichen Umfang wie bis Ende 2025 weitergeführt werden, das heißt mit fünf statt drei Einsätzen pro Monat. Damit bleiben Frauen erreichbar, die in besonders prekären und isolierten Arbeitssituationen leben und kaum Zugang zu regulären Hilfsangeboten haben.
Förderantrag:
Die Gesamtkosten betragen 9.685 Euro. Beim Hamburger Spendenparlament werden 7.735 Euro für die Honorarkosten der Streetworkerinnen und der Koordinatorin beantragt; 1.950 Euro werden vom Träger als Eigenmittel erbracht. Die Förderung sichert für acht Monate eine erprobte Struktur, die Frauen in der Sexarbeit dort erreicht, wo sie sind.
Begleitete Aktivitäten für Bewohnerinnen des Wohnprojekts für obdachlose Frauen in Wilhelmsburg
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