Koofra ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Verein, entstanden aus der migrantischen Selbstorganisation. Er berät und begleitet Frauen, die von sexuellem oder arbeitsbedingtem Menschenhandel betroffen sind, bei der Durchsetzung ihrer Rechte und auf dem Weg aus der Ausbeutung in ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Das Angebot umfasst die Unterbringung an einem sicheren Ort, die psychosoziale Unterstützung durch kulturelle Mediatorinnen in 15 verschiedenen Sprachen, die grundlegende Sicherung des Lebensunterhalts und die Begleitung zu Ämtern und Behörden. Ergänzend leistet Koofra Aufklärung über das Thema Menschenhandel in Form von Schulungen und Veranstaltungen. Derzeit arbeiten sechs Personen auf 3,7 Vollzeitstellen, ergänzt durch Honorarkräfte als Mediatorinnen und Übersetzerinnen. Durchschnittlich werden 70 Hilfesuchende pro Jahr begleitet. Der Verein finanziert sich nahezu ausschließlich über die Sozialbehörde. Das Hamburger Spendenparlament hat den Träger 2021 mit 7.680 Euro für die Übernahme von Supervisionskosten unterstützt.
Die Förderung wird beantragt für folgendes Projekt:
Häufig kommen Ratsuchende mit akuten psychischen Nöten zu Koofra. In den meisten Fällen ist eine direkte Vermittlung an niedergelassene Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten oder an Traumaambulanzen wegen langer Wartezeiten nicht möglich. Ergänzend zum regulären Beratungsangebot soll daher eine Akutsprechstunde eingerichtet werden, die eine erste Krisenintervention ermöglicht. Ein- bis zweimal pro Woche, insgesamt vier Stunden, werden ein oder zwei speziell ausgebildete Psychotherapeutinnen mit dem Schwerpunkt Trauma bei Koofra zur Verfügung stehen. Mit der Akutsprechstunde erhalten Betroffene von Menschenhandel zeitnah eine traumasensible psychotherapeutische Erstversorgung in ihrer eigenen Sprache und werden so in einer besonders belastenden Lebenssituation stabilisiert. Für den Doppelhaushalt 2027/2028 soll die Finanzierung über einen Antrag bei der Sozialbehörde dauerhaft gesichert werden.
Förderantrag:
Beim Hamburger Spendenparlament wird eine Anschubfinanzierung für das Jahr 2026 beantragt. Die Antragssumme setzt sich zusammen aus 208 Stunden psychotherapeutische Beratung und 208 Stunden Sprachmittlung
Big Point – Begleitung bildungsbenachteiligter Jugendlicher im Übergang von Schule und Beruf
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Begleitete Aktivitäten für Bewohnerinnen des Wohnprojekts für obdachlose Frauen in Wilhelmsburg
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