Koofra ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Verein, entstanden aus der migrantischen Selbstorganisation, der Frauen berät und begleitet, die von Menschenhandel (sexuellem oder arbeitsbedingtem) betroffen sind. Die Ratsuchenden werden unterstützt bei der Durchsetzung ihrer Rechte und der Begleitung auf dem Weg aus der Ausbeutung in ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Das Angebot umfasst u.a. die Unterbringung an einem sicheren Ort, die psychosoziale Unterstützung durch Kulturelle Mediatorinnen in 15 verschiedenen Sprachen sowie die grundlegende Sicherung des Lebensunterhalts und die Begleitung zu Ämtern und Behörden. Darüber hinaus wird aufgeklärt über das Thema Menschenhandel in Form von Schulungen und anderen Veranstaltungen.
Z.Zt. arbeiten 6 Personen auf 3,7 Vollzeitstellen. Dazu kommen Honorarkräfte, die als Mediatorinnen und Übersetzerinnen tätig sind. Durchschnittlich werden im Jahr 70 Hilfesuchende begleitet.
Der Verein finanziert sich so gut wie ausschließlich über die Sozialbehörde.
Oft kommen Ratsuchende mit akuten psychischen Nöten zu Koofra. In den meisten Fällen ist es nicht möglich, sie direkt an niedergelassene Psychotherapeuten*innen oder Traumaambulanzen weiter zu verweisen, da diese längere Wartezeiten haben. Daher möchte der Träger neben dem regulären Beratungsangebot eine Akutsprechstunde einrichten, um den Ratsuchenden eine erste Krisenintervention anbieten zu können. Ein- bis zweimal pro Woche (insgesamt 4 Stunden) werden ein oder zwei speziell ausgebildete Psychotherapeutinnen mit dem Schwerpunkt Trauma bei Koofra dafür zur Verfügung stehen.
Die Antragssumme setzt sich zusammen aus 208 Stunden psychotherapeutische Beratung und 208 Stunden Sprachmittlung. Das HSP wird um eine Anschubfinanzierung für 2026 gebeten. Für den Doppelhaushalt 2027/2028 wird bei der Sozialbehörde ein Antrag gestellt.
2021 wurde der Träger vom HSP mit 7.680 für die Übernahme von Supervisionskosten unterstützt
Oft kommen Ratsuchende mit sehr akuten psychischen Nöten zu uns. In den meisten Fällen ist es kaum möglich sie direkt an niedergelassene Psychotherapeut:innen oder Traumaambulanzen anzubinden, da diese in der Regel, wenn überhaupt längere Wartezeiten haben. Um auch auf akute psychische Notlagen reagieren zu können, möchten wir im Rahmen unseres Beratungsangebotes eine Akutsprechstunde einrichten, mit dem Ziel Ratsuchende eine erste Krisenintervention bzw stabilisierende Maßnahmen anbieten zu können. Das geplante Projekt hat somit zum Ziel, eine niederschwellige psychotherapeutische Beratung für Betroffene von Menschenhandel in akuten Bedarfssituationen bereitzustellen. In geschützten, eigenen Räumlichkeiten sollen die Betroffenen kurzfristig Zugang zu professioneller Unterstützung, um akute psychische Belastungen zu stabilisieren und erste Schritte der Bewältigung einzuleiten. Hierfür ist geplant, dass ein bis zweimal pro Woche ausgebildete Psychotherapeutinnen mit Traumaspezialisierung in unsere Räumlichkeiten kommen und dort Beratungen anbieten.