Der Norddeutsch-Ukrainische Hilfsstab wurde im Juni 2023 gegründet, um für diverse ukrainische Gruppierungen und Initiativen ein gemeinsames Dach zu bilden. Dem Verein ist in einer Flüchtlingsunterkunft in der City Nord ein größerer Bürokomplex mietfrei überlassen worden. Die Räume werden von verschiedenen humanitären Initiative genutzt, es finden Kurse und Beratungsangebote statt, und am Wochenende treffen sich Pfadfindergruppen. Der Hilfsstab und der Pfadfinderbund werden ausschließlich durch Spenden finanziert.
Der Ukrainische Pfadfinderbund Plast ist für viele ukrainische Flüchtlingskinder ein Ort der Sicherheit und Zugehörigkeit geworden. In den Sommerferien 2024 unternahmen die ehrenamtlichen Gruppenleiter erstmals mit 40 Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren eine dreitägige Reise in ein Sommerlager in Niedersachsen. Etwa 80 Prozent der Kinder kamen aus Flüchtlingsfamilien. Die Reise wurde vom HSP mit 3.600 Euro gefördert.
Auch in diesem Jahr soll wieder ein Sommerlager am gleichen Ort für 40 ukrainische Kinder der gleichen Altersgruppe aber mit längerem, einwöchigem Aufenthalt stattfinden. Ein weiteres, sechstägiges Sommerlager auf dem Gelände der Freiluftschule Wittenberge ist für 30 ältere Kinder und Jugendliche geplant.
Die Kosten für beide Sommerlager werden mit 29.037 Euro kalkuliert, denen Einnahmen aus Teilnahmebeiträgen, Eigenmitteln des Vereins und anderer Spender in Höhe von insgesamt 21.240 Euro gegenüberstehen. Beim HSP wird eine Förderung für Unterbringung und Verpflegung in Höhe von 7.797 Euro beantragt.