Der Verein wurde 2020 mit dem Ziel gegründet, eine bessere gesundheitliche Versorgung von Frauen, Schwangeren, Müttern und deren Kindern zu ermöglichen. Das Team von 8 Hebammen bietet eine Geburts-begleitung von der Schwangerschaft, Geburt, Wochenbettbetreuung bis hin zur offenen Hebammen-sprechstunde an. Die Tätigkeiten des Vereins sind nicht über die Hebammenfinanzierung abgedeckt, er finanziert sich daher ausschließlich aus Spenden.
Der Verein plant eine Angebotserweiterung. Sie umfasst Unterstützungsangebote für verwaiste Eltern nach traumatisch verlaufenden Schwangerschaften und eine Schwangerschaftsvorsorge in Form der Centering Pregnancy TM (Geburtsvorbereitung in der Gruppe), die von der Uni Lübeck begleitet wurde.
Die Projektkosten für zwei Jahre werden beim HSP beantragt. Sie umfassen Gruppenangebote für die Schwangerschaftsvorsorge in Höhe von 28.000 Euro und die Angebote für verwaiste Eltern von 4.180 Euro. Der Verein hat 2023 vom HSP eine zweijährige Anschubfinanzierung in Höhe von rd. 42.000 Euro erhalten.
Ein Ziel des Vereins ist es mit Hilfe des Gesundheitszentrums Frauen nach traumatisch verlaufenden Schwangerschaften/ Geburten oder nach Kindsverlust adäquat Unterstützungsangebote in Form von Gruppenaustausch anzubieten. Es ist ein Gruppentreffen für verwaiste Eltern in Zusammenarbeit mit der EKiZ an der Trabrennbahn geplant, um Eltern in dieser schwierigen Lebensphase zu unterstützen und vor Isolation zu bewahren. Diese sollen jeden zweite Monat für 2 Stunden stattfinden. Neben der Bereitstellung der Räume unterstützt der Verein Neues Geburtshaus für Hamburg e.V. auch durch digitale Netzwerkarbeit zur Bekanntmachung und Information der Veranstaltung.
Außerdem sollen Rückbildungskurse nach Verlust eines Babys niederschwellig angeboten werden. Neben der körperlichen Rückbildung wird auch an der emotionalen Verarbeitung gearbeitet. Dabei unterstützen körperbasierte und kunstmethodische Ansätze, die der Aufarbeitung und der Bewältigung des Erlebten dienen. Die Gruppensituation stärkt das Gemeinschaftsgefühl und verhindert, dass sich die Teilnehmerinnen durch ihr Erlebnis isoliert fühlen. Für eine optimale Begleitung der Frauen ist ein erhöhter zeitliche Aufwand erforderlich, so dass zwanzig statt der von den Krankenkassen vorgesehenen zehn Stunden für das Kursangebot erforderlich sind. Bis jetzt wird die entstehende Kostendifferenz von Spenden des Vereins sowie von Spenden der Teilnehmenden übernommen. Dies erschwert die Niederschwelligkeit, so dass eine Spende des Hamburger Spendenparlament äußerst hilfreich wäre, damit jede, die betroffen ist, von dem Angebot profitieren kann.
Der Verein möchte auch die Frauengesundheit am Ende der repoduktiven Phase fördern und erarbeitet momentan ein Konzept für Kursangebote, die für Frauen in der Prä- und Perimenopause zugeschnitten sind. Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: Welche hormonellen Veränderungen treten auf? Welche Auswirkungen kann dies haben (Stimmungsschwankunge bis hin zur Depression, Gewichtszunahme, Schlafschwierigkeiten) ? Und wie kann die Gesundheit in dieser Phase unterstützt werden?
Zusätzlich sind Gruppenangebote zur Schwangerschaftsvorsorge in Form des Centering Pregnancy TM geplant. Dieses Gruppenangebot wurde in Form einer Machbarkeitsstudie von der Universität Lübeck mit positivem Outcome im Haus für Geburt und Gesundheit durchgeführt. Diese Vorsorgen / Termine in einer festen Gruppe haben wissenschaftlich belegte positive Effekte wie Verringerung der Frühgeburten, Erhöhung der Selbstfürsorge durch aktive Gesundheitsversorgung bei den Frauen, Verbesserung des Selbstvertrauens, Verhinderung von Isolation, Entstehung von Gemeinschaftsgefühl und Freundschaften auch über die Zeit der Schwangerschaft hinaus. Zur Weiterführung der wirksamen Gruppenvorsorge ist eine Überbrückungsfinanzierung notwendig, bis die Verhandlungen mit den Krankenkassen zur Schaffung einer abrechenbaren Position erfolgreich abgeschlossen sind. Der Abschluss ist für 2028 vorgesehen.
Das Konzept sieht vor, dass zwei Hebammen die Gruppe begleiten. Ergänzend sollen weitere Fachpersonen – etwa Gynäkolog:innen, Physiotherapeut:innen oder Pädagog:innen der frühen Kindheit – ihre Expertise einbringen, um den edukativen Charakter zu stärken. Aufgrund der derzeit fehlenden Finanzierung ist dies jedoch bislang nicht abrechenbar, weshalb wir um eine finanzielle Unterstützung bitten.
Der Verein neues Geburtshaus e.V. unterstützt außerdem auch das Haus für Geburt und Gesundheit, um eine professionelle Versorgung durch Hebammen sicherzustellen. Dafür ist in nächster Zeit die Anschaffung folgender Ausstattung erforderlich, für die wir die Unterstützung des Spendenparlaments benötigen: Ersetzung der kaputten Waschmaschine und des Trockners, Schallschutz in den Geburtsräumen, abwischbare Stillkissen sowie einen Beamer für Informationsabende.