KAROLA ist seit 40 Jahren ein niedrigschwelliger Beratungs-, Bildungs- und Begegnungsort im Karolinenviertel. Der Verein erreicht rund 250 Frauen und Mädchen, die von Armut, sozialer Ausgrenzung und struktureller Diskriminierung betroffen sind. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Romnja aus dem Sozialraum, die vermehrt nach dem Balkankrieg in den 1990er Jahren nach Hamburg gekommen sind und eine lange gewachsene Bindung an KAROLA haben.
Die Förderung wird beantragt für folgendes Projekt:
Viele Frauen, insbesondere Romnja, leben in Hamburg in sehr traditionellen Verhältnissen und prekären Situationen ohne Zugang zu bestehenden Hilfesystemen. Sprachbarrieren, fehlende Bildung und Diskriminierung erschweren es ihnen, ihre Rechte wahrzunehmen. Die niedrigschwellige Sozialberatung von KAROLA ist für viele dieser Frauen die erste und oft einzige Anlaufstelle. Die Beraterinnen unterstützen kultursensibel bei der Sicherung von Grundleistungen, im Umgang mit Behörden, bei Anträgen und vermitteln gegebenenfalls an Fachstellen weiter. Seit Februar 2026 wird mit dem Projekt „Zukunftsperspektiven“ (Deutsche Fernsehlotterie und Heidehof Stiftung) ein Teil der Arbeit finanziert, ausgerichtet auf den Weg in Ausbildung, Arbeit und Qualifizierung. Die grundlegende Sozialberatung als Türöffner zu weiteren Angeboten ist von dieser Förderung jedoch nicht erfasst und derzeit nicht gesichert.
Förderantrag:
Für die Teilzeit-Sozialberaterinnen werden 26.908 Euro Personalkosten als einjährige Übergangsfinanzierung beim Hamburger Spendenparlament beantragt. Damit bleibt der zentrale Erstzugang zu sozialer Unterstützung für eine besonders verletzliche Gruppe von Frauen erhalten, bis eine dauerhafte Anschlussfinanzierung gesichert werden kann.
Big Point – Begleitung bildungsbenachteiligter Jugendlicher im Übergang von Schule und Beruf
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