
Das Hamburger Spendenparlament setzt sich seit 30 Jahren für ein menschlicheres Hamburg ein. Seit der ersten Parlamentssitzung im März 1996 haben mehr als 1.750 soziale Projekte in der Hansestadt über 20 Millionen Euro für ihre Arbeit erhalten. Bei der Jubiläumssitzung stimmten die Mitglieder diese Woche erstmalig auch über Projekte mit längerer Laufzeit ab. Das Hamburger Modell ist insgesamt ein Exportschlager: In Deutschland und der Schweiz haben sich nach seinem Vorbild 21 weitere Spendenparlamente gebildet. Ein Treffen aller Parlamente und die offizielle Jubiläumsfeier finden am 19. Juni im Hamburger Rathaus statt.
Hamburg, 20. März 2026 – Nach dem Grundsatz „Gegen Armut und Isolation – für soziale Teilhabe und Integration“ vergibt das Hamburger Spendenparlament seit 30 Jahren Fördergelder als Anschub- und Überbrückungsfinanzierung an soziale Projekte. Bei der Jubiläums-Parlamentssitzung stimmten die Mitglieder des ehrenamtlich arbeitenden Vereins diese Woche über die Vergabe von 1,16 Mio. Euro an 23 Projekte aus Hamburg ab.
„Die vorgestellten Projekte zeigen die Vielfalt, aber auch Nöte von Hamburg. Während öffentliche Fördermittel abnehmen, spüren wir eine Zunahme des Hilfsbedarfs. Die Fördersumme war mit über 1 Mio. Euro deshalb auch so groß wie nie zuvor“, erklärt Uwe Kirchner, Vorsitzender des Vorstands. Darunter waren erstmalig auch zwei Projekte mit längeren Laufzeiten und besonders großer Fördersumme: Eine neue medizinische Praxis für obdach- und wohnungslose Menschen des Diakonischen Werks im Münzviertel mit dreijähriger Förderung in Höhe von 437.309 Euro sowie ein neues Kultur- und Bildungszentrum des Vereins Lüttville für Kinder, Jugendliche und Familien in Wilhelmsburg mit dreijähriger Förderung von insgesamt 266.082 Euro. „Nachhaltige Wirksamkeit entsteht vor allem durch Stetigkeit und Verlässlichkeit. Deshalb werden wir einzelne ausgewählte Projekte von hoher sozialer Bedeutung in Hamburg künftig auch über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren fördern. Ermöglicht wird dies durch unsere Stiftung Hamburger Spendenparlament, die vor zehn Jahren aus einem großen Nachlass gegründet wurde“, erläutert Uwe Kirchner.


