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Online Abstimmung Parlamentssitzung

Liebe Parlamentarierinnen, liebe Parlamentarier des Hamburger Spendenparlaments,

Am 19. März 2026 um 17:30 findet unsere 92. Parlamentssitzung im KörberForum der Körber-Stiftung, Kehrwieder 12, 20457 Hamburg Forum statt. Wir freuen uns, Sie dort zu sehen.
Falls Sie nicht teilnehmen können, können Sie vorab hier online abstimmen. Die Abstimmung ist online bis zum 14. März möglich.

Auf der Parlamentssitzung werden wir über 23 Projektanträge mit einer Fördersumme von 1.173.047 Euro beraten und abstimmen. Alle Anträge wurden von unserer Finanzkommission sorgfältig geprüft und die Informationen zu den Anträgen finden Sie in der Vorlage der Finanzkommission. Zwei der Anträge (Nummer 11 und 12) haben ein neues Prinzip: Es handelt sich um geplante Projektförderungen mit längeren Laufzeiten. Alle Infos zum Konzept der Langfrist-Projekte haben Sie mit dem Einladungsschreiben erhalten oder Sie finden Sie hier (Projekt 11 / Projekt 12)

Bitte beachten Sie außerdem, dass turnusmäßig Neuwahlen des Präsidiums und von vier Mitgliedern der Finanzkommission anstehen. Alle Bewerberinnen und Bewerber sind Ihnen bekannt – sie sind seit längerem im Amt. Die Bewerberinnen und Bewerber finden Sie ebenfalls in diesem Formular.

    Projekt 1

    Anschaffung eines E-Busses - Ev.-luth. Reiherstieg-Kirchengemeinde
    Stadtteil: Wilhelmsburg Kriterium: Armut Ansprechpartner FIKO: Christian Wolff

    Neben der üblichen Gemeindearbeit engagiert sich die ev.-Luth. Reiherstieg-Kirchengemeinde auch sehr stark in der sozial-diakonischen Arbeit im sozial schwachen Stadtteil Wilhelmsburg. Im Projekt Herzhaft (2023 durch das HSP finanziert) werden zweimal pro Woche warme Essen angeboten, es gibt eine Kleiderkammer und Duschmöglichkeiten für Obdachlose und die Gemeinde stellt zwei Schlafplätze in Containern zur Verfügung. Auch in der Senioren- und Jugendarbeit ist die Gemeinde sehr aktiv. Die ev.-Luth. Reiherstieg-Kirchengemeinde finanziert sich durch Kirchensteuern und Spenden. Die vielfältigen Projekte benötigen eine Transportmöglichkeit für Personen und Materialien. Aus diesem Grund möchte die Gemeinde einen gebrauchten E-Bus anschaffen. Die notwendige Ladeinfrastruktur ist bereits vorhanden. Die Anschaffungskosten für den E-Bus werden mit ca. 50.000 Euro veranschlagt. Davon sind bereits 19.000 Euro bei anderen Spendern bewilligt und eine weitere Anfrage über 15.000 Euro ist beantragt. Das HSP wird um eine Spende von 15.000 Euro gebeten. Der Rest wird aus Eigenmitteln gedeckt.

    Antragssumme: 15.000,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 15.000,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 2

    Helferteam Hamburg-Mitte - Bürger helfen Bürgern e.V. Hamburg
    Stadtteil: Mümmelmannsberg Kriterium: Armut Ansprechpartner FIKO: Claas Grot

    Bürger helfen Bürgern e.V. ist in vielfältigen, sozialen Aktionen in Hamburg tätig und verfügt über ein großes Netzwerk von ehrenamtlichen Mitarbeitern. Das Helferteam Rothenburgsort, betreibt die dortige Lebensmittelausgabe in Kooperation mit der Hamburger Tafel und regionalen Unternehmen und bietet außerdem eine Anlaufstelle für sozial schwache und hilfesuchende Menschen im Stadtteil. Das Hilfsangebot umfasst u. a Angebote aus dem Bereich Mentoring und Unterstützung durch ehrenamtliche Handwerker-Dienste. Beantragt wird der Aufbau einer Lebensmittelausgabe in Mümmelmannsberg über einen Zeitraum von zunächst einem Jahr. Dabei engagieren sich Ehrenamtliche, unterstützt von zwei geringfügig beschäftigten Fahrern. Außerdem wird in Rothenburgsort ein Kühlraum benötigt, damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Für die Anschaffung des Kühlraums incl. Einrichtung werden 37.000 Euro benötigt, die Lohnkosten der beiden Fahrer betragen 18.960 Euro, die laufenden Kosten für Kühlraum und Transport 12.000 Euro. Der Träger wurde mehrfach vom HSP unterstützt, zuletzt 2022 aus dem Sonderprogramm Ukraine-Flüchtlingshilfe.

    Antragssumme: 67.960,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 67.960,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 3

    Offener Kinder und Jugendtreff - Alevitische Jugend Hamburg e.V
    Stadtteil: Altona Kriterium: Armut Ansprechpartnerin FIKO: Anette Engelhardt

    Die Alevitische Jugend e.V. ist ein gemeinnütziger Jugendverband, der sich der Förderung von Kindern und Jugendlichen mit alevitischem Hintergrund sowie aller jungen Menschen im Stadtteil verpflichtet fühlt. Der Träger plant die Einrichtung eines offenen Kinder- und Jugendtreffs, der als sicherer und niedrig-schwelliger Begegnungs- und Unterstützungsort für junge Menschen unabhängig von Herkunft und Religion im Stadtteil dienen soll. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen Teilhabe und Integration von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil. Es sollen Hilfestellung bei schulischen Problemen, Anträgen bei Behörden und Beseitigung bei Einsamkeitsproblemen gegeben werden. Dazu gehört auch der Umgang mit digitalen Geräten, wie Laptop und PC sowie Freizeitgestaltung mit Playstation, Brettspielen und andere Spielvariationen. Das Miteinander wird gefördert. Es sollen Seminare zu bestimmten Themen abgehalten werden. Auf Antirassismus-Prävention wird viel Wert gelegt. Für 12 Monate werden die Kosten für Miete (9.600 Euro), digitale Ausstattungen (7.300 Euro), Freizeit und Spiele (1.310 Euro) sowie Honorare für pädagogische Unterstützung (1.590 Euro), insgesamt 19.800 Euro, beantragt.

    Antragssumme: 19.800,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 19.800,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 4

    Schanzenzelt für alle! - Die Rot(Z)nasen
    Stadtteil: Sternschanze Kriterium: Isolation Ansprechpartner FIKO: Michael Kaib

    Die Circusschule „Die Rot(Z)nasen“ veranstaltet Circus-Kurse in unterschiedlichen Hamburger Stadtteilen als Nachmittagskurse an verschiedenen Schulen sowie dem Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte. Darüber hinaus werden offene Projektwochen für Kinder und Jugendliche angeboten. Zentral an dem Konzept ist die Erschaffung von Räumen der Teilhabe und der sozialen Stärkung, insbesondere für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien. Über die Teilnahme an den Kursen und Aufführungen schaffen die Rot(Z)nasen einen geschützten, wertfreien Raum, in dem nicht Herkunft, Einkommen oder Bildungsstand zählen, sondern Neugier, Mut und Freude am gemeinsamen Lernen. Alle Aktivitäten des Vereins werden durch Spenden, Fördermittel und Mitgliedsbeiträge finanziert. Ein jährliches Highlight sind die Aufführungen an einem verlängerten Juniwochenende im Schanzenzelt. Alle Gruppen, die sonst wöchentlich zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Stadtteilen trainieren, kommen hier zusammen. In einem echten Zirkuszelt präsentieren sie die Stücke, die sie im Laufe des Jahres erarbeitet haben. Das Schanzenzelt wird zu einem offenen Ort der Begegnung, des gemeinsamen Erlebens und des gefeierten Miteinanders. Die Sach- und Honorarkosten des Schanzenzelts betragen 8.400 Euro. Abzüglich weiterer Spenden und Eintrittsgelder werden beim HSP 5.900 Euro beantragt.

    Antragssumme: 5.900,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 5.900,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 5

    Surf-Camp für Kinder und Jugendliche - The Social Surf Club
    Stadtteil: ganz Hamburg Kriterium: Armut Ansprechpartner FIKO: Claas Grot

    Seit 2013 ermöglicht The Social Surf Club e.V. Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Lebenssituationen die Erfahrungen eines geschützten Raumes in Form von Surf- und Freizeitcamps, unabhängig von finanzieller Situation oder gesellschaftlichem Status. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und helfen den Jugendlichen, Hindernisse, Grenzen und Unterschiede zu überwinden. Gemeinsam mit ca. 22 Kindern und Jugendlichen sowie 12 Betreuer*innen geht es für zwei Wochen in den Norden Dänemarks zum Wellenreiten. Dort wird ein Selbstversorgerhaus gemietet, das genug Raum für alle Teilnehmenden bietet und über eine große Küche für gemeinsames Kochen, einen Fußballplatz, eine Lagerfeuerstelle u.v.m. verfügt. Mit geschulten Surflehrer*innen und einem Assistenzteam lernen die Kinder ihre ersten Manöver auf den Surfbrettern und bauen dabei ganz automatisch Vertrauen zu den Betreuer*innen auf. Mit einer vegan- vegetarischen Küche wird auf eine gesunde Ernährung der Teilnehmenden geachtet. Die Gesamtkosten betragen 22.000 Euro, von denen der Träger 2.000 Euro aus Eigenmitteln finanziert.

    Antragssumme: 20.000,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 20.000,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 6

    Maßnahmen zur psychosozialen Stärkung von Kindern einer 5. Klasse - Verein zur Förderung der Nelson-Mandela-Schule im Stadtteil Kirchdorf e.V.
    Stadtteil: Wilhelmsburg Kriterium: Isolation Ansprechpartnerin FIKO: Brigitte Hullmann

    Die Nelson-Mandela-Schule ist eine Stadtteilschule in Kirchdorf mit rd. 1.200 Schülerinnen und Schülern. Sie ist im Sozialindex der Schulbehörde mit Faktor 2 (ungünstiger sozialer Hintergrund der Schülerschaft) bewertet, 87 % der Kinder haben einen Migrationshintergrund. Der Schulverein leistet finanzielle Unterstützung für sozial-ökonomisch schwache Schülerinnen und Schüler, z.B. bei Klassenfahrten und Kulturveranstaltungen und finanziert Preise bei Schulwettbewerben, um die Motivation und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Insbesondere in einer der drei 5. Klassen weist rd. ein Drittel der Kinder diverse psycho-soziale Auffälligkeiten auf, die ein Zusammenwachsen des Klassenverbandes erheblich erschweren. Über die schulischen Unterstützungssysteme hinaus soll für diese Klasse vor den Sommerferien ein dreitägiger Workshop unter der Leitung eines erfahrenen Konflikt- und Kommunikationstrainers stattfinden. Er hat das Ziel, die sozialen Kompetenzen der Kinder zu stärken, die Teambildungsprozesse zu fördern und Strategien zur Vermeidung von Konflikten zu vermitteln. Die Kosten für drei Workshoptage betragen 2.520 Euro. Der Schulverein bringt ein Drittel Eigenmittel = 840 Euro ein, der Antrag an das HSP beträgt 1.680 Euro.

    Antragssumme: 1.680,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 1.680,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 7

    Yoga für Haftentlassene – Stabilisierung in der Übergangsphase - Yoga für alle e.V. / YOGAHILFT
    Stadtteil: Mitte Kriterium: Isolation Ansprechpartnerin FIKO: Christiane Buck

    Yoga für alle e. V. ist eine gemeinnützige Organisation, die Yoga gezielt für Menschen zugänglich macht, die aufgrund von Armut, sozialer Ausgrenzung sowie Isolation und Einsamkeit keinen Zugang zu gesundheits¬fördernden Angeboten haben. Der Verein hat ein spezielles Yoga-Format entwickelt: YOGAHILFT, Yoga für Menschen mit besonderen psychischen Belastungen. Yoga-Unterrichtende werden vom Verein speziell für dieses Format weiterqualifiziert. Seit 2018 werden in der JVA Fuhlsbüttel mit Gefangenen im Regelvollzug diese speziellen Yoga-Kurse durchgeführt. Jetzt möchte der Verein einen Pilotkurs mit Haftentlassenen durchführen mit Unterstützung von Kooperationspartnern (Träger aus der Eingliederungshilfe). Die Kooperationspartner stellen die Räume zur Verfügung und übernehmen 30 % der Übungsleiterpauschale. Der Verein beantragt die Förderung eines Pilotkurses für ein Jahr (Übungsleiterpauschale, Personalaufwand, Sachkosten).

    Antragssumme: 3.648,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 3.648,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 8

    Luthergarten - Luthergemeinde Bahrenfeld- Luthergarten
    Stadtteil: Bahrenfeld Kriterium: Isolation Ansprechpartner FIKO: Cay Dingwort

    Der Luthergarten ist ein 14.000 m² großer Gemeinschaftsgarten in Bahrenfeld. Hier haben vor zehn Jahren Menschen aus der Luthergemeinde und aus der Nachbarschaft eine Brache von Müll und Altlasten befreit und eine grüne Oase in der Stadt geschaffen. Es gibt dort einen Garten der Stille, einen Hochbeetbereich, ein Backhaus mit einem Holzofen, eine offene Werkstatt, Hühner, Tauben und Bienen, eine kleine Küche, einen Blühgarten, einen Gemüse- und Kräutergarten, einen Gartenkinderbereich und Vieles mehr. Ziel ist es, in dem großen Garten mit seinen vielfältigen Möglichkeiten niedrigschwellig Gemeinschaft zu schaffen, gerade einsamen Menschen eine Art Zuhause zu bieten. Bewirtschaftet wird der Garten durch eine Kerngruppe von etwa 60 Personen, während des Jahres kommen mehr als 500 Personen zu den verschiedenen Aktivitäten und Veranstaltungen. Finanziert wird der Betrieb des Gartens durch Spendenmittel. Um einen größeren, vielfältig genutzten hölzernen Schuppen zu erhalten, benötigt dieser ein neues Dach. Ein dem Luthergarten verbundener Tischler hat hierfür eine Materialliste erstellt und die Sachkosten ermittelt (4.825 Euro). Die Arbeiten selbst würde der Tischler unentgeltlich ausführen. Außerdem sollen verschiedene Werkzeuge angeschafft werden (3.670 Euro), die zunächst für den Bau des Daches eingesetzt werden, vor allem aber anschließend den Betreibern des Gartens zur Weiternutzung zur Verfügung stehen. Die Gesamtkosten von 8.495 Euro werden beim HSP beantragt. Die Luthergemeinde Bahrenfeld ist in den vergangenen 15 Jahren dreimal vom HSP gefördert worden.

    Antragssumme: 8.495,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 8.495,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 9

    Willkommen im Wilden Osten/Süden - Freibeuter e.V.
    Stadtteil: Rothenburgsort, Wilhelmsburg, Bahrenfeld u. a. Kriterium: Armut Ansprechpartnerin FIKO: Brigitte Hullmann

    Freibeuter e. V. plant die Durchführung von vier einwöchigen Ferienprogrammen zum Thema essbare Wildpflanzen für ca. 100 Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren. Das Projekt ermöglicht Kindern aus sozial benachteiligten Stadtteilen, die ihre Ferien aufgrund finanzieller und/oder sozialer Rahmenbedingungen überwiegend in Hamburg verbringen, ein kostenfreies, wohnortnahes und bildungsorientiertes Ferienangebot. Jedes Feriencamp umfasst fünf Projekttage à 3 Zeitstunden. Um eine verlässliche Betreuung und eine persönliche Ansprache zu gewährleisten, ist die Zahl der teilnehmenden Kinder auf 20 pro Tag begrenzt. Die Projekttage sind modular aufgebaut, sodass auch Kinder, die nicht an allen Tagen teilnehmen können, problemlos einsteigen können, während regelmäßig teilnehmende Kinder kontinuierlich neue Inhalte kennenlernen. Im Mittelpunkt steht das entdeckende Lernen. Die Kinder erkunden Naturräume im eigenen Stadtteil, lernen heimische essbare Wildpflanzen kennen, sammeln diese und verarbeiten sie anschließend gemeinsam zu einfachen Snacks und Getränken. Ergänzend kommen spielerische, kreative und experimentelle Methoden zum Einsatz, um ökologische Zusammenhänge, gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit altersgerecht zu vermitteln. Für Personal- und Honorarkosten (10.000 Euro) und Sachkosten (2.900) werden 9.000 Euro beim HSP beantragt, der Differenzbetrag wird über Spenden und Eigenmittel gedeckt.

    Antragssumme: 9.000,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 9.000,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 10

    Senior Initiative -Gegen Einsamkeit und Isolation- Fortsetzung 2026 - Hajia Adiza eV
    Stadtteil: Alle Kriterium: Isolation Ansprechpartnerin FIKO: Anette Engelhardt

    Hajia Adiza e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Hamburg, der sich seit mehreren Jahren in der sozialen, kulturellen und bildungsbezogenen Arbeit mit benachteiligten Zielgruppen engagiert. Die Aufgaben-felder des Trägers umfassen Konzeption, Organisation und Umsetzung sozialer Projekte für Kinder, Jugendliche, Familien und Seniorinnen und Senioren. Von April bis Dezember 2026 werden monatlich Lebensmittel- und Hygienepakete an jeweils 20 besonders bedürftige Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung mit afrikanischem Migrations-hintergrund verteilt, insgesamt an 180 Personen. Die Pakete werden bedarfsgerecht zusammengestellt und berücksichtigen kulturelle sowie gesundheitliche Anforderungen. Ergänzend zur materiellen Unterstützung umfasst das Projekt regelmäßige Haus- und Heimbesuche sowie telefonische Begleitung durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Diese persönlichen Kontakte haben sich bereits im ersten Projektzeitraum als besonders wirksam erwiesen, um Einsamkeit zu reduzieren, Vertrauen aufzubauen und die gesellschaftliche Teilhabe der Teilnehmenden zu stärken. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit afrikanischen Gemeinden, Pflegeeinrichtungen und lokalen Partnern umgesetzt und baut gezielt auf den im Zeitraum 2025 gewonnenen Erfahrungen und bestehenden Netzwerken auf. Es ist eine Fortsetzung des bereits erfolgreich durchgeführten Projekts im Jahr 2025, das vom HSP finanziert wurde. Beantragt werden insgesamt 15.000 Euro Sachkosten für Lebensmittel- und Hygienepakete sowie für Transport und Verpackungsmaterial.

    Antragssumme: 15.000,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 15.000,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 11

    Kultur- und Bildungszentrum in Wilhelmsburg am Turnplatz - Lüttville e.V.
    Stadtteil: Wilhelmsburg Kriterium: Armut Ansprechpartnerin FIKO: Gisela Seiler

    „Lüttville e.V. – Verein zur Förderung der kulturellen Vernetzung und Bildung“ wurde 2009 mit dem Ziel gegründet, Kunst-, Kultur- und Bildungsarbeit mit Kindern zu fördern. Am 15.000 m2 großen TURNPLATZ soll ein neuer Ort in Kirchdorf Süd für Kreativität, Sport, Bildung, Austausch und Nachbarschaft geschaffen werden. Ein vielfältiges, größtenteils kostenloses und niedrigschwelliges Programm für Kinder und Jugendliche und ihre Familien aus der Nachbarschaft soll sich aus Angeboten verschiedener Kooperationspartner aus Wilhelmsburg und darüber hinaus zusammensetzen. Neben regelmäßigen künstlerischen, handwerklichen, sportlichen und weiteren pädagogischen sowie Bildungsangeboten soll die Lüttville Ferienfreizeit einen der größten Programmpunkte im Jahr darstellen. Des Weiteren sind Kooperationen mit den umliegenden acht Schulen im Rahmen der Ganztagsbetreuung geplant. Der Träger finanziert sich aus Spenden und Zuwendungen. Insgesamt belaufen sich die Kosten für einen Projektzeitraum von drei Jahren auf 1,1 Mio. Euro. Das HSP wird gebeten, die Personalkosten für drei Jahre in Höhe von 266.082 Euro zu übernehmen. Die Summe soll in drei Raten ausgezahlt werden: 2026 100.012 Euro, 2027 82.010 Euro, 2028 84.060 Euro. Nähere Informationen entnehmen Sie der beigefügten Detailinformation zu Lüttville.

    Antragssumme: 266.082,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 266.082,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 12

    Praxis im Diakonie-Haus Münzviertel - Diakonisches Hilfswerk - Diakonisches Werk Hamburg
    Stadtteil: Hamburg Kriterium: Obdachlosigkeit Ansprechpartnerin FIKO: Gisela Seiler

    Die Diakonie baut im Münzviertel ein neues Haus mit 40 Wohnungen für Menschen, die auf dem freien Wohnungsmarkt keine Wohnung finden würden, weil sie obdachlos sind oder besonderen Unterstützungs-bedarf haben. Im Untergeschoss entsteht auf 172 qm eine neue Arztpraxis für Menschen in prekären Lebenssituationen. Sie verfügt über einen eigenen Wartebereich, drei Behandlungsräume, einen Raum für Sozialarbeit, einen Aufenthaltsraum für die Beschäftigten (ehrenamtliche Ärzte, angestellte medizinische Fachkräfte), einen Laborraum, einen EKG-Raum und ein Leitungsbüro. Für diese Praxis bittet die Diakonie das HSP um Unterstützung. In Hamburg gibt es mehrere medizinische Hilfsangebote, die jedoch meist auf die akute Erstversorgung abzielen. Die neue Arztpraxis im Münzviertel arbeitet wie eine Hausarztpraxis mit festen Sprechzeiten, vertrauten Ansprechpartnern und einer laufenden Dokumentation der Krankengeschichte. Zentrales Element ist die gezielte, aufeinander abgestimmte medizinische und soziale Unterstützung. So erhalten die Patienten eine verlässliche Behandlung, die individuelle Probleme berücksichtigt. Die neue Praxis führt die Arbeit der bisherigen Praxis Andocken fort, die hauptsächlich geflüchteten Menschen ohne Krankenversicherung geholfen hat. Zusätzlich soll es ein Angebot für obdach- und wohnungslose Menschen geben. So soll ein zentraler medizinischer Anlaufpunkt für obdach- und wohnungslose Menschen entstehen, der erstmals in Hamburg für eine größere Gruppe von Menschen medizinische und sozialrechtliche Betreuung miteinander verbindet. Eine enge Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Einrichtungen wie Praxis ohne Grenzen, Krankenmobil, CariCare, Alimaus ist geplant. Der bereits heute stattfindende Austausch unter diesen Einrich¬tungen soll intensiviert werden, weil es viel Potenzial für sinnvolle Ergänzungen gibt. Die Diakonie ist in der Lage, die bisherige Praxis Andocken weiterzuführen. Eine Erweiterung auf die neue Zielgruppe ist aber nur mit Unterstützung durch das HSP möglich. Mit vier Sprechstunden pro Woche (1 Sprechstunde = 4 Zeitstunden) werden bisher in der Praxis Andocken jährlich 500 - 550 Patienten versorgt. In mehreren Schritten ist bis 2029 für die neue Praxis eine Steigerung der Patientenzahl auf rund 1.000 Patienten pro Jahr vorgesehen, also eine Verdopplung der bisherigen Leistung. Die Zusatzkosten für die Erweiterung des Praxisangebots auf die Zielgruppe der Obdachlosen für drei Jahre liegen insgesamt bei 437.309 Euro, davon sind 324.249 Euro Kosten für die Aufstockung des Personals, 113.060 Euro fallen für Sachkosten an. Die Summe soll in vier Raten ausgezahlt werden: 2026: 36.103 Euro, 2027: 144.432 Euro, 2028: 180.004 Euro, 2029: 76.770 Euro. Nähere Informationen entnehmen Sie der beigefügten Detailinfo zur Praxis im Diakonie-Haus.

    Antragssumme: 437.309,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 437.309,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 13

    Kunstkarawane - Elbdeich e.V.
    Stadtteil: Harburg, Neugraben, Morrburg, Altenwerder, Wilstorf, Hausbruch, Eißendorf, Heimfeld... Kriterium: Isolation Ansprechpartnerin FIKO: Ulrike van der Ven

    Das Projekt Kunstkarawane ist ein mobiles, offenes und kostenfreies Kunstprojekt, das wechselnde künstlerische Angebote in Unterkünften für Geflüchtete sowie in öffentlichen Einrichtungen im Bezirk Harburg/Süderelbe realisiert. Ziel ist die Förderung von Teilhabe und Integration sowie der Austausch zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern der Unterkünfte und bestehenden soziokulturellen Einrichtungen. Die Kunstkarawane ist an verschiedenen Standorten tätig, darunter Unterkünfte in Neugraben, Neuwiedenthal und Moorburg, in der Bücherhalle Harburg sowie in einem Jugendheim. Für den Projektzeitraum von einem Jahr sind insgesamt 30 Termine geplant. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 21.500 Euro, beim HSP werden 5.500 Euro für Materialkosten beantragt.

    Antragssumme: 5.000,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 5.000,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 14

    Akkubetriebene Gartengeräte zum Schutz des inklusiven Gartenteams - Das Geld hängt an den Bäumen
    Stadtteil: Hamburg Kriterium: Isolation Ansprechpartnerin FIKO: Gisela Seiler

    Die gemeinnützige GmbH "Das Geld hängt an den Bäumen" bietet seit über fünfzehn Jahren Menschen mit Behinderungen, Langzeitarbeitslosen oder ehemals Obdachlosen, eine sinnvolle und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Aktuell werden 16 dieser Personen beschäftigt. Die bisher im Einsatz befindlichen Gartengeräte sind etwa 10 Jahre alt und müssen ersetzt werden. Dazu sollen sechs akkubetriebene Profi-Gartengeräte und das zugehörige Ladegerät angeschafft werden. Solche Geräte sind zwar erheblich teurer als konventionelle Geräte, dienen aber unmittelbar dem Arbeits- und Gesundheitsschutz der körperlich nur eingeschränkt belastbaren Mitarbeitenden. Akkugeräte sind leichter, vibrationsärmer, ergonomischer, leiser und emissionsfrei. Der Träger finanziert sich aus Erlösen für Saftverkauf und Gartenlandschaftspflege sowie Spenden. Die Anschaffungskosten betragen 7.000 €. Das HSP wird um Unterstützung in Höhe von 6.300 € gebeten, 10% übernimmt der Träger als Eigenanteil. Das HSP hat den Träger seit 2016 bereits viermal gefördert, zuletzt 2025 für die Anschaffung eines Balkenmähers.

    Antragssumme: 6.300,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 6.300,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 15

    Aufbewahrung für Lehr- und Kursmaterialien Elternschule Altona - Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein Max-Zelck-Straße 1 22459 Hamburg
    Stadtteil: Altona Kriterium: Isolation Ansprechpartner FIKO: Cay Dingwort

    Die Elternschule Altona ist ein zentraler Treffpunkt für Familien und Bezugspersonen von der Schwangerschaft bis zum Grundschulalter. Sie bietet ein breites Spektrum niedrigschwelliger Angebote, darunter Eltern-Kind-Gruppen, Mutter- und Vater-Kind-Gruppen, DELFI- und Babykurse, offene Treffs, Informationsveranstaltungen sowie Beratung. Die große Zahl von Materialien, Gebrauchsgegenständen, Spielzeug und auch Musikinstrumenten lagern bisher mangels Alternativen offen und in der Regel gestapelt in den Räumen der Elternschule. Dieses führt zu Unübersichtlichkeit, erhöhtem Verschleiß und birgt auch ein Unfallrisiko durch die vielen (Klein-)Kinder, die in den Räumen spielen und krabbeln. Der Träger beabsichtigt daher, in drei Räumen größere Schränke zu installieren, um in diesen das Genannte unterbringen und auch verschließen zu können. Wegen der Nutzungsanforderungen und der Räumlichkeiten in dem denkmalgeschützten Altbau ist dieses nur durch handwerkliche Einzelanfertigung möglich. Die Kosten betragen nach einem von der Elternschule eingeholten Angebot 29.500 Euro. Hiervon will die Elternschule 3.000 Euro durch andere Spenden finanzieren und beantragt den Rest beim HSP. Sehr unterschiedliche soziale Aktivitäten des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein wurden in der Vergangenheit mehrfach gefördert.

    Antragssumme: 26.500,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 26.500,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 16

    PonyStärke - Sprungbrett e.V.
    Stadtteil: Bergedorf Kriterium: Isolation Ansprechpartnerin FIKO: Christiane Buck

    Seit 2021 gibt es das Projekt PonyStärke. Auf einem Hof mit 4 Ponys und weiteren Tieren (Ziegen,Hühner, Katzen und Hund) findet tiergestützte heilpädagogische Arbeit mit Kindern im Grundschulalter in kleinen Gruppen statt. Die Kinder kommen aus der Wohnunterkunft Mittlerer Landweg und haben alle eine eigene Fluchtgeschichte. Die Auswahl der Kinder erfolgt vor Ort in der Unterkunft in Zusammenarbeit mit den Sozialberatern für Familienhilfe. Die heilpädagogische Arbeit auf dem Hof findet entweder einmal wöchentlich einen Nachmittag für sechs Monate oder beim Ferienangebot eine Woche lang jeden Vormittag statt. Die Gesamtkosten für die Durchführung des Projekts für ein Jahr in Höhe von rd. 25.500 Euro setzen sich aus den Personalkosten für die Sozialpädagogin und Sach- und Betriebskosten zusammen. 10.000 Euro sind bei der Postcode-Lotterie beantragt, 11.000 Euro beim HSP, den Rest bring der Verein als Eigenmittel ein.

    Antragssumme: 11.000,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 11.000,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 17

    Überbrückungsfinanzierung für das Bahnhofsmissions-Projekt Notpflege am Hauptbahnhof - hoffnungsorte hamburg - Verein für Innere Mission in Hamburg - Hamburger Stadtmission
    Stadtteil: Hamburg-Altstadt, direkt am Hauptbahnhof Kriterium: Obdachlosigkeit Ansprechpartnerin FIKO: Brigitte Hullmann

    Kurz nach Inbetriebnahme des Neubaus der Bahnhofsmission Hamburg wurde dort im April 2023 eine Notpflegestelle eingerichtet. Vier ausgebildete Pflegekräfte (2,17 VZÄ) bieten von Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr obdachlosen pflegebedürftigen und körperlich stark eingeschränkten Menschen pflegerische Versorgung und Hygieneangebote. In eigens dafür eingerichteten barrierefreien Räumen gibt es einen Duschbereich sowie zwei Behandlungsplätze, z.B. für die Wundversorgung, die Behandlung gegen Läuse und Krätze sowie die medizinische Fußpflege. Das Notpflegeprojekt wird bis Ende April 2026 überwiegend aus Mitteln des Deutschen Hilfswerks (Fernsehlotterie), des Fördervereins Pflegemission am Hauptbahnhof e.V. und Eigenmitteln des Trägers finanziert. Das Projekt ist einzigartig in Deutschland, es wirkt unmittelbar positiv auf die Gesundheit und die Erhaltung der Selbstständigkeit, es entlastet die Einrichtungen der Obdachlosenhilfe und nicht zuletzt die stationäre Notfallversorgung. Die Mitarbeiterinnen gehen auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und medizinischen Bedarfe der Gäste ein, sie bieten Kontinuität und schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre. Darüber hinaus kooperieren sie eng mit anderen Hilfeangeboten für Obdachlose, so dass Absprachen und Überleitungen erleichtert werden. Anträge bei der Sozialbehörde zu einer Anschlussfinanzierung ab Mai 2026 wurden mit dem Hinweis auf den bereits verplanten Haushalt 2026 abgewiesen, eine Kostenübernahme ab dem Doppelhaushalt 2027/28 aber konkret in Aussicht gestellt. Um die Finanzierungslücke von 8 Monaten bis Ende 2026 zu überbrücken, beantragt der Träger beim HSP 80.000 Euro, das entspricht rd. der Hälfte des Bedarfs. Die restlichen Mittel werden über Spenden und Eigenmittel finanziert. Das HSP hat bereits zahlreiche Projekte der hoffnungsorte hamburg unterstützt. Für die Arbeit der Bahnhofsmission erhielt der Träger bisher keine Förderung.

    Antragssumme: 80.000,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 80.000,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 18

    Teilhabe und Perspektiven schaffen für Menschen mit prekärem Aufenthalt - Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein
    Stadtteil: ganz Hamburg Kriterium: Isolation Ansprechpartner FIKO: Christian Wolff

    Der Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein ist einer der beiden Hamburger Kirchenkreise. Er finanziert sich hauptsächlich aus Kirchensteuern, staatlichen Zuwendungen und zum kleineren Teil aus Spenden. In enger Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis West sowie der Landesdiakonie besteht der Arbeitskreis zur Flüchtlingsarbeit, welcher das Projekt koordiniert. In Hamburg leben schätzungsweise 6.000 bis 22.000 Menschen ohne gültigen Aufenthaltstitel. Diese arbeiten u.a. in der Gastronomie, der Pflege und anderen Bereichen der Schattenwirtschaft. Ihr Leben und das ihrer Familienangehörigen findet aufgrund ihres unsicheren Aufenthaltsstatus im Verborgenen statt. Menschen ohne Papiere sind deshalb besonders häufig von Arbeitsausbeutung und anderen Menschenrechtsverletzungen betroffen. Bereits bestehende migrantische Communities sind wichtige Anknüpfungspunkte für Menschen ohne Papiere. Das Projekt zielt darauf ab, die in diesen Communities bereits stattfindende Unterstützung für Menschen ohne Papiere zu stärken und zu professionalisieren. Im Mittelpunkt stehen der Schutz vor Arbeitsausbeutung und Menschenrecht-verletzungen sowie der erleichterte Zugang zu grundlegenden Rechten, etwa in den Bereichen Arbeit, Gesundheit und Bildung. Konkret sollen wöchentlich Workshops in den verschiedenen Communities angeboten werden. Über dieses Angebot werden geschätzt 600 bis 800 Menschen erreicht. Zusätzlich wird mit bis zu 150 juristischen Einzelberatungen gerechnet. Die Kosten des Projekts belaufen sich für zwölf Monate (Start April 2026) auf ca. 81.000 Euro, davon rd. 54.700 Euro für Personalkosten, 16.900 Euro für Honorarkosten für Sprachvermittlung und juristische Beratung sowie 9.400 Euro für Sachkosten Beim HSP wird eine Förderung von 70.000 Euro beantragt. Der Rest wird aus Eigenmitteln getragen. Der Träger wurde schon mehrfach für unterschiedliche Projekte vom HSP unterstützt.

    Antragssumme: 70.000,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 70.000,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 19

    Finanzierung eines LKWs für die Sachspendenlogistik - Hanseatic Help e.V.
    Stadtteil: Ganzes Stadtgebiet Kriterium: Armut Ansprechpartnerin FIKO: Sabine Haentjes

    Hanseatic Help e.V. fungiert seit 2015 als Kleiderspenden-Annahmestelle, Soziallogistik-Zentrum, Netzwerkpartner und Begegnungsstätte für Menschen mit den unterschiedlichsten Biografien. Dank vieler ehrenamtlicher Menschen können regelmäßig mehr als 300 gemeinnützige Einrichtungen in Hamburg kostenfrei und bedarfsorientiert mit Kleider- und Hygienespenden versorgt werden. Seit 2020 betreibt der Verein drei Hanseatic Help Stores. Für Kleiderspenden, die im gemeinnützigen Sektor keine Verwendung finden, entwickelt Hanseatic Help Verwertungskonzepte im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Der Träger finanziert sich zu etwa 35% aus öffentlichen Fördermitteln der Freien und Hansestadt Hamburg. Den größeren Teil der Projekt- und Betriebskosten wird aus Spenden von Privatpersonen, Unternehmen und Stiftungen gedeckt. Für die Arbeit von Hanseatic Help ist die Funktionsfähigkeit des LKWs lebensnotwendig. Regelmäßig werden Träger, die über kein Fahrzeug verfügen (z.B. Go Banjo, Winternotprogramm, Flüchtlingsunterkünfte...), beliefert, das eigene Außenlager, die 3 Stores und die mobilen Spendenannahmen (z.B. HH-Towers, Festivals) mehrmals in der Woche angefahren. 2024 wurden 677 Touren gemacht und seitdem ist die Anzahl der Fahrten gestiegen. Der aktuelle LKW ist sehr reparaturanfällig und hat demnächst TÜV. Es ist geplant, als Ersatz ein gebrauchtes IVECO Modell mit Hebebühne für 30.000 Euro zu kaufen. 9.000 Euro können aus Eigenmitteln aufgebracht werden, 21.000 Euro werden beim HSP beantragt. Der Verein wurde zuletzt 2025 für die Anschaffung eines Stretchwicklers unterstützt.

    Antragssumme: 21.000,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 21.000,00 Euro zu fördern.

    Ihre Stimme: JaNeinEnthaltung

    Projekt 20

    TrauerPier 27A Hamburg - Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
    Stadtteil: Hamburg-Dulsberg (Standort der Begegnungsstätte), Teilnahme offen für Familien aus ganz Hamburg und Umgebung Kriterium: Isolation Ansprechpartner FIKO: Michael Kaib

    Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Hamburg ist ein gemeinnütziger Wohlfahrtsverband. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in psychosozialen Unterstützungsangeboten, zu denen seit 2025 auch das Projekt TrauerPier 27A gehört. Die Finanzierung der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. erfolgt durch eine Kombination aus öffentlichen Fördermitteln, Einnahmen aus Dienstleistungsverträgen, Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Der Landesverband hat in dieses Pilotprojekt in 2025 knapp 300.000 € für den Umbau der Räumlichkeiten investiert. TrauerPier 27A ist eine kostenfreie und niedrigschwellige Begegnungsstätte im Hamburger Stadtteil Dulsberg, die sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie deren Angehörige richtet, die den Verlust eines nahestehenden Menschen, meist eines Elternteils, durch Tod erfahren haben. Ziel des Projekts ist es, den betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien einen geschützten Raum zur Verfügung zu stellen, in dem sie ihre Trauer offen ausdrücken und gemeinsam bewältigen können. Das Projekt leistet somit wichtige präventive Arbeit zur Verhinderung von psychischen Erkrankungen und sozialer Isolation infolge von Trauer. Aktuell wird eine Trauerbegleitung über 2 Fachkräfte und 50 Ehrenamtliche für 87 Kinder und Jugendliche und ihre Familien ermöglicht. Es besteht eine Warteliste von 30 Personen. Der Träger beantragt – bei jährlichen Kosten von rd. 175.000 – beim HSP die Personalkosten für eine pädagogische Fachkraft mit 25 Std./Woche in Höhe von 37.057 Euro.

    Antragssumme: 37.057,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 37.057,00 Euro zu fördern.

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    Projekt 21

    ArtWelt – Raum für Kreativität und Begegnung gegen Isolation - Norddeutsch-ukrainischer Hilfsstab
    Stadtteil: Hamburg Kriterium: Isolation Ansprechpartnerin FIKO: Ulrike van der Ven

    Das Projekt ArtWelt findet im Ukraïne Haus statt. Ziel ist es, einen Raum für Begegnung und Kreativität für Menschen mit Fluchtgeschichte zu schaffen. Wöchentlich finden bis zu 10 Kunstkurse und Workshops mit unterschiedlichen künstlerischen Schwerpunkten statt, darunter bildende Kunst, Holzarbeiten, ukrainische Volksstickerei, Collage und Modellieren. Die vier Gruppenleiterinnen sind professionelle ukrainische Künstlerinnen, die derzeit ehrenamtlich arbeiten. Geplant ist eine Vergütung mit einer Übungsleiterpauschale. Für 12 Monate ab April 2026 entstehen dadurch Kosten von 13.200 Euro für die Übungsleiterpauschalen, darüber hinaus 2.083 Euro für Materialkosten. Beim HSP werden anteilig 9.226 Euro beantragt. Der Träger wurde für verschiedene Projekte seit 2023 mehrfach gefördert.

    Antragssumme: 9.226,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 9.226,00 Euro zu fördern.

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    Projekt 22

    STADTGEMÜSE Lütte Looge - Stiftung WAS TUN!
    Stadtteil: Eppendorf Kriterium: Isolation Ansprechpartnerin FIKO: Ulrike van der Ven

    WAS TUN! ist eine Hamburger Stiftung für gesellschaftliches Engagement. Sie wurde 2017 von mehreren Freundespaaren gegründet, um sich konkret für Klimaschutz, die Integration von Geflüchteten und die Stärkung der Demokratie einzusetzen. In der Loogestraße wurde 2021 eine spezielle Wohnunterkunft für schwer traumatisierte Frauen und ihre Kinder eröffnet, die auf der Flucht oder in anderen Unterkünften belastende Erfahrungen gemacht haben. Die Bewohnerinnen leben dort weitgehend anonym; die Unterkunft ist rund um die Uhr bewacht. In Abstimmung mit der Einrichtung pachtete die WAS TUN Stiftung 2022 von der Stadt Hamburg die angrenzende Grünfläche und richtete dort einen Gemeinschaftsgarten ein. Ziel ist es, insbesondere den Bewohnerinnen einen geschützten Aufenthaltsort zu bieten, an dem sie sich sicher und zugleich frei fühlen können. Durch regelmäßige wöchentliche Treffen werden soziale Kontakte gefördert, Selbstvertrauen gestärkt, Sprachkenntnisse verbessert und vertrauensvolle Beziehungen aufgebaut. Gleichzeitig steht das Projekt auch der Nachbarschaft offen. Die jährlichen Gesamtkosten betragen ca. 12.000 bis 14.000 Euro, davon rd. 13.000 Euro Personalkosten. Der Träger erhielt für das Projekt vom HSP 5.000 Euro. Um es auch in 2026 fortsetzen zu können, beantragt er 5.000 Euro für anteilige Personalkosten.

    Antragssumme: 5.000,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 5.000,00 Euro zu fördern.

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    Projekt 23

    Schreibdienst und Verweisberatung im Bürgerhaus Bornheide - Hamburg-West / Südholstein
    Stadtteil: Osdorf, Lurup Kriterium: Armut Ansprechpartnerin FIKO: Christiane Buck

    Das Bürgerhaus Bornheide im Wohngebiet Osdorfer Born hat über 20 soziale Angebote und Einrichtungen. Seit über 20 Jahren gibt es auch das Angebot „Schreibdienst und Verweisberatung“. Hier können sich Menschen Hilfe bei der Erledigung behördlichen Angelegenheiten holen z.B. Ausfüllen von Formularen, Anträge stellen, Telefonieren mit Behörden, schriftliche Kündigungen anfertigen, Posthinterlegung für z.Zeit Wohnungslose und v.m. Die Hilfesuchenden sind Menschen mit Handicaps, Obdachlose, Menschen ohne Zugang zu digitalen Kommunikationsmitteln, Geflüchtete ohne deutsche Sprach- und Schreibkenntnisse. Es fragen durchschnittlich 10 Personen am Tag mit den unterschiedlichsten Anliegen Hilfe an. Das Bezirksamt Altona hat den Schreib- und Verweisdienst in der Vergangenheit immer finanziert und hat im Dezember 2025 die Finanzierung ab 2026 eingestellt. Die Personal- und Sachkosten für ein Jahr betragen 25.322 Euro. Davon beantragt der Träger beim HSP 90 % = 22.790 Euro, 10 % erbringt er als Eigenleistung.

    Antragssumme: 22.790,00 Euro
    Empfehlung: Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, das Projekt mit 22.790,00 Euro zu fördern.

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    Feuerwehranträge

    Container für ASB-Lebensmittelausgabe Jenfeld - Arbeiter-Samariter-Bund Hamburg-Nordost e.V.
    Stadtteile: JenfeldKriterium: ArmutAnsprechpartnerin FIKO: Brigitte Hullmann


    Im Januar war der Pavillon, in dem die Waren für die Lebensmittelausgabe des ASB Ortsverbands Nordost in Jenfeld gelagert wurden, durch die Schneelast zerstört worden. Da die provisorische Ersatzfläche ausschließlich für die Lagerung von Konserven, nicht aber für Kartons, Tüten und frische Waren geeignet war, mussten schnell vier Container für eine sachgemäße Aufbewahrung aller Lebensmittel angeschafft werden. Die Gesamtkosten von rd. 37.700 Euro werden überwiegend von verschiedenen Stiftungen getragen. Den noch offenen Betrag von 4.500 Euro beantragte der Träger beim HSP.

    Die Gremien des HSP haben einer Förderung von 4.500 EUR zugestimmt, der Betrag wurde zeitnah ausgezahlt.
    Neuwahlen zur Finanzkommission
    zur Wiederwahl kandidieren vier Mitglieder

    Dr. Ulrike van der Ven - (in der Fiko seit 2022)

    Ihre Stimme:

    Annette Engelhardt - (in der Fiko seit 2023)

    Ihre Stimme:

    Claas Grot - (in der Fiko seit 2022)

    Ihre Stimme:

    Christian Wolff - (in der Fiko seit 2018)

    Ihre Stimme:

    Neuwahlen zum Präsidium
    zur Wiederwahl kandidieren drei Mitglieder

    Dr. Sally Peters - (im Präsidium seit 2022)

    Ihre Stimme:

    Dr. Hinrich Jenckel - (im Präsidium seit 2024)

    Ihre Stimme:

    Jan Busche - (im Präsidium seit 2018)

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