Pressemitteilung vom Hamburger Spendenparlament
Hamburg,
28.Februar 2007
Spendenparlament-Projekt „Franzosenkoppel“ erhält Gesundheitspreis PULSUS
Großer Erfolg für die Arbeit des Hamburger Spendenparlaments: Das sozialtherapeutische Projekt des Schulvereins „Franzosenkoppel e.V.“, das die Bürgerorganisation seit 2002 als Pilotprojekt finanzierte, wurde am 28. Februar 2007 in Berlin mit dem Gesundheitspreis PULSUS der Bild am Sonntag und der Techniker Krankenkasse ausgezeichnet. Die Jury kürte die Einrichtung auf Grund ihrer Bemühungen um die seelische und körperliche Gesundheit ihrer Schülerinnen und Schüler deutschlandweit zur „Gesündesten Grundschule 2006“. Das sozialtherapeutische Projekt an der Schule setzt sich speziell für diejenigen Kinder ein, die Lern- und Verhaltensprobleme aufzeigen.
In der April-Sitzung 2002 bewilligten die Spendenparlamentarier dem Schulverein Franzosenkoppel e.V. insgesamt 41.130 Euro für ein Pilotprojekt. Über einen Zeitraum von drei Jahren sollten mit dem Geld an der Grundschule Franzosenkoppel Schülerinnen und Schüler gefördert werden, deren Lern-, Leistungs- und Verhaltensprobleme zu schulischem Versagen bis zur Unbeschulbarkeit und - in Kombination mit instabilen familiären Strukturen - zur sozialen Ausgrenzung führen. Mit Erfolg: Bis heute wurden etwa 140 Schüler in Einzel- und gruppentherapeutischen Maßnahmen gefördert. Das Projekt war eine Initiative des Lehrkörpers und des Schulvereins. Im Jahre 2006 wurde das sozialtherapeutische Projekt in Zusammenarbeit mit dem Verein „Huckepack“ - wiederum finanziert vom Hamburger Spendenparlament - um ein lerntherapeutisches Projekt für Kinder mit Legasthenie (Leseschwäche) und Diskalkulie (Rechenschwäche) erweitert.
Günther Fischer, Mitglied der Finanzkommission des Spendenparlaments, begleitet das Projekt seit 2001. „Für die Mitglieder des Spendenparlaments ist der Preis eine wunderbare Bestätigung, dass sie das Geld richtig investiert haben. Wir freuen uns mit dem Projektteam der Franzosenkoppel sehr darüber, dass die großen Erfolge auch über die Grenzen Hamburgs hinweg Anerkennung gefunden haben.“
Trotz des Erfolgs ist die Zukunft des Projekts noch ungewiss. Nach der umfangreichen Förderung durch das Spendenparlament wurde eine Anschlussfinanzierung durch die Freie und Hansestadt Hamburg bisher nicht geprüft. „Das Spendenparlament hatte im eigenen Risiko seinerzeit den Ball ins Rollen gebracht, weil im Umfeld der Schule großer Handlungsbedarf bestand und uns das Konzept der Franzosenkoppel überzeugt hat. Aber was nützen das größte Bürgerengagement und die besten Ergebnisse, wenn die Stadt den Ball nicht auffängt? Es wäre nicht zu verantworten, wenn die wertvolle Arbeit an der Schule Franzosenkoppel nicht fortgeführt werden könnte und die Erfolge und Erkenntnisse keinen Eingang in die politische Diskussion fänden.“