Chronik des Hamburger Spendenparlaments

2009

In der ersten Arbeitssitzung in 2009 wurden 17 Projektanträge (insgesamt schon über 700) vorgeschlagen und nach Beratung und Abstimmung von den Parlamentariern die Fördersumme von insgesamt 158.612 Euro bewilligt. Schwerpunkt waren Behinderten- und Jugendprojekte.

Anlässlich des 13-jährigen Bestehens des Hamburger Spendenparlaments fand am 9. Februar 2009 ein Benefizkonzert in der St. Jacobi-Kirche statt, Grußworte überbrachten Senator Dietrich Wersich und Pröpstin Kerstin Fehrs. Zum Ausklang besichtigten die Gäste die Ausstellung "Leere Taschen" von Jens Goldbeck.


2008

Mit der 40. Arbeitssitzung konnte das Hamburger Spendenparlament wieder ein erfolgreiches Jahr abschließen, insgesamt wurden 48 Förderanträge befürwortet und die Gesamtsumme von 527.397 von den Parlamentariern bewilligt, damit wurde die Gesamtsumme von über 5 Mio Euro in 13 Jahren überschritten.

Mit den Plakataktionen in den Hamburger Bahnhöfen der Hochbahn warben die Künstler Joja Wendt "Für viele Hamburger spielt das Leben im falschen Takt." und Gerd Spiekermann "Snacken köönt wie all, doon is 'n Ding!"

Die TAS (Tagesaufenthaltsstätte für Obdachlose) und die FIGA, gefördert durch das Hamburger Spendenparlament, werden nach langer Umbauzeit neu eröffnet.

Die Gesamthafenbetriebs-Gesellschaft und die Firmen Kemna Bau, BÄKO und Gruner +Jahr unterstützen das Spendenparlament mit großen Sonderbeträgen, auch Tim Mälzer stellt einen Teil seines erspielten Erlöses vom 25. September aus der Jörg-Pilawa-Starquiz-Show dem Spendenparlament zur Verfügung.


2007

Künstler werben für das Hamburger Spendenparlament

Stefan Gwildis und Anette Louisanne haben bei zwei Plakataktionen auf den Bahnhöfen der Hamburger Hochbahn für das Hamburger Spendenparlament geworben.
In den drei Sitzungen wurden 52 Projekte mit insgesamt 605.800 Euro unterstützt, die höchste Summe, die bisher in einem Jahr bewilligt werden konnte. Davon waren 126.000 Euro für das Projekt "Babylotse" (Hilfe für sozialschwache Familien während der Schwangerschaft) und 90.000 Euro für ein Zahnmobil zur ambulanten Behandlung von Obdachlosen bestimmt.


2006

Am 9. Februar 2006 bestand das Hamburger Spendenparlament 10 Jahre. Aus diesem Anlass fand in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis (Michel) eine Festveranstaltung statt, an der 3300 Hamburgerinnen und Hamburger - Spendenparlamentarier, Vertreter der geförderten Projekte und viele Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Kirche - teilnahmen.
Nach einem Grußwort des Ersten Bürgermeisters Ole von Beust hielt Dr. Klaus von Dohnanyi die Festrede zum Thema "Solidarität wächst am besten in überschaubaren Gemeinschaften".
Eine Podiumsdiskussion zum Thema "Helfen und Reden" und ein Ausblick auf "Morgen" durch Dirk Bleese folgten.
Im Anschluss an die Veranstaltung fand ein Empfang im Hause "Gruner und Jahr" statt.
Möglich wurde alles durch Geld- und Sachspenden von Unternehmen und Privatpersonen, sowie den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer.

NDR 90,3: Große Geburtstagsgala für das Spendenparlament.

Am 12. Februar luden Gerd Spiekermann und Friedhelm Mönter zu einer musikalischen Geburtstagsgala, die im Rahmen der Reihe SONNTAKTE zugunsten des Spendenparlaments stattfand. Die Künstler, die unentgeltlich auftraten, kamen unter anderem von den erfolgreichen Musicals vom Kiez

In den drei Arbeitssitzungen des Jahres wurden insgesamt 68 Förderanträge beraten und abgestimmt, damit wurde ein Fördervolumen von 510.680 Euro beschlossen. Die Mitgliederzahl wuchs auf 3500 an.


2005

Die Sportmoderatorin Monica Lierhaus gewinnt am 3.März in Jörg Pilawas "Starquiz" 45.000 Euro und stellt diesen Gewinn dem Hamburger Spendenparlament zur Verfügung.

Erfolgreiche Weihnachtsaktion Hamburger Medien "Meine Stimme für Hamburg".
Einen Monat lang bis zum 23. Dezember berichteten NDR 90,3, NDR Hamburg Journal und DIE WELT/WELT AM SONNTAG-Hamburg in zahlreichen Beiträgen über das Hamburger Spendenparlament und seine Arbeit. Vorgestellt wurden geförderte Projekte, die damit auch für ihre Arbeit öffentliches Interesse gefunden haben.


2004

10. Das Hamburger Spendenparlament konnte auf seiner Wahlsitzung am 10. Februar alle Ämter für die nächsten zwei Jahre neu besetzen. Für das kulturelle Rahmenprogramm sorgte das Hamburger Polizeiorchester unter der Leitung von Dr. Kristin Kresge. Als Gastrednerin konnte die Direktorin des Landesfunkhauses Hamburg des NDR, Maria von Welser, und der NDR 90,3 - Redaktuer Bernd Seguin gewonnen werden.

Kunst unter dem Hammer. Am 27. April versteigerten mehrere Prominente - u.a. Sozial-Senatorin Birgit Schnieber-Jastram und Intendantin Isabella Vertes-Schütter - Gemälde der Gruppe "KIK - Kunst im Krankenhaus" für das Hamburger Spendenparlament.

Beim 8. Mottenburger Meile Lauf am 6. August zugunsten des Hamburger Spendenparlaments gingen 250 Läuferinnen und Läufer bei Fackelschein am Ottensener Elbstrand an den Start.

Im November und Dezember warben die bekannten Fernseh-Moderatoren Monica Lierhaus und Jörg Pilawa mit einer Plakataktion auf den U-Bahnhöfen für das Hamburger Spendenparlament.

In den drei Arbeitssitzungen diesen Jahres ( 30. März, 7. Juli und 16. November ) wurden insgesamt 45 Projekte mit 252.800,- Euro gefördert.


2003

9. Februar 2003: Mit einem Jazz-Frühschoppen im Museum der Arbeit feiert das Hamburger Spendenparlament seinen 7. Geburtstag. Bürgermeister Ole von Beust würdigt die Bedeutung des Spendenparlaments für Hamburg.

Auf der Arbeitssitzung am 15. Juli 2003 wird dem 400. Projekt finanzielle Unterstützung zugesprochen.

Am 3. November 2003 kommt das Spendenparlament zu seiner 25. Arbeitssitzung im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses zusammen. Mit dieser Sitzung wurden seit Bestehen 422 Projekte mit insgesamt 3,1 Millionen Euro unterstützt.


2002

Die Werbeagentur „Thompson Connect“, die seit 1999 ehrenamtlich die Werbemaßnahmen des Hamburger Spendenparlaments konzipiert und gestaltet, wird ausgezeichnet: Die Kampagne für das Spendenparlament wird im Jahrbuch der Werbung 2002 des Econ Ullstein List Verlags zur besten Kampagne in der Kategorie „Social Marketing“ gekürt.

Turnusmäßige Wahl des Vorstands, des Präsidiums, der Finanzkommission und der Ausschussvorsitzenden.

21./22. Februar: Vertreter des Hamburger Spendenparlaments nehmen an dem ersten Treffen aller deutschen Spendenparlamente in Berlin teil.

In drei Arbeitssitzungen erhalten 52 Projekte 430.500 Euro.

Dezember: Plakataktion in den Hamburger U-Bahn-Wagen. Die Seitenscheiben-Plakate wurden von IBM Hamburg finanziert.

Das Hamburger Spendenparlament hat 3.130 Mitglieder.


2001

7. Januar: Benefizveranstaltung durch NDR Radio 90,3 im Rahmen der Sendung „Sonntakte“.

11. Februar: Benefizkonzert in der Hauptkirche St. Jacobi zum fünfjährigen Bestehen des Hamburger Spendenparlaments.

Am 7. September wird das Hamburger Spendenparlament in einem Festakt im Hamburger Rathaus mit dem „Hamburger Bürgerpreis“ ausgezeichnet.

In drei Arbeitssitzungen erhalten 63 Projekte 905.940 DM, davon 50.000 DM zur Überbrückungsfinanzierung für ambulante Hospizpflegearbeit.

Die Vier-Millionen-DM-Grenze bei der Vergabe von Spendengeldern wird überschritten.

Das 300ste Projekt wird in der Novembersitzung gefördert.

Frau Klara Braun, Mitgründerin des Hamburger Spendenparlaments, wird mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Das Hamburger Spendenparlament hat 3.189 Mitglieder.


2000

In drei Arbeitssitzungen erhalten 58 Projekte 706.830 DM. Unter anderem wird mit 20.000 DM der Bau von zwei Kirchenkaten in Poppenbüttel unterstützt. (Bis Anfang 2002 förderte das Spendenparlament 28 Kirchenkaten-Projekte in Hamburg)

2. April : Benefizveranstaltung durch NDR Radio 90,3 im Rahmen der Sendung „Sonntakte“.

14. bis 16. November: Teilnahme am Deutschen Fürsorgetag in Hamburg.

28. November bis 22. Dezember: NDR Radio 90,3-Aktion „Wir helfen dem Hamburger Spendenparlament“ mit täglichen Berichten und Interviews.

Dezember: Schaltung von Werbespots auf den Info-Screens in der Hamburger Hochbahn.


1999

In drei Arbeitssitzungen erhalten 49 Projekte 742.800 DM. Unter anderem fließen 30.000 DM in einen Gärtnerhof, der Arbeitsplätze für behinderte Jugendliche anbietet.

Das Hamburger Charlotte-Paulsen-Gymnasium sammelt in einem „Sponsoren-Walk“ 24.000 DM für die Arbeit des Hamburger Spendenparlaments.


1998

In drei Arbeitssitzungen erhalten 57 Projekte 790.960 DM. Unter anderem werden warme Mahlzeiten für Obdachlose und Drogenabhängige mit 25.000 DM unterstützt.

19. April: Benefizveranstaltung durch NDR Radio 90,3 im Rahmen der Sendung „Sonntakte“.

25. April: Benefizveranstaltung „Hamburg - wir helfen!“ im CCH.

Das Deutsche Schauspielhaus spendet den Erlös aus zwei Vorstellungen
(5 DM / Karte ).

Rolf Zuckowski übergibt dem Spendenparlament aus den Erlösen von fünf Konzerten 20.000 DM.


1997

Am 12. April wird dem Hamburger Spendenparlament und seinem Initiator Dr. Stephan Reimers die Theodor-Heuss-Medaille "...für ihr beispielhaftes Engagement bei der Realisierung neuer Formen sozialer Solidarität durch Hilfe zur Selbsthilfe..." verliehen.

Das Spendenparlament tagt dreimal und unterstützt 38 Projekte mit insgesamt 629.800 DM. Unter anderem erhält das soziale City-Service-Center „Rathauspassage“ 120.000 DM. Um auch zwischen zwei Parlamentssitzungen helfen zu können, wird ein „Feuerwehrtopf“ eingerichtet.


1996

Am 9. Februar findet die Gründungsveranstaltung im Festsaal des Hamburger Rathauses statt.

Am 27. März wird die erste Arbeitssitzung im Audimax der Universität Hamburg durchgeführt. Elf Projekte erhalten 105.200 DM.

Auf zwei weiteren Arbeitssitzungen werden insgesamt 38 Projekte mit 556.900 DM unterstützt. Unter anderem gehen 32.000 DM an den „Mitternachtsbus“.


Einleitung

In den 14 Jahren seines Bestehens hat das Hamburger Spendenparlament an sozialen Brennpunkten der Hansestadt rund 717 Projekte mit 5,41 Millionen Euro gefördert. Diese Erfolgsbilanz ist Hamburger Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken, die sich vor den Problemen sozial schwacher Bevölkerungskreise nicht abwenden, sondern über die staatliche Hilfe hinaus den Bedürftigen beistehen.

Das Spendenparlament sieht sich durch die bisherigen Erfolge und das positive Echo in der Öffentlichkeit nicht nur bestätigt, sondern für die kommenden Aufgaben ermutigt.

Mehr als 3414 Mitglieder aus allen Bevölkerungsschichten bestimmen darüber mit, für welche sozialen Aufgaben ihre Spenden verwendet werden.

Zugenommen haben in letzter Zeit Einzelspenden von Privatpersonen und Wirtschaftsunternehmen. Auch das belegt die wachsende Akzeptanz dieser bürgerbewussten und unbürokratischen Hilfe für Menschen, die auf der Schattenseite der Wohlstandsgesellschaft leben. Das Spendenparlament unterstützt Initiativen gegen Obdachlosigkeit, Armut und Einsamkeit, wobei sich die Kriterien häufig auch überschneiden.

Gefördert werden überzeugende soziale Aktivitäten sehr unterschiedlicher Art: Dazu gehören Kirchenkaten für Obdachlose, die berufliche Förderung straffällig gewordener Jugendlicher, die Betreuung schwerstbehinderter alter und junger Menschen, die Beratung sozial isolierter Frauen und Kinder und viele andere Projekte, vor allem in problematischen Stadtteilen.

Informieren sie sich über die geförderten Projekte anhand von sechs beispielhaften Projekt-Beschreibungen oder über unsere Projektförderung.


Chronik als PDF (140 KB)
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