41. Sitzung am 23. März 2009 (17 Projekte)

Tagesordnung

1. Begrüßung, Protokoll, Termine
2. Aktuelle Viertelstunde
3. Jahresbericht
4. Bericht über den Stand des Spendenaufkommens
5. Bericht der Finanzkommission
6. Vorstellung der Projekte, Begründung der Anträge, Diskussion und Abstimmung
7. Verschiedenes

Projektanträge

Projekt 1
Anschaffung von Sportgeräten für ein soziales Integrationsprojekt

Projekt Träger

Bramfelder Kraftsportverein von 1959 e.V. (BKSV)

Projekt Beschreibung

Seit 1993 hat Herr Martin, der auch als Trainer fungiert, die in Hamburg einzige Sparte Gewichtheben im BKSV aufgebaut. Seine „Schützlinge“ - Aussiedlerkinder aus den osteurop. Staaten - holte er aus den Containerdörfern. So waren am Anfang die Mitglieder fast überwiegend migrierte Jugendliche. Z.Zt. beteiligen sich am Training ca. 40-50 Jugendliche, die fast alle aus ärmlichen Verhältnissen kommen. Die Jugendlichen werden regelrecht „von der Strasse geholt“. Gerade über diesen Sport und aus ihren anerkannten sportlichen Leistungen ziehen sie Kraft, Motivation und Zuversicht für den Alltag und Abbau der Aggressionen. Herr Martin, auf dem die Hauptaufgabe ruht, übt eine starke soziale Funktion aus. Er sucht das Gespräch mit den Eltern, fordert Disziplin der Jugendlichen und ist ihnen eine wesentliche Bezugsperson. Der Kraftsport ist das „vehicle“ zur sozialen Integration. Die Finanzierung der Honorare und Geräte erfolgt überwiegend aus Spenden. Der Träger benötigt Ersatz für sehr alte Maschinen und teilweise Neuanschaffungen.Die Antragssumme wurde reduziert, da auch gebrauchte, preislich günstigere Geräte gekauft werden können.

Antrag

35.350,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 15.000,00 Euro zu fördern.


Projekt 2
Finanzierung von Leporellokalendern, hergestellt von psychisch Kranken

Projekt Träger

GPZE Gemeindepsychiatrisches Zentrum Eimsbüttel gGmbh

Projekt Beschreibung

Der Träger unterstützt organisatorisch die von einer Kunsttherapeutin geleitete Gruppe „die maler“. Die Teilnehmer der Gruppe (z.Zt. 11 Mitglieder) sind psychisch krank. Die künstlerische Arbeit bedeutet für die Kranken ein Teil Lebensqualität, Auseinandersetzung mit der Krankheit und Stärkung des Selbstwertgefühls.Um die Materialen für ihre Arbeiten zu finanzieren, geben die Teilnehmer 20% des Verkaufserlöses der verkauften Bilder an die Gruppe ab . Diese Mittel sind jedoch hierfür nicht ausreichend. Aus dem Verkaufserlös des von uns zu finanzierenden Kalenders soll das Bestehen der Gruppe gesichert werden. Das Honorar für die Kunsttherapeutin wurde bisher von der Kulturbehörde und Aktion Mensch übernommen. Wir werden gebeten die Materialien, Druck sowie Designkonzept und Werbung, Kleben und Falzen durch die Behindertenwerkstatt zu finanzieren. Kosten insges.3.600, 00 Euro - einen Eigenanteil kann die Gruppe nicht aufbringen.
Der Träger wurde in 2006 mit 4.472,00 Euro („die maler“ Künstlermemory: 300 Stück verkauft!) sowie in 2008 mit 1.500,00 Euro (Therapiereise) gefördert.

Antrag

3.600,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 3.600,00 Euro zu fördern.


Projekt 3
Übergangsfinanzierung für das Stadtteilprojekt Sonnenland

Projekt Träger

Stadtteilprojekt Sonnenland e.V

Projekt Beschreibung

Der Straßenzug „Sonnenland“ befindet sich am Rande des Stadtteils Billstedt. Im Sonnenland wohnen besonders viele Menschen, die von staatlichen Sozialleistungen abhängig sind, geringe Bildungschancen und/oder Integrationsschwierigkeiten haben. Das Stadtteilprojekt Sonnenland e.V. ist seit über 40 Jahren in diesem Stadtteil tätig und erfährt große Akzeptanz bei den Bewohnern, die sich auch selbst ehrenamtlich beteiligen. Kern des Projektes ist der Betrieb eines Gemeinschaftshauses mit einem vielfältigen, generationsübergreifenden Angebot an Unterstützung und Aktivitäten (Hausaufgabenhilfe, Mädchen- und Jungengruppen, HipHop-Kurse, offene Jugendangebote, Kochen für Kinder und Senioren, Schreibbüro, Hamburger Tafel etc.). Seit dem Sommer 2007 erhält das Projekt keine Förderung durch den Bezirk Mitte mehr. Es hält sich ohne öffentliche Zuschüsse mühsam über Wasser. Die Mietkosten und unabweisbare weitere Kosten werden über Spenden, Preisgelder (z.B. der Bürgerstiftung oder der Postbank) etc. finanziert. Das Spendenparlament wird gebeten, das Projekt durch die Finanzierung von 85% der Miet- und Betriebskosten des Gemeinschaftshauses zu unterstützen, damit das Überleben des Stadtteilprojektes bis zur Wiedererlangung öffentlicher Förderung gesichert werden kann.

Antrag

17.572,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 17.572,00 Euro zu fördern.
Die Auszahlung erfolgt in Abhängigkeit des Ergebnisses derzeit laufender Gespräche mit den Behörden.


Projekt 4
Herstellung eines Reitplatzes für ein Behindertenprojekt

Projekt Träger

Op de Wisch e.V.,Tel.: 5113747

Projekt Beschreibung

Der Verein hat sich 1990 gegründet, um die Lebenssituation behinderter Menschen in Hamburg zu verbessern. Der Verein ist im Rahmen der Eingliederungshilfe tätig, d.h. für Menschen, die geistig, körperlich oder seelisch behindert sind. In Duvenstedt hat der Verein eine Reitanlage, auf der ein heilpädagogisches Reitprojekt betreut wird. Das Projekt richtet sich an Behinderte - psychisch Kranke oder auch Kinder, die aus einer psychisch belasteten Familie kommen oder sonstige Auffälligkeiten haben. Reiten, die Pflege und Betreuung der Tiere, das Gruppenerlebnis und die gemeinsame Arbeit in nahezu unberührter Natur wirken auf die Patienten heilsam und verhindern Isolation und Einsamkeit. Es werden im Sommer ca 50 Personen an 4 Tagen betreut - im Winter ca 30 Personen an 2,5 Tagen. Der vorhandene Reitplatz steht leider die Hälfte des Jahres unter Wasser und ist deshalb in dieser Zeit nicht benutzbar. Das Naturschutzreferat hat die Herstellung eines wetterfesten Reitplatzes, verbunden mit verschiedenen Auflagen, genehmigt. Die Trockenlegung/Dränierung soll nunmehr erfolgen. Kosten und Finanzierung des Projekts gemäß vorl. Angebot 19.596,00 Euro /Eigengeld/sonst. Spenden 9.596,00 Euro.

Antrag

10.000,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 10.000,00 Euro zu fördern.


Projekt 5
Absicherung /Weiterentwicklung des laufenden, sozialpsychiatrischen Arbeitsprojektes Verkaufsladen „Rosenblatt und Fabeltiere“

Projekt Träger

Johann-Wilhelm-Rautenberg-Gesellschaft e.V. (JWRG)

Projekt Beschreibung

JWRG betreibt 3 sozialpsychiatrische Einrichtungen in Billstedt, St. Georg und St. Pauli und unterstützt dort Menschen mit psychischen Erkrankungen bei einer möglichst selbständigen Lebensführung in ihrer eigenen Wohnung sowie in 3 Wohngemeinschaften und einem Appartement. Aktuell sind 130 Menschen in Betreuung 48 Mitarbeiter. Frühere Förderungen: 2003: 13.000,00 Euro für 3 Wohnküchen im Billstedt- Wohnprojekt für Obdachlose: 2008: 9.000,00 Euro für den Verkaufsladen in St. Pauli. Der Träger finanziert sich aus Vergütungsvereinbarungen mit der BSG Sozialbehörde. Der Verkaufsladen bietet seit 2006 Menschen mit psychischen Erkrankungen niedrigschwellige Beschäftigungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten. Durch die HSP-Förderung konnten die Öffnungszeiten erweitert, der Umsatz verdoppelt werden und noch mehr KlientInnen hier eine Arbeit finden. Der Vermieter des Verkaufsladen, die städt. STEG, hat völlig unerwartet den Mietvertrag Ende 2008 nicht verlängert. Die STEG hat der JWRG einen Umzug in die Nachbarschaft in einen allerdings größeren und damit auch teureren Verkaufsladen angeboten, was JRWG nutzen will, um das Arbeitsprojekt nachhaltig fortzuentwickeln. JWRG trägt die Umzugskosten und übernimmt ab 2009 die Warmmiete für den neuen Laden, allerdings nur in Höhe der Miete des alten Ladens. Die Mietdifferenz für 1 Jahr ( 5.460,00 Euro) wird vom HSP erbeten. Für den größeren Verkaufsraum und die größere Produktion von bedruckter Kinderkleidung wird zusätzliches Mobiliar benötigt (1.540,00 Euro). Die Einrichtung einer Nähwerkstatt soll weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten ( 2.000,00 Euro für 2 Profi-Maschinen). Die Änderung der elektrischen Verkabelung wird teurer als kalkuliert. (Mehrkosten 700,00 Euro). Insgesamt werden 9.700,00 Euro erbeten

Antrag

9.700,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 9.700,00 Euro zu fördern.


Projekt 6
Orientierungskurs für junge erwachsene Flüchtlinge mit ungesichertem Aufenthaltsstatus

Projekt Träger

Bei der Osterkirche 13, 22765 Hamburg, Tel.: 390 95 77

Projekt Beschreibung

Das Wohnschiffprojekt ist in den 90 er Jahren entstanden, als die Flüchtlingsschiffe in Altona lagen. Als 2006 die Erstaufnahme nach Horst in Mecklenburg-Vorpommern verlegt wurde, wurde das bisherige Angebot, das sich insbesondere an Kinder richtete, verändert. In den Folgeunterkünften (Billstedt, Lenzsiedlung, Lohkampstr., Blankenese) wurden verstärkt Angebote für junge Erwachsene angeboten. Kinder unter 18 Jahren haben nach der Erstaufnahme einen Anspruch auf einen Schulbesuch. Für über 18-jährige junge Erwachsene gibt es keine Integrationsangebote, bis Anfang 2009 auch keine Deutschkurse, gefördert wird eine Rückkehrberatung. Inzwischen ist die Erstaufnahme wieder nach Hamburg verlegt worden. Seit Februar 2009 haben Jugendliche, die länger als 6 Monate hier sind, Anspruch auf einen 300-stündigen Deutschkurs (Koalitionsvereinbarung). Ein Orientierungskurs wird aber auch in Zukunft nicht gefördert. Der Orientierungskurs für junge Erwachsene richtet sich genau an diese Flüchtlinge. Orientierungskurs heißt: willkommen heißen, erste Deutschkenntnisse vermitteln, Gesprächssituationen in Behörden üben, Orientierung in der Stadt anbieten, Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln erklären, Stadtpläne erläutern. Alles, was man zum Ankommen in einer fremden Stadt und zur Integration braucht, um sich nicht isoliert und einsam zu fühlen.Die Arbeit des Wohnschiffprojektes wird fast ausschließlich durch Spenden und ehrenamtliches Engagement finanziert. Für 2009 ist eine erwartete Finanzzusage ausgeblieben, deshalb bittet das Projekt das HSP um Hilfe für einen Orientierungskurs für junge Erwachsene. Kosten für 1 Jahr für Honorarkräfte, Material, Fahrgelder und Mieten betragen 12.800,00 Euro, abzgl. Eigenbeitrag von 1.800,00 Euro bleibt ein Fehlbetrag von 11.000,00 Euro.

Antrag

11.000,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 11.000,00 Euro zu fördern.


Projekt 7
Schwimmgruppe für Mädchen auf der Veddel

Projekt Träger

Beruf und Integration Elbinseln gGmbh

Projekt Beschreibung

Durchgehender Ansatz der BI Elbinseln ist es, sozial benachteiligte und/oder individuell benachteiligte Kinder und Jugendliche im Süderelbegebiet durch Beratung/Betreuung und Qualifizierung in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und ihre soziale und berufliche Integration zu fördern bzw einzuleiten. Zu diesem Zweck werden vielfältige Angebote bereitgehalten - z.B. 130 Ausbildungsplätze in verschiedenen Berufen/Kurse zur Berufsvorbereitung und Orientierung/div Kinder- und Jugendhilfemaßnahmen zur außerschulischen Bildungsförderung. Die Arbeit wird auch aus den 5 Integrationszentren im Süderelberaum heraus geleistet - eines davon auf der Veddel mit einem extrem hohen Anteil Ausländer/ türkischstämmiger Bewohner (ca 80%). Die verschiedenen Projekte werden zweckgebunden öffentlich gefördert (Stadt Hamburg/Arbeitsagentur/ europ. Sozialfonds etc.)
Das Integrationszentrum auf der Veddel hat seit einigen Jahren für 7-12 -jährige Mädchen Schwimmkurse (ausgeführt in verschiedenen Schwimmbädern der Stadt) angeboten. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um ein Angebot zur Integration insbes. für türkischstämmige junge Mädchen. Der Schwimmunterricht ist das „vehicle“. Der Kurs ist für 10-15 Mädchen öffentlich gefördert. Die Nachfrage ist jedoch sehr stark angestiegen - und soll befriedigt werden - kann jedoch durch die Förderung des Bezirksamtes nicht voll finanziert werden. Die relativ hohen Kosten ergeben sich aus der Notwendigkeit für jeweils 5 Kinder eine Betreuung zu bezahlen. Das kann nur teilweise durch betreuende Mütter erreicht werden.

Antrag

5.000,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit bis zu 5.000,00 Euro (80,00 Euro/Kind und Halbjahr) zu fördern.


Projekt 8
Beratung und Betreung von Hilfesuchenden im Freizeithaus Kirchdorf-Süd

Projekt Träger

Quartier-Verein für Stadtteil und Arbeit e.V

Projekt Beschreibung

Das Freizeithaus Kirchdorf-Süd ist ein kleines Bürgerhaus, das 1994 auf intensives Betreiben der Einwohner gegründet wurde. Vorrangig war das Ziel, Räume für private Veranstaltungen preiswert mieten zu können, um einer drohenden Vereinsamung in der neuen Hochhaussiedlung zu entgehen. Im Laufe der Jahre wurde dieses Raumangebot durch Kurse und Veranstaltungen vielfältiger Art ergänzt. Die Akzeptanz der Einrichtung ist mittlerweile so hoch, dass es im letzten Jahr zu über 26.000 Kontakten kam! Die Veränderung der wirtschaftlichen Lage vieler Bewohner dieses Stadtteils machte es erforderlich, im Freizeithaus eine Ausgabestelle für die Kleiderkammer Wilhelmsburg und die Essenshilfe Harburg einzurichten. Jeden Dienstag werden diese Angebote von über 100 Bewohnern (Tendenz: steigend) genutzt. Um diese Menschen „betreuen“ zu können - d.h. Ansprechpartner zu sein, ihnen aber auch zu zeigen wohin sie sich mit ihren besonderen Problemen wenden können z.B. an die Sozialberatung der Kirchen, an den Mieterverein, an die Schuldnerberatung usw., ist der Einsatz einer zusätzlichen Honorarkraft erforderlich. Die jetzige Betreuung und Verwaltung des Hauses wird von einer Angestellten mit Honorarkräften wahrgenommen. Die Kosten der zusätzlichen Mitarbeiterin müssen über Spenden ausgeglichen werden. Für 4 Stunden pro Woche, an 50 Ausgabetagen im Jahr, mit einem Entgelt von 6,00 Euro pro Stunde werden 1.200,00 Euro p.a. benötigt. Aus Erfahrung muss davon ausgegangen werden, dass eine Anlaufzeit von zwei Jahren benötigt wird.

Antrag

2.400,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 2.400,00 Euro zu fördern.


Projekt 9
VW-Bus für Haus Dynamis

Projekt Träger

Lebenswende e.V

Projekt Beschreibung

Der Träger Lebenswende e.V. betreibt mit Haus Dynamis eine Einrichtung der Suchtkrankenhilfe für 12 Personen. Lebenswende e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, besonders diejenigen Suchtkranken zu betreuen, die in anderen Einrichtungen nicht mehr aufgenommen werden, da sie z.B. schon mehrere Therapien abgebrochen haben und keine weitere Kostenübernahme durch Krankenkassen o.ä. erwarten können. Aus diesem Grund finanziert Lebenswende e.V. seine Arbeit unabhängig von öffentlichen Kostenträgern allein aus Spenden. Lebenswende e.V. erhielt bereits im Jahr 2002 eine Förderung des Spendenparlaments in Höhe von 15.000,00 Euro für die Durchführung von Gebäudesanierungen an Haus Dynamis. Um mit den Betreuten Besorgungen und Ausflüge machen zu können, benötigt Haus Dynamis dringend Ersatz für den inzwischen 16 Jahre alten und reparaturanfälligen VW-Bus. Ein neuer VW-Bus kostet rund 30.000,00 Euro. Unter Berücksichtigung von Kirchenrabatten, einer Eigenleistung des Trägers sowie der „Abwrackprämie“ verbleibt eine Summe von 20.000,00 Euro, um die das Spendenparlament gebeten wird.

Antrag

22.500,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 20.000,00 Euro zu fördern.


Projekt 10
Zusätzliche Büro- Ausstattung nach notwendigem Umzug der Geschäfts- und Beratungsstelle

Projekt Träger

Angehörige psychisch Kranker - Landesverband Hamburg e.V. (LApK)

Projekt Beschreibung

Der LApK Hamburg ist eine gemeinnützige Selbsthilfeorganisation von Familien mit psychisch erkrankten Familienmitgliedern auf Landesebene mit ca. 400 Mitgliedern. Er fasst die einzelnen Selbsthilfegruppen in Hamburg zusammen und vertritt sie in der Außenwirkung zu Politik und Gesellschaft.
Psychisch Kranke und auch ihre Angehörigen erleben vielfach Ablehnung durch ihre Umgebung, soziale Ausgrenzung und Isolation. Derartige Erkrankungen haben oft gravierende wirtschaftliche Folgen, wie Arbeitsplatzverlust, Wohnungsprobleme. Angehörige psychisch Kranker stehen der Situation oft hilflos gegenüber, sie erfahren wenig Rat und Unterstützung. Der Verband bietet deshalb ein umfangreiches, sehr gut genutztes Beratungs- und Informations-Angebot für Angehörige, das in dieser Form von keiner sonstigen Stelle angeboten wird: Unterstützung und Neugründung von Selbsthilfegruppen, individuelle Beratung, Seminare für Angehörige, Vermittlung psychisch beeinträchtigter Menschen in ehrenamtliche Tätigkeit (Rückgewinnung von Selbstvertrauen, Training der eigenen Belastbarkeit , bis zur Re-Integration in das Alltagsleben), Schulungsveranstaltungen für Dritte, die mit psychisch Kranken zu tun haben, z.B. Telefonseelsorge. Der Träger deckt sein Budget von 35.000 Euro/Jahr hauptsächlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Selbsthilfeförderung der Krankenkassen. Der LApK verlor zum Ende 2008 den günstigen Büroraum für die Geschäftsstelle auf dem inzwischen verkauften Gelände des Krankenhauses Barmbek und damit auch die Seminarräume und die leistungsfähigen Fotokopierer zur Herstellung der Seminar-Unterlagen, er mußte kurzfristig Umzug und Neuausstattung der Beratungsstelle aus Eigenmitteln schultern. Das HSP wird um fehlendes Mobiliar, PC-Ausstattung, Telefonanlage, Fotokopierer in Höhe von bis zu 6.500,00 Euro gebeten.

Antrag

6.500,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit bis zu 6.500,00 Euro zu fördern.


Projekt 11
Medienwerkstatt (Kreativseminar)

Projekt Träger

Sievekingsallee 150b, 22111 Hamburg, Tel.: 65992481

Projekt Beschreibung

Die Stiftung Klingelknopf leistet Hilfe für Kinder und Jugendliche mit Neurofibromatose (NF), die wegen ihrer Entstellungen und Behinderungen stark von Isolation bedroht sind. Für Oktober planen Ehrenamtliche eine 3-4 tägige Medienwerkstatt (Kreativseminar) auf Sylt, um dort mit Jugendlichen Informationsvideos über die eigene Stiftungsarbeit zu erstellen. Die von NF betroffenen Jugendlichen haben nach dem Besuch von Förderschulen kaum Arbeitsmöglichkeiten außerhalb der Werkstätten für Behinderte und die Teilnahme an der Medienwerkstatt stärkt ihr Selbstbewusstsein und eröffnet ihnen positive Perspektiven. Die Kosten der Medienwerkstatt betragen 5.000,00 Euro, von denen die Stiftung einen Eigenanteil von 1.000,00 Euro aufbringen kann

Antrag

4.000,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 4.000,00 Euro zu fördern.


Projekt 12
Sicherung des Christophorus-Mittagstisches--Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt für Jungen (15-16J)

Projekt Träger

Ev-Luth.Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt, Hohwachter Weg 2, 22143 Hamburg

Projekt Beschreibung

Die Christophorus-Gemeinde startete dieses in Hamburg einmalige Projekt in 2005. 8-9 Jugendliche im Alter von 15-16 J. aus 4 kooperativen Förder- und Hauptschulen in Grosslohe / Rahlstedt bereiten an jedem Donnerstag einen Mittagstisch für mittlerweile 30-40 Personen (Rentner, Hartz IV, viele mit Migrationshintergrund, viele Alleinerziehende) aus dem Stadtteil, der zu den sozialen Brennpunkten in Hamburg zählt. Unter Anleitung eines Kochs und einer pädagogischen Fachkraft umfasst die Arbeit der Schüler die gesamte Zubereitung der Mahlzeit, die Herrichtung der Esstische, die Bedienung am Tisch, das Abräumen sowie die Nacharbeit in Küche und Gemeindesaal. Die Gäste zahlen je nach Möglichkeit
2-4 Euro. Für die Dauer von 3-6 Monaten werden die Schüler für diesen Praktikumstag von der Schule freigestellt. Pro Jahr werden dadurch rd. 20 Schüler gefördert. Gerade die Jungen, besonders viele mit Migrationshintergrund und teilweise mit geringem Durchhaltevermögen, haben so die Möglichkeit, die bevorstehende Arbeitswelt kennen zu lernen, sich aktiv einzubringen, einen 8-Stunden-Arbeitstag durchzuhalten, Selbstvertrauen zu gewinnen, soziale Kompetenzen/Sekundärtugenden zu entwickeln, wie z.B. Pünktlichkeit, Teamarbeit, korrekte Umgangsformen, Verbindlichkeit. Sie erhalten Rückkopplung und Bestärkung von den Gästen aus verschiedenen Altersgruppen und Nationalitäten. Mit den erlernten Kenntnissen im Arbeitsfeld Gastronomie, Kochen, Service haben sie bessere Chancen für einen Berufseinstieg. Die Projektkosten von rd. 37.000,00 Euro/2009 werden von mehreren Sponsoren getragen. Die Gemeinde stellt seit Jahren als Eigenanteil die Räume, Küche, Energie kostenfrei zur Verfügung. Das HSP wird gebeten, die restlichen Honorarkosten für den Koch und den Sozialpädagogen von 10.000,00 Euro zu übernehmen

Antrag

10.000,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 10.000,00 Euro zu fördern.


Projekt 13
Bodenbelag für 2 Wohnungen für obdachlose Jugendliche

Projekt Träger

Streetlife e.V. Straßensozialarbeit in Rahlstedt

Projekt Beschreibung

Der Verein ist seit 1981 im Hamburger Osten mit dem Schwerpunkt in den Großsiedlungen Großlohe, Rahlstedt-Ost und Hohenhorst tätig. Es wird aufsuchende Straßensozialarbeit geleistet, ergänzt um vielfältige Freizeitangebote für Jugendliche, Sozialberatung, Berufsorientierung und Betreuung in 2 Wohnungen, in denen Jugendliche übergangsweise wohnen können. Die Jugendlichen in den Wohnungen werden von 1,5 Personen betreut. Die Betreuung umfasst alle Aktivitäten, die dazu führen können den Jugendlichen wieder ein stabiles Umfeld zu schaffen(Rückführung in die Familie/ Arbeitsplatzsuche/ Unterstützung bei den Ämtern etc etc). Die Straßensozialarbeit wird von jeweils einer Person je Großsiedlung durchgeführt. Es ist ein kleiner Verein, der kaum eigene Beiträge einwerben kann. Der Verein erhält staatliche Zuwendungen. Für besondere Aktivitäten werden jeweils Sponsoren gesucht. Die Wohnungen sind stark renovierungsbedürftig. Es soll der Teppichfußboden für die zwei 3-Zimmerwohnungen ersetzt werden

Antrag

5.000,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 6.000,00 Euro zu fördern.
Damit können auch die Fußböden in den Nassräumen ersetzt werden.


Projekt 14
Mitternachtsbus - Ersatzbeschaffung

Projekt Träger

Diakonie Hilfswerk Königstr. 54, 22767 Hamburg Tel.: 306 20 309

Projekt Beschreibung

Der Mitternachtsbus ist ein selbständiges Projekt des Diakonie-Hilfswerkes und wurde 1996 vom HSP mit angeschoben (DM 35.200,-). Der „Mitternachtsbus“ sucht täglich Obdachlose nachts in ihren Schlafquartieren auf und versorgt sie mit heißen Getränken, belegten Broten, evtl. Schlafsäcken u.ä. und steht ihnen mit Rat und Hilfe zur Seite. Der jetzige Bus wird seit 2000 täglich von wechselnden ehrenamtlichen Fahrern gefahren und ist inzwischen sehr reparaturanfällig. Um diese obdachlosen Menschen auch weiterhin in den Nächten versorgen zu können, bittet das Projekt das HSP um Hilfe bei der Anschaffung eines neuen Busses.
Bus (incl. Kirchenrabatt) 31.213
Inzahlungnahme ./. 5.850
Einbauten + 5.000
Eigenmittel des Projektes ./. 15.363
Fehlbetrag 15.000

Antrag

15.000,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 15.000,00 Euro zu fördern.


Projekt 15
Suchtberatung für Besucher des PIK AS

Projekt Träger

Förderverein PIK AS e. V.

Projekt Beschreibung

Der Förderverein PIK AS wurde 2003 gegründet. In ihm arbeiten Freunde und Mitarbeiter der Übernachtungsstätte PIK AS (Betreiber: fördern und wohnen). Ziel des Vereins ist es, "die Not obdachloser Menschen zu lindern und sie bei der Integration in die Gesellschaft zu unterstützen". Dazu gehört insbesondere "die Beschaffung von finanziellen Mitteln zur Verbesserung der sozialen und gesundheitlichen Situation der im PIK AS untergebrachten Menschen". Die Finanzierung dieser kommunalen Einrichtung sieht ein "Dach über dem Kopf" vor, jedoch nur wenige zusätzliche Serviceleistungen. Ein Großteil der Besucher des PIK AS leidet an Suchterkrankungen (überwiegend Alkohol) mit den bekannten Folgen körperlicher, auch seelischer Schäden und Problemen im sozialen Umfeld. Hier setzt das Projekt des Vereins an: Er möchte eine quasi "aufsuchende" und bewußt niedrigschwellige Beratung "vor Ort" durch eine regelmäßige Sprechstunde in den Räumen des PIK AS anbieten. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Für das geplante neue Projekt sind keine Mittel vorhanden. Die Beratung soll 2 Stunden pro Woche durch einen erfahrenen Suchthelfer erfolgen. Als Aufwandsentschädigung ist ein monatlicher Betrag von 240.- Euro angesetzt. Das HSP ist gebeten, zur Sicherstellung einer konsequenten und nachhaltigen Beratung die Honorierung für zwei Jahre zu übernehmen.

Antrag

5.760.,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt zeitlich gestaffelt zu fördern: Auszahlung zunächst für ein Jahr = 2.880.00 Euro. Bei erkennbarem und nachvollziehbarem Erfolg Auszahlung der 2. Rate für das zweite Jahr.


Projekt 16
Weiterbildung von Menschen mit Behinderung

Projekt Träger

Leben mit Behinderung Hamburg Elternverein e.V.

Projekt Beschreibung

Der Verein wurde 1956 gegründet. Der Verein ist ein Zusammenschluss von ca. 1500 Eltern und Angehörigen körper-, geistig-, mehrfach - und schwerstbehinderter Kinder und Erwachsener. Seit 1975 trägt eine separate Betriebsgesellschaft des Vereins als gemeinnützige GmbH die Verantwortung für die Wohngruppen, Tagesstätten und andere durch staatliche Zuwendungen gesicherte Einrichtungen u.a. in 47 stadtteilintegrierten Wohngruppen mit jeweils ca.8 Personen. Die Aufgabe des Projektträgers ist es, durch Beratung, Hilfe und Förderung für Menschen mit Behinderung eine individuelle Lebensgestaltung zu ermöglichen. Hierzu gehören u.a. Sozialberatung, Betreuungsverein, Frühförderung, ambulante Pflege und Erwachsenenbildung (seit über 40 Jahren). Letzterer Bereich wird mit vier anderen Trägern (Rauhes Haus, Alsterdorf, Behindertenhilfe, Lebenshilfe) durchgeführt, wobei der Antragsteller eine Koordinierungsfunktion hat. Angeboten werden ca. 100 Kurse p.a. mit über 600 Teilnehmern. Der Träger wird u.a. durch die Behörde für Schule und Bildung, Spenden und Mitgliedsbeiträge, Leistungsentgelte finanziert. Im Rahmen einer Sommerakademie will der Träger das Kursangebot für die Menschen in Einsamkeit und Isolation erweitern. Geplant sind 8 Kurse, ca. 6 einmalige Veranstaltungen und ca. 4 Tagesexkursionen mit ca. inges. 180 Teilnehmern, die meistens mit geringen finanziellen Mitteln ausgestattet sind. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 9.585,00 Euro. Das HSP wird gebeten hiervon 4930,00 Euro für Honorare zu übernehmen. Der Restbetrag wird aus Eigenmitteln oder anderweitigen Spenden finanziert,

Antrag

4.930,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 4.930,00 Euro zu fördern.


Projekt 17
Verköstigung hungriger Mädchen und Förderunterricht für Mädchen aus bildungsfernen armen Familien

Projekt Träger

Dolle Deerns e.V.

Projekt Beschreibung

Der Mädchentreff „Kirchdorf-Süd“ ist die älteste Beratungs- und Unterstützungsstelle des Vereins „Dolle Deerns“. Benachteiligte Mädchen und junge Frauen erhalten seit 1983 Hilfe, unabhängig von ihrer Nationalität, Religion oder Hautfarbe. Diese hoch erfolgreiche Unterstützung erleben über 12.000 Teilnehmerinnen (Teilnehmertage) im Jahr, allein in Kirchdorf-Süd. Es wird mit „ allen Mitteln“ versucht, eine abgeschlossene Schulbildung (auch an weiterführenden Schulen) zu erreichen, um die Chance auf einen Ausbildungsplatz zu festigen. Um dieses Ziel auch bei Mädchen aus bildungsarmen Familien zu erreichen, ist vielfach ergänzender Unterricht erforderlich. Dramatisch verschlechtert hat sich in letzter Zeit die Ernährung der Teilnehmerinnen. Viele Mädchen haben ständig Hunger. Die finanzielle Situation zwingt Familien dazu, am Essen zu sparen. Bisher konnten diese Mädchen im Rahmen eines Kochkurses zweimal pro Woche beköstigt werden. Durch den Bezirkswechsel von Harburg nach HH-Mitte wurden die „öffentlichen“ Mittel deutlich reduziert. Die beiden hier geschilderten Programme können ohne Spenden nicht mehr weitergeführt werden. Ergänzender Förderunterricht - 1 Jahr (= 45 Wochen, dreimal wöchentlich, a´2 Stunden, 15 € Honorar pro Stunde), 4.050.- Euro für die Essenversorgung 2 Jahre, (=90 Wochen, dreimal wöchentlich, 30 € für Lebensmittel pro Termin) 8.100,- Euro.
Die Einrichtungen des Vereins wurden in den vergangenen Jahren für verschiedene Projekte mit insgesamt 27.557,00 Euro gefördert

Antrag

12.150,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 12.150,00 Euro zu fördern.


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