18. Sitzung am 16. Juni 2001 (22 Projekte)

In dieser Arbeitssitzung bewilligte das Plenum nach Empfehlung der Finanzkommission insgesamt 323.020 DM für die folgenden 22 Projekte:

Tagesordnung


Projektanträge

Projekt 1
Weiterführung des Wohnungslosentreffpunktes "OASE"

Projekt Träger

OASE - Selbsthilfegruppe der Wohnungslosen in Hamburg e.V., Fruchtallee 9, 20259 HH, Tel. 43189230

Projekt Beschreibung

Der Wohnungslosen-Treffpunkt "Oase" liegt unmittelbar am U-Bahnhof Christuskirche in Eimsbüttel. Er ist an fünf Wochentagen geöffnet und bietet Gemeinschaftsräume, warmes Essen, Wasch- und Duschmöglichkeit, Kleidung und Beratung für bis zu 100 obdachlose Menschen an. Bereits 1997 und 2000 wurde die "Oase" vom Spendenparlament mit 37.000,- DM gefördert.
Nun ist der Obdachlosentreffpunkt in Not. Strukturanpassungsmaßnahmen laufen im Augustr 2001 aus, ABM Stellen werden nach 3 Förderjahren nicht wieder besetzt. Die Weiterführung des Betriebes ist gefährdet. Unter dem Hilferuf "Die Oase darf nicht sterben" wird das das Spendenparlament um die Zwischenfinanzierung der Stelle des Fahrers des Transportfahrzeugs der "Oase" für acht Monate gebeten. Durch bereits angelaufene Spenden- und Öffentlichkeitsaktionen besteht die Hoffnung, daß ab April 2002 eine Normalisierung des Betriebs erreicht werden kann.

Antrag

28.300,- DM als Überbrückungsfinanzierung für das Gehalt des Kraftfahrers für 8 Monate.

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, der "Oase" mit 28.300,- DM überbrückungsgeld für das Fahrergehalt zu helfen, über den Winter zu kommen.


Projekt 2
Wohnungseinrichtung für vom Frauenhandel betroffene Frauen

Projekt Träger

Koofra - Koordinierungsstelle gegen Frauenhandel, PF 306144, 20327 HH, Tel. 67999757

Projekt Beschreibung

Die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Osteuropa haben dort die Lebensbedingungen für Frauen massiv beeinflußt und verschlechtert. Menschenhändler machen sich den Wunsch nach Migration und Informationsdefizite zunutze, um Frauen mit Versprechungen, Arbeit im Gast- und Reinigungsgewerbe zu bekommen, zu ködern. Für die Reisekosten verschulden sich die Frauen und werden im "Gastland" - auch in Hamburg - mit Angst, Mißhandlung und Vergewaltigung zur Prostitution gezwungen. Werden die Frauen aufgegriffen, bleiben sie bis zur Abschiebung vier Wochen hier. Sollten sie als Zeuginnen gegen die Menschenhändler aussagen, bleiben sie bis zum Prozeß - teilweise ein Jahr - in Hamburg. Für diese Übergangszeiten müssen sie untergebracht werden. Koofra kümmert sich um die Frauen und braucht für eine angemietete Wohnung dringend Einrichtungsgegenstände.

Antrag

Für Betten, Matratzen, Tisch, Stühle, Kühlschrank Renovierungsarbeiten... 8.000,- DM.

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, das Projekt mit 8.000,- DM zu fördern.


Projekt 3
Behindertengerechte WC - Anlage für alte Menschen

Projekt Träger

Ev.-luth. Auferstehungs-Kirchengemeinde, Luruper Hauptstr. 163, 22547 HH, Tel. 8314004

Projekt Beschreibung

Der Träger hat vom Spendenparlament 1996 einen Zuschuß zur Errichtung der ersten zwei Kirchenkaten in Hamburg erhalten.
Das reichhaltige Angebot der Ev.-luth. Auferstehungegemeinde in der Luruper Hauptstraße läßt verschiedene Seniorengruppen anwachsen. Zu den Besuchern gehören auch fünf Gehbehinderte und vier Rollstuhlfahrer. Um besonders den letzteren das Gruppenleben zu ermöglichen, brauchen sie dringend eine behindertengerechte WC-Anlage. In der näherern Umgebung werden z.Zt. behindertengerechte Wohnungen gebaut, so daß mit weiteren Senioren, aber auch behinderten jungen Besuchern zu rechnen ist.

Antrag

Zuschuß von 7.000,- DM für Umbaukosten zu einer behindergerechten WC-Anlage.

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, das Projekt mit 7.000,- DM zu fördern.


Projekt 4
Kemenate Tagestreff - Rat und Hilfe für wohnungslose Frauen

Projekt Träger

Kemenate e.V., Charlottenstraße 30, 20257 HH, Tel. 43049 59

Projekt Beschreibung

Der Kemenate Tagestreff ist eine Anlaufstelle für wohnungslose Frauen. Bereits 1998 förderte das Spendenparlament die Einrichtung mit 10.000,- DM. In der Kemenate wird die tägliche Grundversorgung für Frauen angeboten (Essen, Kleidung, Bildung/Zeitung, Telefon, Wäsche, Körperpflege, Unterstützung beim Schriftverkehr und bei Behördenangelegenheiten). Die Frauen erledigen die Dinge, soweit möglich, selbst. Ca. 30 Frauen werden täglich betreut. Der Tagestreff ist auch an Wochenenden geöffnet. Die Kemenate ist für viele wohnungslose Frauenauch die Postadresse und der einzige geschützte Tagesaufenthalt mit entsprechender Betreuung und Unterstützung. Zur besseren Bewältigung der Verwaltungsarbeiten und als Schulungsgerät für die Besucherinnen werden ein PC und ein Kopiergerät dringend gebraucht.

Antrag

3.000,- DM

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, die Kemenate mit 3.000,- DM zu fördern.


Projekt 5
Kücheneinrichtung für die Drogen- und Obdachloseneinrichtung SUBway in der Neustädter Straße

Projekt Träger

SUBway e.V., Neustädter Str. 29, 20355 HH, Tel. 35711994

Projekt Beschreibung

SUBway wurde 1995 von einer Privatinitiative gegründet, um drogenabhängigen und obdachlosen Menschen Chancen zum Ausstieg aus dem Milieu zu eröffnen. 180 Menschen werden z.Zt. betreut, 80 bis 100 kommen täglich in die Einrichtung. Eine flexible Substitutionsbegleitung ist der Kern der Arbeit, Essensversorgung, Wohnungsvermittlung und Tagesaufenthaltsstätte sind wichtige flankierende Maßnahmen.
Die Küche zur Versorgung von tgl. rund 100 Menschen besteht aus einem alten zweiflammigen Haushaltsherd und einem uralten Spültisch. Eine angemessene Kücheneinrichtung wird dringend benötigt. Die Sozialbehörde sieht sich nicht in der Lage, über den Festbetrag für die Betriebskosten auch noch Investitionsmittel zu zahlen.

Antrag

69.300,- DM für eine Kücheneinrichtung und Einbau incl. Fliesenarbeiten, Fußbodenverlegung und Elektro- und Wasserinstallationsarbeiten zur Versorgung von 100 Menschen.

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommsission empfahl dem Parlament, SUBway mit 46.000,- DM zu fördern. Der fehlende Restbetrag soll durch Eigenleistungen, günstigeren Gerätekauf und Spenden aufgebracht werden.


Projekt 6
Beratungsgespräche / Informationsgruppen in der ambulanten Suchttherapie

Projekt Träger

Die Brücke - Beratungs- und Therapiezentrum e.V. - Ambulante Suchttherapie, Neue Große Bergstr. 20, 22767 HH, Tel. 38613035

Projekt Beschreibung

Der Träger wurde für zwei Projekte 1997 und 1998 mit. insg. 9.530,- DM vom Spendenparlament gefördert.
Die Ambulante Suchttherapie des Vereins betreut z.Zt. 50 Klienten. Der Bedarf und die Nachfrage steigen ständig. 50% der Klienten sind alkoholabhängig, 50% nehmen illegale Drogen. Suchtabhängige geben mit der Entscheidung zum Ausstieg ihren gefährdenden "Freundeskreis" auf und geraten schnell in die Isolation. Der Verein will mit dem Angebot von Informationsgruppen, die die Zeit zwischen der Entscheidung zum Ausstieg und der Bewilligung einer Therapie überbrücken soll, die Möglichkeit zu neuen Kontakten bieten und den Enmtschluß stabilisieren. Langfristig sollen diese Informationsgruppen sich selbst durch Eigenbeteiligung tragen, als Anschub erbittet der Verein die Hilfe des Spendenparlaments für ein halbes Jahr. Außerdem möchte der Verein zusätzliche offene Sprechstunden für Betroffene und Angehörige anbieten, die z.Zt. nicht von den Kostenträgern der Sozialhilfe übernommen werden. Auch dazu bittet der Verein für ein halbes Jahr um Anschubfinanzierung.

Antrag

Für Honorare: 4.940,- DM (zwei Informationsgruppen)

Empfehlung und Genehmigung

plus 4.680,- DM (offene Sprechstunden)


Projekt 7
Einrichtung einer Jugend - Zirkusgruppe als freizeitpädagogische Stadtteilarbeit in Altona / St. Pauli

Projekt Träger

Circusschule Die Rotznasen e.V., c/o Schule Thadenstr. 147, 22767 HH, Tel. 43151255

Projekt Beschreibung

Der Träger hat 1999 vom Spendenparlament für ein Projekt 3.800,- DM erhalten.
Die Circusschule "Die Rotznasen" arbeitet seit Jahres erfolgreich in der präventiven Kinderarbeit in Altona. Nun soll für Jugendliche im Alter von 13 - 16 Jahren aus den problematischen Stadtteilen Altona und St.Pauli zur gefahrlosen Gestaltung ihrer Freizeit eine Jugendzirkusschule eingerichtet werden. Die Jugendlichen erlernen Zirkustechniken, entwickeln eigenständig Projekte. Für das Gelingen dieser Projekte lernen sie Arbeitsteilung, Verantwortungsbewußtsein, Toleranz, Konzentration und Kreativität. Diese Aktivitäten nehmen einen hohen Stellenwert in der Sucht- und Kriminalitätsprävention ein.

Antrag

2.840,- DM für Unterrichtsstunden- Honorare, Material und Organisationskosten.

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, das Projekt mit 2.840,- DM zu fördern


Projekt 8
Internetcafé im Jugendhaus der Johannes Kirchengemeinde Eidelstedt

Projekt Träger

Johannes Kirchengemeinde Eidelstedt, Dallbregen 5, 22523 HH, Tel. 57193065

Projekt Beschreibung

Das Jugendhaus liegt in Eidelstedt in einem hochverdicht bebauten Wohngebiet. Das Gebiet ist ein "Pilotgebiet für soziale Stadtteilentwicklung". Die Aktivitäten - insbesondere auch das neu zu schaffende "Internetcafé" - sind eingebunden in ein regionales Multimedianetzwerk "Eidel Net" - einer Kooperation des Hauses der Jugend, der mobilen Kinder- und Jugendarbeit, von "Ran an die Zukunft", ein Projekt der Jugendbildung Hamburg und dem "Sommerblauen Jugendhaus" der Kirchengemeinde. Die Angebote sind niedrigschwellig und sollen Jugendliche unterschiedlicher sozialer Herkunft und Bildung bei der Arbeit mit den neuen Medien in sozialräumlich orientierter Projektarbeit zusammenführen. Rund 200 Kinder und Jugendliche kommen wöchentlich in das Jugendhaus. Die Einrichtungskosten für das neue Internetcafé´wurden von der Max-Schmeling-Stiftung, anderen Spendern und der Stadtteilentwicklungsbehörde übernommen. Zur Deckung der laufenden Betriebskosten wurde ein Spenderkreis gegründet, der die Arbeit in Zukunft absichern soll. Zum Start wird das Spendenparalemnt um Hilfe gebeten.

Antrag

20.000,- DM als Anschubfinanzeirung für die lfd. Betriebskosten, die ab Mitte 2002 vom Förderkreis getragen werden.

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, das Jugendhaus in Eidelstedt mit 20.000,- DM Anschubfinanzierung zu fördern.


Projekt 9
Ausbau des Frühstückszimmers im "Stadthaushotel"

Projekt Träger

Werkstadthaus Hamburg-Gemeinsames Wohnen und Arbeiten behinderter Bürger e.V., Holstenstr. 118, 22765 HH, Tel. 3899200

Projekt Beschreibung

Der Träger hat sich das Wohnen und Arbeiten von Behinderten unter einem Dach zum Ziel gesetzt und betreut eine Wohngruppe geistig und körperlich Behinderter und betreibt in demselben Haus ein Hotel mit nunmehr 23 Betten. Hier haben acht Behinderte einen festen Arbeitsplatz erhalten, sie werden durch zwei Fachkräfte angeleitet. Ursprünglich hatte das Hotel Garni, das von Behinderten und Nichtbehinderten besucht wird, nur 11 Betten und war deshalb nicht kostendeckend zu bewirtschaften. Mit Hilfe von Sponsoren und einem Zuschuß der Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales wurde es darum auf 23 Betten mit einem Aufwand von 300.000,- DM erweitert und wird in dieser Größe mit dem gleichen Personal betrieben. Nun hat sich herausgestellt, daß der kleine Frühstücksraum (ca. 12 Plätze) für den neuen Zuschnitt nicht mehr ausreicht. Für die vorhergesehene behindertengerechte Erweiterung entspr. dem vorliegenden Kostenvoranschlag stehen dem Verein keine Mittel mehr zur Verfügung. Der Umbau kostet insg. 20.240,- DM.

Antrag

20.240,- DM

Empfehlung und Genehmigung

Genehmigung: Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, das Hotelprojekt mit 20.240,- DM zu fördern, um die Arbeits- und Wohnplätze der jungen behinderten Menschen abzusichern.


Projekt 10
Bühnenprospekt für die Obdachlosen - Theateraufführung "Straßenköter"

Projekt Träger

Obdach - Fertig - Los e.V., Erstes Hamburger Obdachlosentheater, Vielohweg 132A, 22455 HH, Tel. 5514111

Projekt Beschreibung

Das Obdachlosentheater besteht seit 1996 und wurde bereits zweimal durch das Spendenparlament für die Inszenierungen von "Pension Sonnenschein" und "Kalte Platten" gefördert. Nun soll im Herbst 2001 das neue Stück "Straßenköter" zur Aufführung kommen. Idee, Text und Aufführung werden von obdachlosen Frauen und Männern erdacht, bearbeitet und durchgeführt. Vierzig bis fünfzig Menschen gehören insg. zum Theaterkreis. Im neuen Stück wirken 22 Akteure mit, davon 9 Obdachlose, 8 ehemalige Obdachlose und 5 "Bürgerliche".
Der Verein hat zwei Hauptziele: - obdachlose Frauen und Männer mit anderen Bürgern zur regelmäßigen Arbeit und Begegnung zusammenzuführen und zu fördern und die Öffentlichkeit durch engagiertes Theater zur Refletion und Diskussion über Obdachlosigkeit anzuregen. Für die Aufführung des neuen Stückes fehlt ein transportabler Bühnenprospekt.

Antrag

3.990,- DM

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, das Obdachlosentheater mit 2.000,- DM zu fördern.


Projekt 11
Frauen machen Mut

Projekt Träger

Ev.-luth. Kirchenkreis Stormarn, Rockenhof 1, 22359 HH, Tel. 60314374

Projekt Beschreibung

In der Frauensozialarbeit des Kirchenkreises soll ab November 2001 ein Mütter-Telefon für alleinerziehende Mütter in Notsituationen eingerichtet werden. Es wird für den gesamten Hamburger Bereich gelten. Die Mütter können mit geschulten Gesprächspartnern reden. Das Angebot ist niedrigschwellig und soll eine erste Anlaufstelle für die Betroffenen sein, wobei dann über spezielle Beratungsstellen und sonstige hilfreiche Adressen informiert wird. Das Angebot gilt an sieben Wochentagen, jeweils von 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr.
Es werden 40 Frauen, die ehrenamtlich für dieses Projekt arbeiten wollen, ausgebildet. Die Kosten für Personal, Honorare, Material etc. werden überwiegend vom Kirchenkreis und anderen Sponsoren aufgebracht. Für die Helferschulung fehlt noch das Geld für 2 externe Referenten für die Themen: Depression, Gewalt in der Familie und Abhängigkeiten (Alkohol).

Antrag

2.000,- DM

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, das Projekt mit 2.000,- DM zu fördern.


Projekt 12
Fußboden im Gemeinschaftsraum der Jugendtagesstätte St. Pauli

Projekt Träger

Nachbarschaftsheim St. Pauli e.V., Kinder- und Jugendtagesstätte, Silbersackstr.14, 20359 HH, Tel. 3171154

Projekt Beschreibung

Die Einrichtung befindet sich auf dem Spielplatzgelände in der Silbersackstraße - einem Brennpunkt der Jugendarbeit auf St. Pauli. Sie wurde bereits 1999 mit 16.100,- DM zum Einbau einer Küche gefördert. Hohe Arbeitslosigkeit, Verwahrlosung, mangelhafte Betreuung im Elternhaus und Gefährdung durch das Umfeld sind die täglichen Themenstellungen für die Sozial- und Jugendarbveit im Stadtteil. Die Angebote in der offenen und niedrigschwelligen Kinder- und Jugendarbeit sind vielfältig - und schließen natürlich auch die Sozialarbeit ein. Die Kosten für den laufenden Betrieb der Einrichtung werden aus Bezirksmitteln für die Jugendarbeit bezahlt. Für Investionen fehlt das Geld. Der Fußboden im Hauptraum der Einrichtung muß aus hygienischen und sicherheitstechnischen Gründen mit Fliesen ausgelegt werden. Der alte PVC Fußboden kann nicht mehr ausreichend gepflegt werden und ist ein Sicherheitsrisiko. Da täglich bis zu 100 Kinder und Jugendliche die Tagesstätte besuchen, ist die Fußbodenerneuerung dringend erforderlich.

Antrag

17.604,- DM

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, die Tagesstätte mit 10.000,- DM zu fördern, da die Kosten durch Eigenhilfe und günstigeren Materialkauf gesenkt werden können.


Projekt 13
Bildung von Präventionsgruppen für hörgeschädigte und ertaubte Jugendliche und für erwachsene Arbeitnehmer zur Verhinderung von Arbeits- und Obdachlosigkeit

Projekt Träger

Hör-Beratungs- und Informations-.Zentrum Hamburg im "Bund der Schwerhörigen e.V.", Wagnerstr. 42, 22081 HH, Tel. 2916054

Projekt Beschreibung

Es gibt in der Bundesrepublik Deutschland ca. 15 Millionen schwerhörige, hörgeschädigte bzw. gehörlose Menschen. Immer mehr Jugendliche werden von dieser Behinderung betroffen, die oft nicht erkannt oder aber verdrängt wird. Schädigungen sind dann häufig nicht mehr reparabel. Hörbehinderte sind von Spott, Isolation, Leistungsminderung und schließlich Arbeitsplatz- und Wohungsverlust bedroht. Das Beratungszentrum Hamburg möchte gegen die wachsende Lärmschwerhörigkeit bei jungen Menschen Präventionsarbeit leisten und für berufstätige erwachsene Schwerhörige eine Selbsthilfegrupper gegen Arbeitsplatzverlust starten. Es bittet für diese neue Gruppenarbeit um eine Anschubfinanzierung. Nach einem Jahr sollen die Gruppen bei gutem Verlauf in die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen gebracht werden.

Antrag

Als Anschubfinanzierung für ein Jahr werden gebraucht:
- für die Präventivgruppe junger Menschen 4.500,- DM
- für die Selbsthilfegruppe der Berufstätigen 4.000,- DM
= insg. 8.500,- DM

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, die Anschubfinanzierung für die beiden neuen Gruppen des Hörberatungszentrums Hamburg in Höhe von 8.500,- DM zu übernehmen.


Projekt 14
Gemeinschaftsraum für betreutes Wohnen von behinderten Menschen

Projekt Träger

Nussknacker e.V., Ambulante Betreuung, Begegnung & Treff für psychisch Kranke in Altona, Lobuschstr. 6, 22765 HH, Tel. 36006710

Projekt Beschreibung

Der Verein Nussknacker plant den Umbau einer Wohnetage in Osdorf in fünf kleine, betreute Appartementwohnungen für psychisch Kranke, um damit die Lücke zwischen stationärer Unterbringung und eigener Wohnung zu schließen. Der Umbau wird dbei 20% Eigenbeteiligung des Trägers von der Wohnungsbaukreditanstalt finanziert. Nicht finanziert wird die Einrichtung eines Gemeinschaftsraumes mit Küchenzeile, der den BewohnerInnen und anderen Behinderten die Möglichkeit geben soll, aus ihrer Isolation herauszukommen und gemeinsam zu kochen und zu essen. Für Tisch und Stühle und eine Küchenzeile erbitet der Verein die Hilfe des Spendenparlaments.

Antrag

12.000,- DM für die Kücheneinrichtung und Raumgestaltung, 2.000,- DM für Tisch und Stühle

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, die Einrichtung eines Gemeinschaftsraumes in der Etage der Appartementswohnungen für psychisch Kranke mit 14.000,- DM zu fördern.


Projekt 15
Pädagogischer Mittagstisch im Aktivspielplatz Tegelsbarg

Projekt Träger

Initiative Aktivspielplatz (ASP) Tegelsbarg, Tegelsbarg 12, 22399 HH, Tel. 6062655

Projekt Beschreibung

Das Spendenparlament hat den Träger1999 mit insg. 14.000,- DM Projektkosten gefördert.
Der pädagogische Mittagstisch ist eine Horteinrichtung für Kinder und Jugendliche im ASP Tegelsbarg, die keien elterliche Betreuung nach der Schule erfahrenDen Kindern wird nach Schule ein verläßlicher Anlaufpunkt mit einer warmen Mahlzeit, Betreuung und Unterstützung bei der Erledigung der Hausaufgaben sowie Freitzeitbeschäftigungen angeboten. Viele Kinder und Jugendliche werden von der Schule oder dem Allgemeinen Sozialen Dienst wegen Verwahrlosung oder anderer Auffälligkeiten an die Einrichtung verwiesen. Ursachen sind in der Regel beengte Wohnverhältnisse, Arbeitslosigkeit, Alkohol- und Drogenprobleme sowie schwerwiegend gestörte Familienverhältnisse. Für die Betreuung müssen entsprchend dem Einkommen 30,- DM bis 150,- DM monatlich bezahlt werden. Viele Eltern zahlenauch diese Beträge nicht oder nicht regelmäßig.
Die vorhandenen Räumlichkeiten sind für die zunehmende Zahl der zu betreuenden Kinder nicht mehr ausrichend. Durch intensive Unterstützung des Lions Club Hamburg-Oberalster und anderer Sponsoren soll in diesem Sommer eine Hauserweiterung vorgenommen werden. Die Baukosten i.H.v. 74 Tsd DM sind über Spendenmittel finanziert. Durch diese Baumaßnahme kan eine zweite Gruppe Pädagogischer Mittagstisch erföffnet werden (16 neue Plätze). Für die Einrichtung des neuen Gruppenraumes wird das Spendenparlament um Unterstützung gebeten.

Antrag

15.800,- DM für die komplette Gruppenraum- Ausstattung

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, das Projekt mit 15.800,- DM zu fördern.


Projekt 16
Neue Wohnung für CARE - HIV-Wohnprojekt, Margarethenstr. 64

Projekt Träger

Jugendhilfe e.V., Pinneberger Weg 22-24, 22257 HH, Tel. 429 07 07

Projekt Beschreibung

Seit 1991 werden substituierte, wohnungslose HIV-infizierte, bzw. an Aids erkrankte Menschen in sogenannten Wohngemeinschaftszimmern versorgt. Es wurden zu diesem Zweck insg. 4 Wohnungen angemietet. Die BewohnerInnen werden von pädagogischem Fachpersonal betreut. Die Betroffenen kommen von der Straße, aus Gefängnissen oder aus stationärten Übergangseinrichtungen. Sie sollen in eine gesicherte Wohnmöglichkeit gebracht und zu einer angemessenen Lebensgestaltung geführt werden.
Der Mietvertrag einer Wohnung für fünf Personen ist abgelaufen und kann nicht verlängert werden. Es wurde neuer Wohnraum angemietet. Dort sind aber Einbauten und Renovierungsarbeiten dringend notwendig. Die Kosten hierfür können nur durch Spenden finanziert werden, da der Pflegesatz nur Betreuung und Verwaltung abdeckt. Das Spendenparlament wird um Hilfe gebeten.

Antrag

24.980,- DM für die Wohnungsrenovierung laut Kostenvoranschlag

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, das Projekt mit 15.000,- DM zu fördern, da noch weitere Spenden zu erwarten sind.


Projekt 17
PC Schulungszentrum in Bramfeld für Jugendliche, insb. unbegleitete ausländische Jugendliche

Projekt Träger

Woge e.V., Bahrenfelder Str. 244, 22765 HH, Tel. 3984260

Projekt Beschreibung

Woge e.V. wurde 1993 als Träger der freien Jugendhilfe gegründet. Ein Schwerpunkt des Trägers und der behördliche Auftrag ist die Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und Migrantinnen. Ziel der Arbeit ist die Unterstützung der Jugendlichen in ihrem Heranwachsen zu selbständigen und unabhängigen Menschen. Diese Hilfe wird in enger Zusammenarbeit mit der Schule und dem Jugendamt angeboten. Im September 2000 hat das Spendenparlament den Träger mit 26.500,- DM für die Einrichtung einer Wäscherei zur Beschäftigung der betreuten Jugendlichen unterstützt.
Gerade für junge Flüchtlinge ist ein Angebot an sozialen Kontakten und Qualifizierung wesentlich und kann für den Prozess der erfolgreichen Rückführung oder für die Integration entscheidend sein. Ein neues PC -Schulungsprojekt (mit Internet Café) soll Medium für die neue soziale Gruppenarbeit sein. In zusätzlich angemieteten Räumen in Bramfeld wurden 10 vernetzte PC s installiert (gespendet von Mc Kinsey). Die Räume und die Installation sind sowohl für Selbststudium als auch für Gruppenunterricht geeignet. Durch das PC-Projekt soll den Jugendlichen - an sieben Tagen in der Woche - ein Angebot gemacht werden, den Umgang mit der PC-Technik zu erlernen und zu nutzen. Natürlich ist das Projekt für alle Jugendlichen im Stadtteil Bramfeld offen - so soll auch ein Ort der Begegnung entstehen. Die gemeinsame Themenstellung "PC" wird helfen, auch über Kulturgrenzen hinweg besser miteinander zu kommunizieren. Ca. 100 Jugendliche kommen wöchentlich in den Treffpunkt.

Antrag

49.000,- DM für Raummiete und Nebenkosten (jährlich 21.000,-) und Honorarkräfte und Lehrmittel (jährlich 28.000,-)

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, das präventive Jugendprojekt mit 25.000,- DM als Anschubfinanzierung (Jahresmiete und Lehrmittel) zu fördern.


Projekt 18
Treppenlift im "Zentrum für soziale Arbeit und Beratung in Berne"

Projekt Träger

Pestalozzi-Stiftung Hamburg, Gründgensstr.26, 22309 HH, T. 639014-0

Projekt Beschreibung

Drei Projekte des Trägers wurden bisher unterstützt

Antrag

in einem Fall übernahm ein anderer Sponsor die empfohlene Förderung, damit hat das Spendenparlament dem Träger insg. 8.000,- DM zugewandt.
In einer ehemaligen Bücherhalle am Berner Heerweg hat die Pestalozzi Stiftung 1999 das o.a. Zentrum eingerichtet. Dort befindet sich die Anlaufstelle der ambulanten Hilfe für Menschen mit Behinderung. Ebenso finden dort Gruppentreffen und Tanzveranstaltungen statt, die von ca. 100 bis 120 Menschen mit und ohne Behinderung besucht werden. Von einem Eingangsraum führt eine Treppe ins Souterrain hinab, wo sich u.a. die Behindertentoilette befindet. Die Treppe soll mit einem Lift für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte ausgerüstet werden. Der Lift kostet 30.000,- DM. Durch Eigenmittel und Spenden sind 17.000,- DM zusammengekommen.

Empfehlung und Genehmigung

13.000,- DM


Projekt 19
Informations - und Aufklärungsarbeit über das Down-Syndrom

Projekt Träger

Kids Hamburg e.V., Kontakt- und Informationszentrum Down-Syndrom, Monetastr. 3, 20146 HH, Tel. 38616780

Projekt Beschreibung

Der im September 1999 von Eltern mit Down-Syndrom-Kindern gegründete Verein hat seine Arbeit intensiviert und ausgebaut. Aktive Vereinsmitglieder organisieren kontinuierlich Seminare und Veranstaltungen und leisten umfangreiche mündliche und schriftliche Beratung. Zielgruppe der Aktivitäten sind neben betroffenen Eltern auch Erzieher, Lehrer und Ärzte.
Im November 2000 hat das Spendenparlament dem Verein mit 3.000,- DM zur Verbesserung der Büroausstattung geholfen. Das damals in einer Privatwohnung untergebrachte "Büro" wird ab 01.07.2001 in angemieteten Räumen eingerichtet. Für einen Seminarraum und ein kleines Beratungszimmer ist nun ebenfalls Platz vorhanden. Miete und andere laufende Kosten können aus Beiträgen und Spenden der Vereinsmitglieder finanziert werden

Antrag

für die Seminare werden Teilnahmegebühren erhoben.

Empfehlung und Genehmigung

Für die Einrichtung der drei Räume insg. 15.419,- DM nach vorliegendem Kostenplan


Projekt 20
Sport als ein Aspekt der Gewaltprävention in Rothenburgsort

Projekt Träger

Förderkreis Veddel-Rothenburgsort e.V., Billwerder Neuer Deich 4, 20539 HH, Tel. 28546400

Projekt Beschreibung

Die im Förderkreis zusammengeschlossenen Initiativen und Vereine planen in Zusammenarbeit mit der Fritz-Köhne-Schule für September drei Lern- und Aktionstage mit Probetrainings (Fußball und WenDo), Filmvorführungen und Gesprächen. Zielgruppe sind aggressions- und problembeladene Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil. Ergänzt wird das Projekt durch Fachgespräche für Erwachsene zum Umgang mit Konflikten und Gewalt sowie gewaltpräventive Fortbildung für TrainerInnen. Die Trainingstage sind Grundstein für 20 wöchige Kurse im Winterhalbjahr, in denen Zugang und Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen gefestigt und vertieft werden sollen.
Entwickelt und koordiniert wird das Projekt durch den Quartiersentwickler, der seit 1997 (= Aufnahme des Stadtteils Rothenburgsort in das Programm der Sozialen Stadtteilentwicklung) vor Ort tätig ist.

Antrag

Für Honorare, Filmkosten, Sach- und Organisationskosten zur Durchführung des WenDo-Sportteils des Aktiontages am 21.09.: 1.300,- DM und für die anschließnemdem Halbjahreskurse 6.000,- DM

Empfehlung und Genehmigung

insg. 7.300,- DM


Projekt 21
Ambulantes Hospizpflegeteam

Projekt Träger

Hamburger Gesundheitshilfe e.V., Schellingstr. 12, 22089 HH, T. 209882-0

Projekt Beschreibung

Seit 1989 betreut der Verein in einem seiner Arbeitsfelder Schwerstkranke in häuslicher Umgebung, häufig in ihrer letzten Lebensphase. Ein Team von zehn Fachkräften und fünf bis sieben Ehrenamtlichen steht Betroffenen bei der Erfüllung ihres Wunsches, zuhause sterben zu können, zur Seite. Dafür sind neben einer umfassenden pflegerischen Arbeit viele Leistungen nötig, die von vorbereitenden Aufnahmegesprächen in der Klinik bis zur oftmals gewünschten Teilnahme an der Beerdigung reichen und auch die Fachanleitung und Betreuung der Angehörigen einbeziehen.
Da die ambulante Hospizpflege von den Kostenträgern nur mit dem Regelstundensatz für Krankenpflege abgerechnet wird, entstehen jährlich Defizite in erheblichem Umfang. Der Träger hat in der Vergangenheit versucht, diese Verluste aus eigener Kraft auszugleichen. Dies ist nun nicht mehr möglich, da alle Reserven aufgebraucht sind. Der Bereich der ambulanten Hospizpflege kann ab Juli 2001 nur weitergeführt werden, falls die für Ende Juni anstehenden Verhandlungen mit den Kostenträgern zur Vereinbarung eines angemessenen Pflegesatzes führen.

Antrag

50.000,- DM zur Überbrückung der Finanzierungslücke für das zweite Halbjahr 2001, falls die Arbeit ab 2002 weitergeführt werden kann.

Empfehlung und Genehmigung

Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, das Projekt mit 50.000,- DM unter der Bedingung zu fördern, daß das ambulante Hospizpflegeteam nach dem 01.01.2002 unter veränderten finanziellen Rahmenbedingungnen weiterarbeiten kann.


Projekt 22
Mittel aus dem Feuerwehrtopf (§ 5 Geschäftsordnung)

Projekt Träger

Timotheusgemeinde zu Hamburg - Horn

Projekt Beschreibung

-

Antrag

-

Empfehlung und Genehmigung

Vereinsvorstand, Präsidium und Finanzkommission haben sich im Juni einvernehmlich dafür ausgesprochen, der Timotheusgemeinde zu Hamburg - Horn für das Projekt "Betreute Schulhoföffnung an Wochenenden und Nachmittagen" 2.400,- DM zuzuwenden. Mit diesem Geld kann die kurzfristig in Gefahr geratenene Projektarbeit kontinuierlich bis Oktober 2001 fortgeführt werden.


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