37. Sitzung am 21. November 2007 (16 Projekte)

Für Die Sitzung am 21.11.2007 war folgende Tagesordnung vorgesehen:

Tagesordnung

1. Eröffnung, Begrüßung, Protokoll, Termine
2. Aktuelle Viertelstunde
3. Gastvortrag Jochen Menzel "Nachhaltige Entwicklung in Hamburg"
4. Bericht über den Stand des Spendenaufkommens
5. Bericht der Finanzkommission
6. Vorstellung der Projekte, Begründung der Anträge, Diskussion und Abstimmung
7. Verschiedenes

Projektanträge

Projekt 1
Patientenberatung für ältere Migrantinnen/Migranten

Projekt Träger

Patienten Initiative e.V., Moorfuhrtweg 9, 22301 Hamburg, Tel.Nr.: 2796465

Projekt Beschreibung

Die Patienten-Initiative (PI) unterstützt seit 1984 Patienten in ganz Hamburg bei der Klärung von individuellen Beschwerden im Gesundheitswesen (Arzt, Krankenhaus). Sie berät Kranke im Einzelfall über ihre Rechte, damit sie diese besser im Arzt-Patientenverhältnis durchsetzen können. Das Beratungsangebot der PI wird sehr gut nachgefragt.(800 Pers. p.a.) Migrantenpatienten sind aber kaum vertreten, weil sich die Sprach-barrieren der älteren Migranten besonders isolierend auswirken. Eine sprachliche Unterstützung durch Familienangehörige ist gerade bei tabubesetzten Krankheitsproblemen nicht möglich.
Deshalb wird ein zusätzliches Angebot (Pilotprojekt) speziell für die Gruppe älterer Migranten/Innen geplant. Die Beratung soll sich wie bisher auf den konkreten Einzelfall beziehen und zielgruppennah im Seniorentreff für Ausländische Bürger/Innen(Altona) erfolgen. Die Räume und die Infrastruktur werden kostenlos bereit-gestellt.
Das Pilotprojekt soll sich zunächst auf die größte Gruppe, die türkischen Ratsuchenden, konzentrieren. Die Fachberaterin der PI wird dabei von hiesigen Migranten/Innen als Dolmetscher unterstützt damit die schwierigen Sachverhalte korrekt kommuniziert werden können. Sie sind als interkulturelle Gesundheits-mediatoren geschult, können allerdings keine PI-Fachkraft ersetzen.
PI bittet um eine Anschubfinanzierung für die zusätzlichen Honorarkosten (6 Std/mtl.) für 12 Monate in Höhe von 3.360,00 Euro sowie für die Dolmetscherhonorare in Höhe von 1.680,00 Euro. Das Budget von PI deckt leider nur die Personal- und Mietkosten für die bisherigen Aufgaben.
Die Finanzkommission möchte nach 6 Monaten eine Zwischenbilanz ziehen.

Antrag

5.040,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 5.040,00 Euro zu fördern. Der Betrag soll in 2 Raten ausbezahlt werden.


Projekt 2
Renovierung eines Raumes der Timotheusgemeinde, der von verschiedenen Nutzern/Organisationen kostenlos genutzt wird

Projekt Träger

Timotheusgemeinde, Stengelestr. 34, 22111 Hamburg, Tel.Nr.: 659980516/17

Projekt Beschreibung

Timotheusgemeinde, Stengelestr. 34, 22111 Hamburg, Tel.Nr.: 659980516/17
Die Timotheusgemeinde stellt verschiedensten Nutzern kostenlos einen Raum zur Verfügung. Senioren aus Horn (ca. 15-20) nutzen täglich den Raum als Treffpunkt, um Ihrer häuslichen Einsamkeit zu entfliehen. Die Hamburger Tafel nutzt den Raum einmal in der Woche, um an Bedürftige Lebensmittel zu verteilen. Von Stu-denten aus dem Rauhen Haus werden hier Sprachseminare für ausländische Mitbürger abgehalten. Der Raum wird auch als Treffpunkt der Stadtteilkonferenz genutzt.
Dieser Raum ist in einem desolaten Zustand. Die Wände, Türen und Heizkörper schreien nach einer pro-fessionellen Grundsanierung. Mit einer einfachen Farbsanierung ist es nicht getan. Es sind Malerarbeiten (4.310,99 Euro) und ein neuer Teppichboden (2.520,54 Euro) dringend notwendig. Nach Prüfung des Haus-haltsplanes ist die Gemeinde nicht in der Lage dieses Vorhaben zu finanzieren. Die Seniorenarbeit wird bereits mit 20.000,00 Euro jährlich von der Gemeinde subventioniert. Die anderen Nutzer des Raumes sind finanziell nicht in der Lage einen Beitrag zu leisten.

Antrag

6.831,53 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 6.832,00 Euro zu fördern.


Projekt 3
Anschaffung eines Transportfahrrades für den Bauspielplatz Bonnepark

Projekt Träger

Spielgelände Bonnepark e.V., Baurstr. 10, 22605 Hamburg, Tel.Nr.: 8991944

Projekt Beschreibung

Der Bauspielplatz Bonnepark ist eine offene Einrichtung in Bahrenfeld für die Betreuung von Kindern ab dem 5. Lebensjahr. Zum Betreuungsangebot gehört auch ein pädagogischer Mittagstisch für ca. 25 Kinder und eine Betreuung bei den Hausaufgaben. Es werden vorwiegend Kinder mit Migrationshintergrund - viele ohne gesicherten Aufenthaltsstatus - betreut. Sie wohnen in der benachbarten Hochhaussiedlung oder in den Wohnunterkünften für Migranten.
Die Einrichtung erhält jährlich eine Zuwendung für Sachkosten in Höhe von 5.000,00 Euro.
Das Mittagsessen für die Kinder wird seit 4 Jahren von der Firma Euler-Hermes in Bahrenfeld gespendet. Es wird täglich mit einem alten Post-Fahrrad (mit Anhänger) abgeholt. Auch die täglichen Einkäufe werden mit diesem Fahrrad erledigt.
Es wird dringend ein neues Fahrrad mit einer größeren “Transportkiste“ benötigt.

Antrag

1.850,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 1.850,00 Euro zu fördern.


Projekt 4
Anmietung und Ausstattung einer Fahrradwerkstatt für bedürftige Jugendliche

Projekt Träger

Kinderinsel e.V., Harburger Rathauspassage 4, 21037 Hamburg, Tel.Nr.: 22622660

Projekt Beschreibung

Der Verein Kinderinsel e.V. wurde 2007 gegründet um Kinder zu unterstützen, die wegen ihrer sozialen Her-kunft aus finanziellen oder anderen Gründen ausgegrenzt sind. Die Kinder, welche keine ausgewogenen oder gesunden Mahlzeiten erhalten, auf ein Fahrrad verzichten müssen und sich bildungstechnisch nicht weiterentwickeln können, sollen in Obhut genommen werden. Ein Teil der Gesamtvision -der Pausensnack an der ersten Schule in Harburg- ist bereits eingeführt. Als zweiter Schritt sollen Kindern, deren Eltern dazu nicht in der Lage sind, gespendete Fahrräder verkehrssicher zur Verfügung gestellt werden. In der Wachs-tumsphase der Kinder werden kleinere gegen größere Fahrräder getauscht. Bei Defekten sollen die Kinder und Jugendliche in der Werkstatt, unter Anleitung, das Fahrrad wieder fahrbereit machen.
Den Kindern wird damit bei der sozialen Integration und ihrer charakterlichen Entwicklung geholfen.
Dies wird durch das Vertrauen, ein Fahrrad geliehen zu bekommen, das Gefühl mit den Freunden/innen mit-fahren zu können, die Übernahme der Verantwortung für das Fahrrad, sowie die Anleitung und Unterstützung bei der Reparatur, erreicht.
Als Anschub für die neue Werkstatt und Überbrückung sollen die Mietkosten für 1 Jahr (3.696,00 Euro), die Werkstattausstattung (lt. Angebot 4.632,00 Euro) und die Kommunikationskosten (Telefon, Fax etc. 3.600,00 Euro) für 1 Jahr übernommen werden.

Antrag

11.928,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 11.928,00 Euro zu fördern.


Projekt 5
Renovierung des Obdachlosenbunkers

Projekt Träger

ASB Sozialeinrichtung “Mistralbunker“, Mistralstr. 3-5, 22767 Hamburg, Tel.: 4399216

Projekt Beschreibung

Die Obdachlosenunterkunft “Mistralbunker“ ist eine wirtschaftlich eigenständige Einheit des ASB. Sie erhält von der BSG für 41 obdachlose Bewohner eine Miete in Höhe von je 230 - 270 Euro. Zusätzlich gibt es noch eine Zuwendung für die Gehälter der Sozialpädagogen. Von diesen Einnahmen sind alle anfallenden Kosten zum Erhalt und Betrieb der Unterkunft zu bestreiten.
In Zusammenarbeit mit dem Verein “Bau Art“ sind Entwürfe entstanden die durch Farbe und optische Gestaltung die bedrückend niedrigen Decken und den insgesamt drückenden Character der 6 Etagen des Wohnbunkers optisch verbessern sollen. Alles soll leichter, höher und heller erscheinen. Diese gestalt-erische, optische Aufhellung wird sich bei den Bewohnern auf ihr psychisches Befinden positiv auswirken. Die Bewohner werden an der Vorbereitungphase beteiligt und werden an der Realisierung mitarbeiten. Die Kosten können vom Träger leider nicht aufgebracht werden.

Antrag

6.300,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 6.300,00 Euro zu fördern.


Projekt 6
Erneuerung der Telefonanlage und Kauf eines Laptops für Beratung

Projekt Träger

Brücke - Beratungs- und Therapiezentrum e.V., Walddörferstraße 337, 22047 Hamburg,
Tel.Nr.: 666133

Projekt Beschreibung

Die Brücke e.V. führt seit 1986 Beratung und seit 1994 auch Rehabilitation bezüglich ambulanter Sucht-therapie (Alkohol,Medikamente,Drogen) sowie eine Ess-Störungstherapie (Magersucht, Bulimie, Esssucht, auch speziell für junge Frauen ) durch. Über 80% der Abhängigkeitskranken finden wieder in die Arbeitswelt zurück und entgehen damit der zunehmenden sozialen Isolation. Die Beratungen und die Therapien werden in Wandsbek, Eilbek und Altona angeboten.
Inzwischen sind diese Therapiebereiche feste Teile des Gesamtangebots. Die ambulante Therapie für Abhängigkeitskranke wird von den Rentenversicherungsträgern, den Krankenkassen und vom Sozialamt getragen. Es gibt feste Sätze je Klient und Anzahl der Betreuungsstunden, aber keine Gelder für Investi-tionen. Das Budget deckt gerade die Personalkosten und die Raummiete. Ein Eigenanteil kann deshalb nicht erbracht werden.
Die alte Telefonanlage in Altona ist dem Bedarf der telefonisch Ratsuchenden nicht mehr gewachsen. Sie fällt häufig aus und muss ersetzt werden. Die neue Anlage ermöglicht, dass mehrere Berater gleichzeitig arbeiten können. Zusätzlich soll ein Laptop in die Beratungszimmer mitgenommen werden. Damit können gemeinsam mit den betroffenen Personen via Internet möglichst individuelle Hilfen und Kontakte ermittelt werden. Die Investition für die Telefonanlage und für den Laptop beträgt 2.139,00 Euro.
Der Träger wurde bereits 2001 (Sprechstunden für Suchtabhängige 9.620,00 DM) sowie in 2004 (Ess-Störungsprojekt 1.500,00 Euro) unterstützt.

Antrag

2.139,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 2.139,00 Euro zu fördern.


Projekt 7
Anmietung und Ausstattung eines Büros und Anschaffung eines Transportfahrzeugs

Projekt Träger

FIGA "Für Integration-Gegen Ausgrenzung" e. V., Barmbeker Markt 30, 22081 Hamburg,
Tel.: 61198087

Projekt Beschreibung

Der Verein FIGA ist 2002 gegründet worden. Ziel der Arbeit ist, psychisch erkrankte Frauen und Männer zu befähigen, die eigene Lebenssituation zu stabilisieren und eine Behinderung oder deren Folgen zu mildern. Dabei soll vor allem auch ein drohender Wohnungsverlust oder die Obdachlosigkeit abgewendet werden. Damit wird auch die Einbindung in unser Gemeinwesen weiter ermöglicht bzw. aufrecht erhalten.
Bislang hat der Verein ausschließlich von Mitgliedsbeiträgen und einzelnen Spenden existiert.
Seit August dieses Jahres ist FIGA von der Sozialbehörde (BSG) offiziell als Träger anerkannt. Mit dieser Anerkennung erhält der Verein finanzielle Unterstützung durch Honorarkostensätze. Dadurch kann der Ver-ein jetzt erstmalig die Arbeit aufnehmen und auf professioneller Basis agieren.
Für die erforderlichen Sachkosten und Transportmittel gibt es jedoch keine Unterstützung. Es konnte ein mietgünstiges Büro mit Nebenräumen für Einzelgepräche und Gruppenaktivitäten angemietet werden. Die neuen Räume sollen die Plattform für die Gespräche mit den zu betreuenden Menschen und für die Organi-sation der Hilfsangebote bilden. Daneben braucht der Verein für seine Arbeit auch ein Fahrzeug für Möbel-transporte bei Umzügen und etwa auch für Gemeinschaftsunternehmen mit den Betroffenen. Die Anschaff-ung eines gebrauchten Transportfahrzeugs ist mit 6.400,00 Euro veranschlagt.
Die neuen Räume müssen komplett ausgestattet werden. Die Kosten für die Büroausstattung und die Ein-richtungsgegenstände belaufen sich auf 8.286,00 Euro. Nach ca. 3 Monaten werden voraussichtlich die Miete und die laufenden Kosten durch die Honorare finanziert. Bis dahin ist eine Übernahme der laufenden Ausgaben, inklusive der Kommunikationskosten (geschätzt 1.922,40 Euro), nicht möglich. Insgesamt werden wir um eine Anschubfinanzierung in Höhe von 16.608,40 Euro gebeten. Da der Verein keinerlei Eigen-mittel/Rücklagen hat, ist eine Eigenbeteiligung nicht möglich.

Antrag

16.608,40 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 16.608,00 Euro zu fördern.


Projekt 8
Neuanschaffung eines Transporters für die “Wilhelmsburger Tafel“

Projekt Träger

Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg e.V., Vogelhüttendeich 55, 21107 Hamburg,
Tel.Nr.: 7533265

Projekt Beschreibung

Die Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg verfolgt verschiedene Projekte zur Beschäftigung von Arbeitslosen im sogenannten 2. Arbeitsmarkt und für ehrenamtliche Helfer (z.B. für das Projekt “Wilhelmsburger Tafel“ mit 3 Ausgabestellen in Wilhelmsburg).
Hauptausgabestelle und Stützpunkt für die Sozialberatung ist das Deichhaus am Vogelhüttendeich. Fünf Tage in der Woche werden gespendete Nahrungsmittel an ca. 100 Personen verteilt (Tafel). Die Lebens-mittel werden täglich bei ca. 15 Stellen abgeholt. Frische Nahrungsmittel müssen in einem Kühlwagen trans-portiert werden.
Das neue Fahrzeug wird von Daimler mit 50% Rabatt gefördert (Förderung von Tafelfahrzeugen) - der Rest muss mit Spenden finanziert werden.

Antrag

10.000,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit bis zu 10.000,00 Euro, zu unterstützen. Die Auszahlung erfolgt erst nach Sicherstellung der Gesamtfinanzierung.


Projekt 9
Präventionsgruppe für Kinder psychisch kranker Eltern

Projekt Träger

Verein Seelennot e.V. c.o. Dr. Deneke, Klinik für Kinder- und Jugendpsychatrie und
Psychotherapie UKE, Martinistr. 52, 20246 Hamburg

Projekt Beschreibung

Verein Seelennot e.V. c.o. Dr. Deneke, Klinik für Kinder- und Jugendpsychatrie und
Psychotherapie UKE, Martinistr. 52, 20246 Hamburg
Der Verein Seelennot kümmert sich um Kinder, welche durch die psychische Erkrankung ihrer Eltern in Not und Isolation geraten sind. Diese Kinder schämen sich, über Ihre Probleme zu reden. Sie können keine anderen Kinder zu sich nach Hause einladen. Oft sind sie auch die Versorger der Familie. Neben einer offenen Beratungsstelle bietet der Verein Präventivgruppen für Kinder (Auryngruppen) an. Hier können Kinder in festen Gruppen (6-8) über einen Zeitraum von 6-9 Monaten einmal wöchentlich für 2 Stunden über ihre Probleme reden. Sie können erfahren, dass sie nicht die Einzigen sind, die diese Probleme haben. Sie können ihre Scham überwinden, um über ihre Probleme offen zu reden. Sie lernen, ihren eigenen Gefühlen zu trauen. Sie lernen auch, sich gegen ihre Mütter abzugrenzen und eigene Bedürfnisse zu formulieren. Für diese Kinder ist es ein erster Schritt aus der unverschuldeten Isolation heraus zu kommen. Vielleicht ist es auch eine Chance, nicht selbst in den Strudel der Erkrankung ihrer Eltern zu geraten.
Die Kosten für eine Gruppe betragen 15.400,00 Euro. Für die im Winter geplante Gruppe können 6.760,00 Euro durch eigene Mittel, Spenden und ehrenamtliche Leistungen aufgebracht werden. Es fehlen noch 8.640,00 Euro. Hierfür erbittet der Verein die Unterstützung des HSP.
Der Verein finanziert sich bisher ausschließlich durch Vereinsbeiträge (z.Zt. 28 Personen, Jahresbeitrag 60,00 Euro) und Spenden. Wie überall sind Spenden aber immer schwieriger zu bekommen. Für das nächste Jahr hofft der Verein auf die Übernahme dieser Kosten durch einen anerkannten Träger und die Überführung in die Regelfinanzierung. Das HSP hat den Verein schon einmal im Jahre 2004 mit 8.600,00 Euro unterstützt.

Antrag

8.640,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 8.640,00 Euro zu fördern.


Projekt 10
Erneuerung von 2 Computerplätzen in der Kaffeeklappe auf St. Pauli Seiler Str. 23 , 20359 Hamburg

Projekt Träger

Diakonisches Werk -Mitternachsmission-, Königstr. 54, 22767 Hamburg, Tel.Nr.: 316495

Projekt Beschreibung

Diakonisches Werk -Mitternachsmission-, Königstr. 54, 22767 Hamburg, Tel.Nr.: 316495
Die Kaffeeklappe, ein Projekt des Diakonischen Werks, betreut mit 2 Festangestellten und einer Honorarkraft (psychosoziale Stabilisierung) Frauen beim Ausstieg aus der Prostitution. Die Kaffeeklappe ist ein Treffpunkt, welcher auch zum gemeinsamen Frühstück und zum Erfahrungsaustausch genutzt wird. Zusätzlich wird mehrmals wöchentlich Streetworkerarbeit in St.Pauli, St.Georg und in der Süderstraße geleistet. Zu den Be-sucherinnen zählen ca. 50 “Stammfrauen“, die meistens in isolierten und armen Verhältnissen leben und auf diese Weise wieder in die “normale“ Gesellschaft integriert werden können. Der Träger verfügt über ein sehr veraltetes EDV-System, das nun umgerüstet werden soll. Benötigt werden 2 Notebooks und neue Arbeitstische. Die Besucherinnen nutzen die EDV für Bewerbungsschreiben und um nach Jobs und Wohn-ungen zu suchen. Die Kaffeeklappe bittet das HSP um Hilfe, da für die Anschaffungen im Etat keine Mittel vorhanden sind. Der Träger wurde in 2004 bereits mit 3.655,00 Euro (Renovierung) und in 2006 mit 1.600,00 Euro (Kompetenztraining) unterstützt.

Antrag

2.500,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 2.500,00 Euro zu fördern.


Projekt 11
Spielscheune der Geschichte, Felix-Jud-Ring (Ecke) Marie-Henning-Weg, Allermöhe

Projekt Träger

Verein für Kinder und Jugendförderung in Neu-Allermöhe e. V., Von Moltke-Bogen 38,
21035 Hamburg, Tel.Nr.: 73507947

Projekt Beschreibung

Neu Allermöhe ist ein noch junger Stadtteil mit hohem Migrantenanteil und vielen Einwohnern, die wirt-schaftlich und sozial isoliert sind. Den Kindern droht durch ihre unterschiedliche Herkunft außer Isolation auch ein Abgleiten in Gruppen mit krimineller Zukunft. Seit 1996 versuchen Eltern und Freunde des Stadtteils mit Projekten wie z.B. Kinderdiscos, Kleiderkammern und einem Feierhaus, dieser Entwicklung entgegenzu-treten.
Ein wirklich großer und ungewöhnlicher Schritt soll im nächsten Jahr mit der Eröffnung der “Spielscheune der Geschichten“ verwirklicht werden. Eine Indoor-Spielhalle in der mit einem einzigartigen Spiel- und Erzählpädagogischen Programm, Kindern und Familien soziale Werte und Vorschläge zum gewaltfreien Umgang mit den Problemen des Lebens, vermittelt werden soll. Das interreligiös orientierte Erzählprogramm wird mit Partnern aus Christentum, Judentum und Islam, sowie Jugendlichen aus dem Stadtteil vorbereitet.
Die Investitionssumme für das Gesamtprojekt beträgt ca. 850.000 Euro. Die zielgerichtete Zusammenarbeit zwischen Firmen, Privatpersonen und kommunalen Institutionen machte es möglich, dass heute schon über 700.000 Euro bereit stehen. Um die noch vorhandene Differenz weiter zu schließen, bittet der Träger das HSP um Hilfe für die Ausstattung eines “Erzählraumes“ in Höhe von 15.000,00 Euro. In diesem Raum werden Gruppen willkommen geheißen und Geschichten erzählt. Dabei ergibt sich die Möglichkeit, mit diesen Kindern vertiefte Kontakte zu knüpfen und entsprechende Gespräche zu führen. Für Fortbildungs- und Kulturveranstaltungen (ca. 120 Personen) erhält der Raum eine kleine Bühne, Musiktechnik und Mobiliar.

Antrag

15.000,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 15.000,00 Euro zu fördern. Die Auszahlung erfolgt erst nach Sicherstellung der
Gesamtfinanzierung.


Projekt 12
Überbrückungsfinanzierung einer Koordinierungsstelle für die Betreuung demenzkranker Pflegebedürftigen durch ehrenamtliche Betreuer

Projekt Träger

Hamburger Gesundheitshilfe e.V., Wandsb. Chaussee 8, 22089 Hamburg, Tel.: 20988211

Projekt Beschreibung

Der Träger besteht seit 1988 und befasst sich mit der ambulanten Alten- und Krankenpflege, überwiegend im östlichen Hamburger Stadtgebiet. Es gibt mehr als 70 professionelle Mitarbeiter. Seit ca. 4 Jahren betreuen ca. 25 Ehrenamtliche (viele Langzeitarbeitslose), arme, einsame aber vor allem demenzkranke alte Menschen im Bereich Dulsberg und Wandsbek. Die Betreuer sind geschult. Der Aufgabenbereich beschränkt sich auf stundenweise Anwesenheit, damit die Angehörigen einen zeitlichen Freiraum bekommen. Ferner helfen sie mit Behördengängen, Besorgungen, Lesen und Zuhören. Bisher wurde das Projekt für drei Jahre vom Deutschen Hilfswerk unterstützt (bis 30.9.07). Von der Behörde (BSG) und der Pflegekasse liegt nun eine Zusage für die Koordinierungsstelle (10 Std/wöchtl. 18.000,00 Euro) vor.
Der Träger hält es aber für sinnvoll, mehr Betreuung und somit mehr Ehrenamtliche einzusetzen, damit die Betroffenen wirklich sinnvoll versorgt werden. Dafür entsteht aber ein erweiterter Koordinierungsbedarf. Insgesamt sind diese zusätzlichen Kosten auch mit 18.000,00 Euro angesetzt. Der Träger kann sich aber nur mit 5.732,00 Euro selbst an dem Projekt beteiligen.
Der Bund plant eine Reform der Pflegeversicherung für 2008, bei der künftig die Kranken mit einer höheren finanziellen Unterstützung rechnen können. Diese Erhöhung soll dann den Trägern zu Gute kommen. Damit wäre die Weiterfinanzierung gesichert. Der Träger wurde in 2001 mit 10.226,00 DM für den Aufbau eines Hospizteams von dem HSP gefördert.

Antrag

18.000,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 2.139,00 Euro zu fördern. Der Betrag soll in 2 Raten ausbezahlt werden.


Projekt 13
Projekte “Schüler helfen Schülern“, “das Nest“, “Elternarbeit“ Wesselyring 22, 22297 Hamburg, Tel.: 51313416

Projekt Träger

Verband sozialtherapeutischer Einrichtungen e.V., Wielandstr. 3, 22089 Hamburg

Projekt Beschreibung

Im Bereich des Wesselyring (City Nord) leben in einer Hochhaussiedlung viele sozial schwache Familien, meist mit Migrantenhintergrund. Ziel des Gesamtprojektes ist es, Kindern aus diesem Milieu eine Chance auf Bildung und Integration zu geben.
Das 1.Teilprojekt “Schüler helfen Schülern“ bietet seit 2003 für ca. 20 Kinder aus der Carl-Cohn Grundschule die Möglichkeit, nach der Schule unter Aufsicht zu toben und ein warmes, betreutes Mittagessen einzunehmen. Anschließend werden unter Aufsicht eines Sozialpädagogen und durch Gymnasiasten die Hausaufgaben gemacht. Von den Gesamtkosten (19.190,00 Euro.) werden von einem Gönner 10.400,00 Euro übernommen. Die monatlichen Elternbeiträge bringen 2.400,00 Euro. Die Kosten für 1 Reinigungskraft (1.950,00 Euro) werden in Eigenleistung erbracht.
Es fehlen somit 3.840,00 Euro für die pädagogisch Mittagsbetreuung, sowie bis zu 600,00 Euro für Geschirr, Besteck und Reparaturen. Insgesamt wird eine Überbrückungshilfe in Höhe von 4.440,00 Euro beantragt. Das 2.Teilprojekt “Das Nest“ wurde im März 2007 vom Spendenparlament im Rahmen einer Anschub-finanzierung unter der Bezeichnung “Zusätzliche soziale Betreuung für Schüler helfen Schülern“ mit 9.000,00 Euro gefördert. In diesem Projektteil wird versucht, individuelle Schwächen der Kinder auszumerzen. Hier ist die Folgefinanzierung für 2008 gesichert.
In der praktischen Arbeit hat es sich herausgestellt, dass die Effizienz der Maßnahmen und der langfristige Erfolg nur durch die Einbeziehung der Eltern abgesichert werden kann. Daher sollten die Eltern durch Deutschkurse, Hausbesuche, 14-tägige Gruppentreffen und Individualbetreuung als 3.Teilprojekt mit einbe-zogen werden.
Hierfür werden als Anschub 6.910,00 Euro (7 Std/wöchtl.), sowie für Lern- und Schreibmaterial bis zu 500,00 Euro erbeten..

Antrag

11.850,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 11.850,00 Euro zu fördern.


Projekt 14
Stadtteildiakonie - unmittelbare Hilfe für Bedürftige Bremer Str.9, 21073 Hamburg, Tel.Nr.: 7664118

Projekt Träger

Kirchengemeinde St. Paulus, Petersweg 1, 21075 Hamburg

Projekt Beschreibung

Der Kirchenkreis Harburg der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche macht sich die Armutsbekämpfung in beson-derer Weise zur Aufgabe. In 1994 entstand diese Anlaufstelle für Hilfesuchende und Bedürftige. Ziel ist, Menschen in schwierigen Lebenssituationen konkret und unmittelbar zu helfen. Die besondere Art dieser Hilfe ist in der Vielfalt der Probleme zu sehen. Zwei ausgebildete Sozialpädagoginnen bieten kostenlose und vertrauliche Beratung z.B. bei drohendem Wohnungsverlust, Verschuldung, drohender Kinderverarmung und bei Bewerbungen. Sie begleiten (wenn erforderlich) die Betroffenen bei Behördengänge und Verhandlungen. Beraten werden Menschen jeden Alters und jeder Konfession. Erfahrungsgemäß gibt es bis zu 1000 Kontakte je Jahr.
Das Stadtteilbüro und der damit verbundene Besprechungraum für die Klienten müssen dringend neu ein-gerichtet werden. Es wird eine Grundausstattung für Büro und Beratungszimmer benötigt. Sondermittel stehen nicht zur Verfügung. Die Personalkosten und die laufenden Sachkosten werden vom Kirchenkreis und den Kirchengemeinden getragen.

Antrag

3.000,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 3.000,00 Euro zu fördern.


Projekt 15
Ersatz des Backofens im Behinderten- Café Albers in Cranz Estedeich 66, 21129 Hamburg, Tel.Nr.: 7459221

Projekt Träger

Förderverein Miteinander im Süderelberaum e.V., Schaaphusen 9a, 21147 Hamburg,
c/o Wolf Becker , Tel-Nr.: 79751641

Projekt Beschreibung

Der Förderverein setzt sich seit 2003 ein, um für behinderte Heranwachsende Lebens- und Arbeitsplätze zu schaffen. Diese Arbeitsplätze sind in das soziale, städtische Umfeld integriert, damit die meist mehrfach behinderten Sonderschulabgänger (18-21 Jahre) nicht in großen Heimen untergebracht werden müssen.
Dahinter steht eine Initiative betroffener Eltern, deren Kinder auf mehreren waldorf-orientierten Schulen in Hamburg gewesen sind.
Der Förderverein hat das traditionelle Bistro-Café Albers, mit eigener Bäckerei in Hamburg-Cranz über-nommen und richtet es mit großer eigener Investition her. Damit erhalten bis zu 12 Behinderte ein normales Arbeitsumfeld innerhalb der Gemeinde.
Das Nachbargebäude neben dem Café soll in einem späteren Schritt zu behindertengerechten Wohnungen für bis zu 16 Personen umgebaut werden. Dadurch können sie ein möglichst selbstorganisiertes Leben lernen.
Die Finanzierung erfolgt über Mitgliedsbeiträge und Spenden. An den bisherigen Umbauten hat sich Airbus umfänglich beteiligt. Das Sozialamt zahlt Pauschalen je Behinderten. Damit werden die Pädagogen bezahlt, welche die behinderten Sonderschulabgänger (derzeit 6) in Küche und Café betreuen und zu eigenem Selbstvertrauen anleiten. Die Bäckerei ist inzwischen die einzige Verkaufsstelle für die Versorgung der Gemeinde Cranz. Es werden Backwaren auch an Sietas und Airbus geliefert. Der Backofen ist technisch völlig veraltet, fällt oft aus und muß dringend ausgewechselt werden. Danach können auch die Arbeitsplätze auf 12 aufgestockt werden. Ein guter “Gebrauchter“ kostet 5.000,00 Euro. Aus- und Einbaukosten sind vorher nur zu schätzen (bis zu 2.000,00 Euro). Das Budget ermöglicht leider keinen Eigenbeitrag.
Behinderte werden von ihrem Umfeld wegen ihrer Beeinträchtigungen oft ausgegrenzt und sozial isoliert. Dieses Projekt fördert die Integration in die Gemeinde Cranz und steigert das Selbstvertrauen der Heran-wachsenden durch betreute Arbeitsplätze .

Antrag

7.000,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 7.000,00 Euro zu fördern.


Projekt 16
Ferienfilmprojekt für Kinder mit Migrationshintergrund

Projekt Träger

Hamburg e.V., An der Alster 25, 20099 Hamburg, Tel.Nr.: 37517373

Projekt Beschreibung

Der Verein Kulturbrücke wurde 2003 gegründet und hat 20 Mitglieder. Die Vereinsaktivitäten werden durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert. In den Sommer- und Winterferien organisiert die Kulturbrücke einwöchige “Kinderweltreisen“. An diesen “Kinderweltreisen“ können Kinder zwischen 9 und 14 Jahren teil-nehmen. Aus den Bewerbungen werden Gruppen mit 4 Kindern aus unterschiedlichen Herkunftsländern zusammengestellt. Die Kinder besuchen sich dann gegenseitig.
Kinder aus armen Familien oder aus sozial benachteiligten Stadtteilen nehmen nicht teil, obwohl die Teil-nahme kostenlos ist. Die Eltern dieser Kinder wollen oder können aus teilweise verständlichen Gründen keine fremden Kinder einladen. Die Kulturbrücke möchte speziell für diese Kinder Filmteams anbieten. Es werden jeweils 4 Kinder unter Anleitung und Betreuung eines Videojournalisten die “Reisekinder“ besuchen, und daraus einen Film erstellen. Dieser Film wird dann bei TIDE TV gesendet. Die Filmgruppen können aber nicht kostenlos angeboten werden, da Honorare für den Videojournalist und Kosten für Filmmaterial, Kameraleihgebühren und Schneideplatzgebühren anfallen.
Um isoliert lebenden, armen Kindern eine Teilnahme zu ermöglichen, wurde das Spendenparlament gebeten für 48 Kinder die Teilnahme zu ermöglichen. Die Finanzkommission empfiehlt aus dem Antrag die Teilnahmegebühren für die betroffenen Kinder und Pauschal eine Leihgebühr für die Geräte.
Die Beiträge der zahlenden Videoteilnehmer beinhalten eine kalkulierte Rücklage, damit für weitere “Kinderweltreisen“ ein Stipendium vergeben werden kann. Es wird also für die Nachhaltigkeit dieser Maß-nahme gesorgt.

Antrag

11.760,00 Euro

Empfehlung und Genehmigung

Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 7.760,00 Euro zu fördern.


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