Sozialdienst Katholischer Frauen Hamburg Altona e.V., Oelkersallee 39, 22769 HH, Tel. 433156
Im April 2002 eröffnete die "Kleiderkiste" ihren ersten Laden in Eimsbüttel. Das Spendenparlament förderte das Projekt mit 6.380,00 Euro.
Das Geschäft läuft gut und kostendeckend. Überwiegend Familien mit mehreren Kindern in sozial schwachen Situationen kaufen Wäsche, Kleidung und Haushaltsgegenstände zu Minipreisen ein. Die Ladenfläche (37 qm und 27 qm Lagerraum im Keller) ist inzwischen zu klein, um die vielen Spenden zu sortieren und verkaufsgerecht anzubieten. Der Nachbarladen steht nun zur Anmietung zur Verfügung. Damit könnte die Verkaufssituation verbessert und gleichzeitig der angeleitete Einsatz von bis zu zehn jungen Frauen mit Behinderungen, die die umfangreichen Spenden sortieren und einordnen, organisiert werden.
Es wird eine Anschubfinanzierung als Mietzuschuß für das erste Jahr i.H.v. 2.900,00 Euro erbeten. Danach soll kostendeckend gearbeitet werden.
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 2.900,00 Euro zu fördern.
Ragazza! e.V., Hilfen für drogenabhängige und sich prostituierende Frauen, Brennerstraße 81,
20099 Hamburg (St.Georg), Tel. 24 46 31
Ragazza wurde bereits 1996 (20.800,00 DM für warme Mahlzeiten, jetzt vom Bußgeldfonds), 2001 (13.520,00 DM Ärztinhonorar, jetzt staatliche Regelfinanzierung) und 2002 (1.000,00 Euro aus dem Feuerwehrtopf für Bettwäsche in der Winterzeit) gefördert.
In den Räumen des 1991 gegründeten Vereins gibt es Überlebensangebote für drogenabhängige, sich prostituierende Frauen: Essen, Getränke, Wasch-, Dusch- und Schlafmöglichkeiten, Wundversorgung. - 100 bis 120 Kontakte während einer Öffnungszeit sind keine Seltenheit. Die Vereinsräume erstrecken sich verwinkelt über eine ganze Etage. Die Kommunikation der Mitarbeiterinnen kann oft nur über Telefonkontakt laufen. Dies ist besonders für den Kontakt zwischen dem Cafébereich und den anderen Räumen wichtig. Die alte Telefonanlage ist diesen Anforderungen (fünf Mobiltelefone mit Funkverstärkung wg. der dicken Mauern) nicht gewachsen.
2.320,46 Euro für die Anschaffung einer leistungsstarken Telefonanlage.
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 2.320,00 Euro zu fördern.
AS Aktive Suchthilfe e.V., Alter Teichweg 55a, 22049 Hamburg, Tel. 280 21 70
Der Trägerverein wurde von 1996 - 2001 mit insg. 43.240,00 DM für unterschiedliche Projektarbeit durch das Spendenparlament gefördert. Er wendet sich an Suchtgefährdete, Suchtkranke und deren Angehörige mit dem Problem der Gefährdung durch legale Suchtmittel (Alkohol und Glücksspiele). Das Angebot gilt besonders Menschen mit der Doppelproblematik "Sucht und Straffälligkeit". Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in den Strafvollzugsanstalten und in der Nachsorge nach der Haftentlassung oder im Freigang. Das Ziel aller Maßnahmen ist die Befähigung, das Leben suchtfrei und ohne Straftaten sinnbringend zu gestalten. Es werden div. Einzel- und Gruppenprogramme angeboten (2002 wurden insg. 728 Personen in 5.400 Einzel- und Gruppengesprächen betreut).
AS mißt der Einbindung in Gruppen besondere Bedeutung zu. Gerade bei Suchtproblemen bietet die Gruppe Schutz vor Isolation, Einzelkämpfertum und Überforderung. Sie ist ein wichtiger Ort für soziales Lernen, Toleranz und Solidarität. Viele der Klienten müssen lernen, sich innerhalb einer Gesprächsgruppe zurechtzufinden, sich selbst und andere ernst zu nehmen. Einübung gewaltfreier Konfliktstrategien und Feiern ohne Alkohol sollen in Wochenendseminaren trainiert und erlebt werden. 2004 sollen 2-3 dieser Wochenendseminare für jeweils ca. 25 haftentlassene Suchtkranke in der Bildungsstätte Klingberg (Ostsee) durchgeführt werden.
2.500,00 Euro (20,00 Euro pro Person und Tag).
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 2.500,00 Euro zu fördern.
Ost-West e.V., c/o Vitali Parouline, Bansenstraße 16, 21075 Hamburg, Tel. 99 99 29 77
In den Stadtgebieten Harburg und Süderelbe lebt ein großer Teil der rund 90.000 Hamburger Zuwanderer aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Die Not dieser Menschen ist vielfältig. Manche leben bis zu 1 _ Jahren in Wohnunterkünften, finden keine Arbeit, weil ihre russische Ausbildung bei uns nicht anerkannt ist, fühlen sich in der fremden Umgebung isoliert. Der direkten Hilfe durch deutsche Sozialpädagogen oder Behördenmitarbeiter stehen oft Sprachschwierigkeiten im Wege. Um Sprachkenntnisse zu vermitteln und begleitende Hilfe zu leisten, haben zehn Zuwanderer, die sich in beiden Sprachen verständigen können, den Verein "Ost-West e.V." gegründet. Sie möchten eine Beratungsstelle einrichten und haben beim Spendenparlament Mittel für eine Büroausstattung beantragt. Die Finanzkommission sieht den Verein jedoch noch im Aufbau und hält es für zweckmäßiger, ihn zunächst mit einer Anschubfinanzierung für Büromaterial, Porto, Telefon, Fahrtkosten und stundenweise Anmietung von Räumen zu fördern.
21.000,00 Euro für Büroausstattung.
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, den Verein mit einer Anschubfinanzierung von 2.800,00 Euro zu fördern.
EFA Informations- und Beratungsstelle Frau und Beruf e.V.,
Lobuschstraße 28-30, 22765 Hamburg, Tel. 390 29 24
EFA arbeitet seit 20 Jahren für die Förderung der Chancengleichheit von Frauen auf dem Arbeitsmarkt und im Beruf. Beratung und Qualifizierung, Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Beruf oder bei der Existenzgründung sind die Schwerpunktthemen des Trägers. Von Beginn an war auch die Sozialberatung ein wichtiger Bestandteil des Angebotes von EFA. Die finanzielle Situation zwingt zu einer Kostenpflicht sämtlicher Beratungsangebote ab 01.01.2004. Sozialhilfeempfängerinnen, arbeitslose bzw. alleinerziehende Frauen sollen aber weiterhin eine kostenlose Sozialberatung erhalten. Sie sollen am Telefon individuell zu Themen wie Sozial- und Arbeitslosenhilfe, Wohngeld, Kinder- und Erziehungsgeld, Unterhalt, Finanzierung von Weiterbildungen u.a. informiert werden.
Anschubfinanzierung für Honorarmittel (2.080,00 Euro) und eine Telefonanlage (3.230,00 Euro), insg. 5.310,00 Euro.
Die Telefonanlage wird dem Trägerverein für alle Arbeitsfelder zur Verfügung stehen und damit überwiegend einem Personenkreis zugute kommen, der nicht unter die Förderkriterien des Spendenparlaments fällt.
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 2.080,00 Euro für die Honorarmittel für ein Jahr als Anschub zu fördern.
KOALA, Kooperation Arbeiten und Lernen in Altona e.V.,
Kleine Rainstraße 29, 22765 Hamburg, Tel. 398 88 40
Tagwerk kümmert sich in Altona um Menschen, die durch Langzeitarbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit oder Gesundheitsprobleme weder physisch noch psychisch in der Lage sind, einen Achtstundentag durchzuarbeiten. Durch bezahlte stundenweise Arbeit sollen sie nun mit guter Anleitung in den Arbeitsprozess eingegliedert werden. Es werden z.Zt. 20 Menschen beschäftigt. Es gibt aber Arbeitswillige und Arbeit für mindestens 30 Beschäftigte. Dazu wird eine qualifizierte Anleitung gebraucht und Werkzeug für Garten- und Malereinsätze. Nach einer Anschubphase kann sich das Projekt selbst finanzieren.
Für eine halbe Anleiterstelle für ein halbes Jahr und Werkzeuge insg. 17.500,00 Euro.
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 16.400,00 Euro zu fördern.
Die Heilsarmee Missionsteam Hamburg, Manteuffelstraße 1c, 22587 Hamburg, Tel. 86 23 05
Die Heilsarmee betreibt in der Talstraße (St.Pauli) einen Seelsorge- und Beratungsdienst für Menschen in sozialen Notlagen. An mehreren Tagen in der Woche werden dort u.a. Suppe, Brote und Kuchen angeboten. Zwischen 50 und 100 Personen täglich nehmen das Angebot wahr. Ende 2001 erhielt der Trägerverein für das Projekt "Nachtasyl" aus dem Feuerwehrtopf 4.400,00 DM. Heute bittet das Missionsteam um Hilfe bei der Beschaffung eines gebrauchten Fahrzeuges als Ersatz für den nicht mehr fahrtüchtigen Mini Van. Mit dem Fahrzeug soll die in Blankenese gekochte Suppe in die Talstraße gebracht werden. Außer dem muss die einmal wöchentlich vom Hotel Steigenberger gestiftete Suppe von dort abgeholt werden. Zur Zeit werden diese Transporte mit einem geliehenen Auto durchgeführt. Eine Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges wäre ohne unsere Hilfe nicht möglich. Die Arbeit in der Talstraße wird ausschließlich durch Spenden finanziert.
6.000,00 Euro (Kosten insg. ca. 8.000,00 Euro, andere Spenden werden i.H.v. 2.000,00 Euro erwartet).
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 6.000,00 Euro zu fördern.
Dolle Deerns e.V., Sternstraße 106, 20357 Hamburg, Tel. 43 44 82
In den vom Trägerverein durchgeführten Mädchentreffs in Kirchdorf-Süd und Lohbrügge sind über die normale Schularbeitenhilfe hinaus zwei außerschulische Fördermaßnahmen erforderlich geworden. 1.) In Kirchdorf-Süd müssen 15 afghanische Mädchen zusätzlich gefördert werden, damit sie an der Regel-Hausaufgabenhilfe teilnehmen können. Die Afghanistanflüchtlinge leben noch in Wohnunterkünften auf der Veddel tagsüber kann sich niemand um die Mädchen kümmern ("...oft ist der Vater tot, die Mutter als Putzhilfe unterwegs..."). 2.) Auch die Kinder aus Migrantenfamilien, die im Mädchentreff Lohbrügge Unterstützung finden, leben unter schweren Bedingungen: die Familien verfügen oft nur über ein Existenzminimum, meist fällt das Mittagessen aus. Hinzu kommt Diskriminierung im Umfeld. Die Lernwilligkeit ist zwar groß, aber es fehlt an Vorbildung infolge der politischen Mißstände und der Flucht aus den Heimatländern. Hier soll die fächerspezifische Hausaufgabenhilfe helfen, das Schulpensum zu bewältigen.
Beide Maßnahmen sind zeitlich begrenzt: 1.) wenn die Afghaninnen den Anschluß an die Klassenziele gefunden haben, können sie in einem anderen Projekt an der fortführenden Hilfe zum Realschulabschluss teilnehmen. 2.) Für die fächerspezifische Unterstützung sind die bisher hierfür bewilligten Bezirksmittel fortgefallen. Für nächstes Jahr hofft man auf Wiederaufnahme der Bewilligung.
zu 1.) 22 Wochen bis Ende des Schuljahres je 9 Stunden je 10,00 Euro = 1.980,00 Euro und
zu 2.) 16 Wochen je 10 Stunden je 11,60 Euro = 1.856,00 Euro, insg. 3.836,00 Euro.
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, beide Fördermaßnahmen mit insg. 3.836,00 Euro zu übernehmen.
Leben mit Behinderung gGmbH, Südring 36, 22303 Hamburg, Tel.270 790 -0
"Leben mit Behinderung" hat 2000 und 2001 insg. 30.450,00 DM vom Spendenparlament für seine Projektarbeit erhalten.
Der Träger arbeitet in Hamburg in 50 Wohngruppen und 8 Tagesstätten. In den Wohngruppen leben geistig, körperlich und mehrfach behinderte Menschen. Diese können nur zum Teil in den Werkstätten für Behinderte arbeiten. Diejenigen, die dazu nicht in der Lage sind, werden auch tagsüber in den Wohngruppen und Tagesstätten betreut bzw. üben dort einfache Arbeiten aus.
Für die Wohngruppen werden zur Pflege und Betreuung verschiedene Hilfsmittel benötigt (speziell Pflegebetten, Lifter und Kommunikationshilfen). Diese Anschaffungen können durch die üblichen Pflegesätze und wegen unklarer gesetzlicher Regelungen in der Sozialhilfe und bei den Krankenkassen zur Zeit leider nicht finanziert werden.
15.276,61 Euro für 1 Lifter, 1 Toilettenstützsystem, 3 Pflegebetten, 2 Kommunikationsgeräte mit Sprachausgabe.
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 15.277,00 Euro zu fördern.
Irre Menschlich Hamburg e.V., c/o UKE, Martinistr. 52, 20246 Hamburg, Tel. 42803 - 3226
Die Initiative "Irre menschlich" kümmert sich um psychisch Kranke. 1% aller Menschen leiden unter schizophrenen Psychosen, d.h. sie geraten in Lebenskrisen außerhalb der Realität. Mindestens 5% der Betroffenen neigen zu extremen Stimmungsschwankungen. Dies führt zu einer Isolation und Stigmatisierung der Kranken und oft auch derer Angehörigen. Der Verein hat die Zielsetzungen: Rehabilitation, Prävention und Aufklärung. Für Schulen wurden 3 unterschiedliche Medienkoffer für Unter-, Mittel- und Oberstufe entwickelt und bereits in über 50 Unterrichtsprojekten eingesetzt. Im Sinne der Rehabilitation und zum Nutzen der Prävention referieren bei den Projekten 10 psychisch Kranke, deren Angehörige und Therapeuten. Ein Kranker ist obdachlos, die anderen sind bedürftig. Das Outing ist ein wesentlicher Schritt zur Genesung.
Ein sehr großer Teil der psychisch kranken Menschen ist aber noch im Arbeitsprozess. Zur Aufklärung und Prävention sollen Betriebe in Hamburg, die meist nicht mit der Problematik vertraut sind, für das Thema sensibilisiert werden Für die Zielgruppen Management, Personalabteilung, Betriebsräte müssen neue Medienkoffer, d.h. Informationsmaterial, Vorträge u.a.m. entwickelt werden.
6.000,00 Euro. Durch Eigenleistungen und Weglassen von weniger wichtigen Dingen in der Anlaufphase, wie z.B. den Druck von Flyern und die professionelle Erstellung einer Webseite kann der Antrag reduziert werden.
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 3.400,00 Euro zu fördern.
Pfadfinder- und Pfadfinderinnenbund Nord, c/o Hans-Peter Nehlsen, Salomon-Heine-Weg 24, 20251 Hamburg, Tel. 480 621 24 - Stamm Thyreatis, Media und Janina Dannenberg, Sergio-de-Simone-Stieg 3, 22457 Hamburg, Tel. 559 38 91
Im März 1999 förderte das Spendenparlament mit 16.500,- DM die Dacherneuerung beim Umbau einer HEW-Trafo-Station zu einem Heim für die über 100 Mädchen starke Pfadfinderinnengruppe, die im sozialen Brennpunkt Dulsberg-Barmbek mit großem Erfolg arbeitet. Viele Kindern aus sozial schwachen Familien finden in der Gruppe Geborgenheit und lernen Sozialverhalten. Durch beispielhaften Einsatz und mit viel Eigenleistung ist das Heim inzwischen bezugsfertig. Drei Probleme sind noch zu lösen: Diverse Fenster müssen erneuert werden, die Eingangstür ist baufällig und nicht einbruchssicher und die Sanitär- und Küchenräume müssen wegen der anstehenden Bauabnahme dringend mit einer Entlüftungsanlage ausgestattet werden. Für die Erneuerung der Fenster bestehen gute Aussichten auf Mittel aus dem bezirklichen Jugend-Ausschuss.
3.000,00 Euro (Eingangstür) und 2.700,00 Euro (Entlüftung).
Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, diese in Eigenleistung nicht zu erbringenden Baumaßnahmen mit 5.700,00 Euro zu übernehmen. Das Parlament übernahm diese Empfehlung der Finanzkommission.
Connection e.V. Christliche Drogenarbeit im Diakonischen Werk,
c/o Herrn Döring, Diekdamm 3, 21079 Hamburg, Tel. 763 23 43
Vereinsmitglieder fahren jeden Freitag zum Hauptbahnhof, um dort Nahrungsmittel und Kleidung an Obdachlose und Arme zu verteilen. Vor Ort streichen fünf Ehrenamtliche Brote und verteilen heiße Suppe an rd. 250 Menschen. 1997 erhielt Connection 1.296,00 DM für die Anschaffung einer Brotschneide-maschine. Ohne den Bus, der inzwischen 14 Jahre alt und ständig reparaturanfälliger wird, ist dieser Einsatz vor Ort, das Einsammeln von Lebensmitteln und Kleidung und der Transport hilfsbedürftiger Personen
nicht möglich: ein neuer/gebrauchter Bus für 10.422,00 Euro wird benötigt. Der Verein kann 5.422,00 Euro aufbringen.
5.000,00 Euro für die Restfinanzierung.
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 5.000,00 Euro zu fördern.
Bergedorfer Völkerverständigung - Leben mit Ausländern e.V. -, Am Pool 41, 21029 HH, T.7212870
Seit fünfzehn Jahren arbeitet der Verein mit den Asylbewerbern in den Bergedorfer Unterkünften. Zur Zeit sind dort 120 moslemische Familien untergebracht, die zum größten Teil aus Afghanistan geflüchtet sind. Ein arbeitsloser Lehrer gibt Deutschunterricht und schafft damit u.a. eine Grundlage dafür, dass die Kinder dem Unterricht in der Schule folgen können und die Frauen lernen, selbständig einzukaufen und sich zu verständigen. Die fehlenden Sprachkenntnisse verhindern eine Kontaktaufnahme mit den Behörden, Schulen, Ärzten, Nachbarn und führen immer mehr in die Isolation.
3.900,00 Euro für das Unterrichtshonorar für ein Jahr (wöchentlich 5 - 6 Stunden).
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 3.900,00 Euro zu fördern.
AHH - AIDS-Hilfe Hamburg e.V., Lange Reihe 30-32, 20099 Hamburg, Tel. 23 51 99 - 0
Die AIDS-Hilfe bietet ein komplettes Beratungs- und Betreuungsangebot für an Aids Erkrankte bzw. von Aids Betroffene. In Kooperation mit anderen Trägern werden im Netzwerkprojekt "Migration & AIDS" Migrantinnen und Migranten, die anonym ohne Krankenversicherung, ohne gesicherten Aufenthaltsstatus in Hamburg leben, behandelt. Ehrenamtlich tätige Ärzte und Dolmetscher betreuen 2 x monatlich die Betroffenen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der medizinischen Beratung der Patientinnen und Patienten über ihre HIV-Infektion und andere Infektionserkrankungen und über präventive Maßnahmen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit einer problemorientierten ärztlichen körperlichen Untersuchung, einer laborchemischen Analyse von Laborwerten und weitergehenden Untersuchungen, wenn dazu die Indikation besteht. Bis auf die Laborkosten, deren Finanzierung seit Jahren weder über Behörden noch durch Krankenkassen erreicht werden konnte, fallen keine vom Projekt zu tragenden Kosten an. 1998 hat das Spendenparlament zur Deckung der Laborkosten 20.000,00 DM bewilligt. Diese Summe deckte die Kosten bis Mitte 2002.
5.000,00 Euro für Laborkosten.
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 5.000,00 Euro zu fördern.
Gefangene helfen Jugendlichen e.V., Schillerstraße 22, 22767 Hamburg, Tel. 38 61 43 90
Der Trägerverein ist eine Initiative von Gefangenen und ehemaligen Gefangenen der JVA Fuhlsbüttel. Dort wurde ein Projekt entwickelt, um mit gefährdeten oder bereits delinquent gewordenen Jugendlichen in ein direktes Gespräch zu kommen. Die Jugendlichen bekommen durch einen Besuch in der JVA die Gelegenheit, ein Gefängnis von innen zu sehen, mit Inhaftierten über deren Vergangenheit zu sprechen und den Gefängnisalltag kennenzulernen. Der Besuch erfolgt gemeinsam mit Bezugspersonen aus der Jugendhilfe oder Lehrern. Der Verein arbeitet intensiv mit der Bildungsbehörde, der Justiz und der Polizei zusammen. An den Santa - Fu- Veranstaltungen nehmen jährlich ca. 300 Jugendliche teil. Die Besuche werden vor- und die Ergebnisse nachbereitet. Die Erfahrungen der Jugendlichen finden auch Eingang in den "Präventionsunterricht zum Thema Gewalt und Jugendkriminalität" an den Hamburger Schulen.
In Ergänzung zu den bisherigen Programmen soll für gefährdete Jugendliche ein Sportprogramm angeboten werden. Auch dieses Programm wird von einem früheren Häftling und Sportlehrer durchgeführt. Damit soll auf einer zusätzlichen Ebene das Gespräch zwischen den "erfahrenen" Betreuern und früheren Häftlingen und ausgewählten Jugendlichen in der Sporthalle fortgesetzt werden. In einem sechsmonatigen Pilotprojekt sollen wöchentlich drei Lehrgänge für jeweils 10 Jugendliche durchgeführt werden.
9.808,00 Euro für Sportgeräte und Seminarleiterstunden (6 Monate)
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 9.808,00 Euro zu fördern.
Diakonisches Werk Kirchenkreis Blankenese, Mühlenberger Weg 37, 22587 HH, Tel. 879716-0
In der Beratungsstelle LUKAS (Luruper Kontakt-, Anlauf- und Suchtberatungsstelle) ist die Idee entstanden, einen Mittagstisch für Menschen aus dem Stadtteil anzubieten, die den "Treffpunkt", ein kleines Café in der Beratungsstelle, besuchen. Es sind dies Menschen, die Hilfe und Beratung bei Suchtproblemen (vorwiegend Alkohol) brauchen. Eine Tasse Kaffee oder Tee ist oft der Zugang zu ersten Kontakten. Ein warmes, gesundes Mittagessen würde den Kontakt verstärken und könnte ein weiterer Schritt auf dem Weg aus der Sucht sein. Viele dieser Menschen fallen in der Öffentlichkeit kaum auf und leben hinter verschlossenen Türen in Einsamkeit und oft in Armut. Personal- und Sachkosten der Beratungsstelle werden aus öffentlichen Mitteln finanziert. Das zusätzliche Angebot eines Mittagstisches ist in der Kalkulation nicht enthalten. Es soll ein Eigenanteil von den Teilnehmern erhoben werden - dieser kann aber nicht die vollen Kosten decken.
Anschubfinanzierung für ein Jahr: anzulieferndes Essen (die begrenzten Räumlichkeiten gestatten keine Zubereitung vor Ort), Gefriertruhen, Transportbehälter, Geschirr und Besteck i.H.v. 11.000,00 Euro.
Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, dem Verein einen höheren generellen Eigenanteil pro Mahlzeit zuzumuten, und das Projekt mit 5.500,00 Euro als Anschub für ein halbes Jahr zu fördern.
Das Parlament übernahm diese Empfehlung der Finanzkommission.
Johannes-Wilhelm-Rautenberg Gesellschaft e.V., Alsterdorfer Straße 493, 22337 HH, T. 500241-0
Die Rautenberg Gesellschaft hat 1999 in einer Erhebung festgestellt, dass von der großen Zahl obdachloser Menschen in Hamburg ca. 20% psychisch erkrankt sind und ohne ausreichende ärztliche Versorgung auf der Straße leben. Das Projekt "Betreutes Wohnen" soll für 16 wohnungslose Frauen und Männer mit psychischen Problemen Hilfe bringen. In dem sich z.Zt. in Bau befindlichem Haus am Münzplatz (Fertigstellung ca. Januar 2004) wird das "Herz As" (Tagesaufenthaltsstätte für Obdachlose) seine neuen Räume beziehen und in den Stockwerken darüber sollen auf drei Etagen die 16 kleinen Appartements (je ca. 20 qm) für das betreute Wohnprojekt entstehen. Die Hamburger Stadtmission stellt als Hauptmieter den Wohnraum zur Verfügung, die Rautenberg Gesellschaft übernimmt die Betreuung und Begleitung der kranken Untermieterinnen und Untermieter. Die Kosten für Miete, Unterhalt und Betreuung übernimmt die Sozialbehörde, Die Ausstattung der Räume ist Sache der Rautenberg Gesellschaft.
Zur Ausstattung der drei Wohnküchen in den drei Etagen werden 13.010,00 Euro erbeten.
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission, das Projekt mit 13.010,00 Euro zu fördern.
Caritasverband für Hamburg e.V., Danziger Straße 66, 20099 Hamburg, Tel. 280140 -0
1999 sprach sich das Spendenparlament dafür aus, dem Träger mit 80.000,- DM für die Krankenstube für Obdachlose im ehemaligen Hafenkrankenhaus zu helfen.
Das für die MOBILE HILFE bisher eingesetzte Sanitätsfahrzeug ist 11 Jahre alt und reparaturanfällig. Zwei Spender ermöglichen die Anschaffung eines Mercedes Sprinters (Kleintransporter). Für den geplanten Einsatz zur mobilen medizinisch-pflegerischen Betreuung von Obdachlosen an den sozialen Brennpunkten (Notübernachtungsstätten, Bahnhöfen, Suppenküchen etc.) muss das Fahrzeug zu einem Sanitätsfahrzeug umgebaut werden. Die gesamten Umbaukosten betragen lt. Kostenvoranschlag 37.325,32 Euro, wovon ein Teil von anderen Spendern abgedeckt ist und 2.000,00 Euro durch den Verkauf des alten Fahrzeuges erzielt werden. Die Betreuung wird derzeit ehrenamtlich von sieben Ärzten und einer Zahnärztin, sowie hauptberuflich angestellten Krankenpflegern/innen erbracht. Im Jahre 2002 gab es 6.108 Behandlungs-kontakte mit 1.714 verschiedenen Patienten.
25.000,00 Euro Restfinanzierung
Die Finanzkommission empfiehlt dem Parlament, sich an den Umbaukosten mit 23.000,00 Euro zu beteiligen.
Das Parlament übernahm diese Empfehlung der Finanzkommission.
Hauptkirche St. Petri, Kreuslerstraße 6-8, 20095 Hamburg, Tel. 3250 3870
Seit 33 Jahren bietet sich das Beratungs- und Seelsorgezentrum als Anlaufstelle im Herzen der Stadt für alle an, die Belastungen und Fragen einem Gesprächspartner anvertrauen möchten, der hilfreich zuhört, Überschrift: "Oft hilft ein Gespräch - täglich - kostenlos - anonym -" . Das tägliche Gesprächsangebot wird von rd. 100 Ehrenamtlichen, die im Hause geschult werden, geleistet und ist kostenlos. Jährlich wird das Gesprächsangebot ca. 5.000 mal in Anspruch genommen (teils persönlich, teils telefonisch). Die als Multiplikatoren für die Anleitung und Betreuung der anderen ehrenamtlich Tätigen eingesetzten Ehrenamtlichen brauchen, um ihren Aufgaben gerecht werden zu können, von Zeit zu Zeit dringend eine "Auffrischung ihrer Qualifikation" durch eine hochqualifizierte Fachkraft von außen.
Zwei Ausbildungstage für Ehrenamtliche je 6 Stunden je rd. 60 Euro/Std = 700,00 Euro
b.) Ausstattung der Schulungs- und Besprechungsräume mit Stühlen und Teppichware = 1.000,00 Euro
c.) Erneuerung der Paravants (Schall- und Sichtschutz) mit denen der Gemeindesaal in diskrete Nischen unterteilt wird, Restbetrag nach Finanzierung durch den Otto-Versand = 1.500,00 Euro
Das Parlament übernahm die Empfehlung der Finanzkommission über eine Förderung des Projekts von insg. 3.200,00 Euro.
Amnesty for women e.V., Städtegruppe Hamburg, Große Bergstr. 231, 22767 Hamburg, T. 384753
Seit zehn Jahren arbeiten Streetworker von TAMPEP ( = transnational aids/std prevention among migrant prostitutes in europe/project) in Hamburg. Sie sprechen die oft nicht freiwillig eingereisten Prostituierten an und suchen sie in den Wohnungen, in denen sie arbeiten, auf. Sie versorgen die migrierten Frauen mit Aufklärungs- und Informationsmaterial und untersuchen den sozialen gesetzlichen Rahmen und die Arbeitsbedingungen. Sie versuchen, die Frauen vor Ausbeutung durch Banden zu schützen und helfen HIV- positiv erkrankten Frauen. Durch die Streetworker werden z.Zt. ca. 400 Migrantinnen kontaktiert.
Das Projekt wurde 1998 mit 20.000,- DM und 2000 mit 12.000,- DM vom Spendenparlament gefördert.
8.000,00 Euro für den Streetworkereinsatz und AIDS-Schutzmittel (ca. 4.000,00 Euro) und Werbe- und Aufklärungsmaterial (4.000,00 Euro)
Die Finanzkommission empfahl dem Parlament, das Projekt mit 4.000,00 Euro zu fördern.
Das Parlament bewilligte auf Antrag eines Mitglieds die Arbeit der Steetworker mit 6.000,00 Euro zu unterstützen.
Verein "Spielepark e.V."
Vereinsvorstand, Präsidium und Finanzkommission haben sich
einvernehmlich dafür ausgesprochen, dem Verein "Spielepark e.V." Ende Juli
5.000,00 Euro zur Verfügung zu stellen. Der für die Arbeit des Vereins unerlässlich
notwendige Ford Transit war kurz vor der Haupteinsatzzeit zusammengebrochen.
Für die Rettungsreparatur fehlte zu diesem Zeitpunkt das Geld. In der Zwischenzeit
sind Zuwendungen von dritter Seite i.H.v. 3.000,00 Euro beim Verein eingegangen, diese wurden dem Spendenparlament zurückerstattet.
Zur Zeit ist der Feuerwehrtopf dadurch nur noch mit 2.000,00 Euro belastet.